Ein komplett solarbetriebenes Wohnmobil klingt nach Fiktion, ist aber Realität. 22 Studierende der niederländischen TU Eindhoven haben einen solches Gefährt der Öffentlichkeit präsentiert. Die Feuertaufe für den ersten solarbetriebenen Camper der Welt war eine Reise von Holland an die Südspitze Spaniens.

Das Fahrzeug mit dem Namen Stella Vita verfügt über Solarzellen auf dem Dach, sodass an sonnigen Tagen bis zu 730 Kilometer zurückgelegt werden können. Bei Bedarf lässt sich das Solardach auf eine Fläche von 17,5 Quadratmetern ausklappen.

Das Solardach lässt sich auf 17,5 Quadratmeter verdoppeln.

Der damit erzeugte Strom reicht laut einer Pressemitteilung zum Fahren, Duschen, Fernsehen, Aufladen des Laptops und Kaffeekochen aus. Somit sei energieautarkes Reisen möglich. Ein integriertes System zeigt den Energieverbrauch der jeweiligen Geräte an.

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So sieht das solarbetriebene Wohnmobil von innen aus

Das Wohnmobil ist zwar unabhängig von Ladestationen, kann aber dennoch zum Aufladen beispielsweise an bewölkten Tagen an solchen angeschlossen werden. Mit der Sonne kann die Batterie des Fahrzeugs in zwei bis drei Tagen vollständig aufgeladen werden. Das Elektrofahrzeug eignet sich somit für Reisen, auf denen längere Stopps geplant sind.

So sieht Stella Vita von innen aus.

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Um zusätzlichen Raum zu schaffen, lässt sich das Dach zudem nach oben schieben. Dadurch ist es möglich, im Camper zu kochen, zu arbeiten oder zu schlafen. Für den täglichen Bedarf stehen Reisenden eine kleine Kochstelle, ein Kühlschrank, eine Toilette, eine Sitzecke und ein Bett, das Platz für zwei Erwachsene bietet, zur Verfügung.

Camper könnte in fünf Jahren auf den Markt kommen

Für eineinhalb Jahren haben die Studierenden ihr Studium auf Eis gelegt, um das innovative und nachhaltige Fahrzeug zu bauen. In einer Europa-Tour zeigten sie der Welt, was ihr solarbetriebenes Wohnmobil kann. 

Rund 3000 Kilometer sind sie damit von Eindhoven unter anderem über Brüssel, Paris, Bordeaux und Madrid nach Tarifa in den Süden Spaniens gefahren. Los ging es Ende September, Anfang Dezember haben sie dann ihr Ziel erreicht. In einem Blog haben die Studierenden ihre Erlebnisse festgehalten.

Sollte der Prototyp Anklang finden, könnte der Camper theoretisch in fünf Jahren auf den Markt kommen.