Keine Flugzeuge, keine Passagiere, kein Check-in: Seit fast einem Jahr liegt der Flughafen Berlin-Tegel mit seinen 130 Gebäuden brach – das letzte Flugzeug hob am 8. November 2020 vom TXL ab. Abgelöst wurde der Airport vom neuen Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BER), der mit einer Verspätung von gut neun Jahren offiziell am 31. Oktober 2020 in Betrieb ging.

Seither verkommt der Flughafen Berlin-Tegel immer mehr zu einem Lost Place. Während auf der 500 Hektar großen Flughafenfläche im Freien Unkraut auf den Landebahnen und Straßen wächst, herrscht im Inneren gähnende Leere. Noch im Jahr 2019 wurden etwa 22 Millionen Flugreisende dort abgefertigt, nun ist der Check-in-Bereich des einst am stärksten frequentierten Flughafens von Berlin verwaist. 

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Diese Fotos zeigen den Lost Place TXL:

Was wird aus dem Flughafen Berlin-Tegel?

Doch das soll nicht mehr lange so sein: Alle sicherheitsrelevanten Anlagen wurden abgebaut, Gelände und Gebäude wurden nach und nach dem Land Brandenburg übergeben. 

Der gesamte Flughafen soll recycelt werden. Ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien soll entstehen, sodass sich bis zu tausend Unternehmen dort ansiedeln können. In das seit 2019 unter Denkmalschutz stehende Terminal A zieht die Beuth-Hochschule ein. Und bis etwa 2035 sollen auf dem ehemaligen Flughafengelände 5000 Wohnungen entstehen, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“. Die Tiefbauarbeiten sollen im Jahr 2022 beginnen.