Auf einem Trip durch Deutschland gibt es viel zu entdecken. Wer dabei auf das Auto verzichten möchte, kann auch wunderbar auf den Zug zurückgreifen. In diesem Sinne haben Flixtrain und die Deutschen Bahn einige Orte entlang der Schiene herausgesucht, die teilweise noch echte Geheimtipps sind. Sie überraschen vor allem mit Charme und Idyll. Der reisereporter stellt sie dir genauer vor.

Saalfeld: Eindrucksvolle Tropfsteinhöhle

Am Rand des Thüringer Schiefergebirges kannst du Saalfeld entdecken. Mit seiner über 1100-jährigen Geschichte zählt der Ort zu den ältesten Städten Thüringens. Dort beeindruckt unter anderem die Erlebniswelt Feengrotten, ein ehemaliges Alaunschieferbergwerk, mit unterirdischen Hohlräume. Die faszinierende Tropfsteinwelt ist laut dem Guinness-Buch der Rekorde die farbenreichste Schaugrotte der Welt.

Wer mehr zur Saalfelder Stadtgeschichte erfahren möchte, kann sich in der Ausstellung im Oberen Tor an interaktiven Stationen in die Zeit um 1600 zurückversetzen lassen. Gartenkunst kannst du auf dem 20 Hektar großen Gelände auf dem großen Bergfried Park bewundern. Interessierte können dort außerdem eine kostenlose Ausstellung über die „Goldenen 20er“ genießen.

Flixtrain hält auf der Strecke von München nach Hamburg bis zu zweimal täglich in Saalfeld in Thüringen, auch die Deutsche Bahn fährt Saalfeld regelmäßig an.

Blick auf Saalfeld/Saale, Thüringen.

Stendal – beeindruckende Backsteingotik

Imposante Gebäuden aus der Zeit der Backsteingotik, die an die mittelalterliche Blütezeit der Hansestadt erinnern – davon ist Stendals Erscheinungsbild geprägt. Dabei umrahmen das Rathaus, der drittgrößte Roland Deutschlands (Standbild eines Ritters) und die Ratskirche St. Marien den Marktplatz. In St. Marien sind neben dem prächtigen Hochaltar besonders die astronomische Uhr und der Lettner sehenswert.

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Zudem zählt das Uenglinger Tor zu den schönsten Stadttoren der norddeutschen Backsteingotik. Zusammen mit dem Tangermünder Tor und den gut erhaltenen Wällen zeichnet er die historischen Befestigungsanlagen der wunderschönen
Altstadt nach. Mit Flixtrain erreichst du Stendal in Sachsen-Anhalt über die Verbindung Berlin–Aachen. Auch die Deutsche Bahn fährt Saalfeld regelmäßig an.

Fulda: Barockzeit und Mittelalter vermischt mit moderner Welt

Eine barocke Altstadt erwartet dich in Fulda. Die Stadt in Hessen ist für ihr gut erhaltenes Barockviertel rund um den Bonifatiusplatz aus dem 18. Jahrhundert bekannt. Ein Highlight ist der angeschlossene weitläufige Schlossgarten mit der prächtigen Floravase und der Orangerie.

Die vielen schönen Fachwerkhäuser und der Flair der Stadt lassen sich am besten bei einem Spaziergang durch die Straßen genießen. Flixtrain fährt Fulda auf der Strecke Berlin–Stuttgart mehrmals täglich an.

Der Schlssgarten von Fulda, Hessen.

Ostsee: Mit der Schmalspurbahn nach Kühlungsborn

Für ein Bahn-Erlebnis der etwas anderen Art sorgt die Schmalspurbahn Molli, die in Mecklenburg-Vorpommern vom Bahnhof Bad Doberan nach Kühlungsborn und Heiligendamm fährt. Den Bahnhof Bad Doberan erreichst du mit der RB 11 Rostock–Wismar. Von dort aus nimmt die Dampflok mit bis zu 40 Stundenkilometer Fahrt in Richtung Ostsee auf.

Angekommen an der Endstation in Kühlungsborn West liegt dir die Strandpromenade direkt vor den Füßen. Nach einem Spaziergang mit Eis durch die Ostseeallee steht eine Entscheidung an: Strand oder Kletterwald? Die Kletter-Anlage hat sieben Bahnen, die längste Seilbahn Norddeutschlands und Plattformen zum Radfahren.

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Die Dampflokomotive Molli, Mecklenburg-Vorpommern.

Danach führt ein Weg durch den Stadtwald direkt zum Molli-Bahnhof Kühlungsborn Ost – in der warmen Jahreszeit fährt die Lok von dortaus stündlich, heißt es im Ausflugsmagazin 2021 der Deutschen Bahn. Auf der Rückfahrt ist auch ein Abstecher in Heiligendamm zu empfehlen. Bis in die 1930er-Jahre galt Heiligendamm als das eleganteste Seebad Deutschlands – und auch heute noch scheinen die Zeiten des Gründers Herzog Friedrich Franz I. nicht vorbei zu sein. Zu den imposantesten Bauten gehören das Grand Hotel und das tempelartige Kurhaus.

Aschaffenburg: Ab ins „bayerische Nizza“

Umgeben von Weinbergen und geprägt von einer wunderschönen Altstadt gilt Aschaffenburg als das „bayerische Nizza“. Du erreichst die Stadt mit Flixtrain auf der Strecke München–Frankfurt. Besonders sehenswert ist das Schloss Johannisburg, das als eines der bedeutendsten Schlösser der Renaissance angesehen wird. Es bietet Besuchern vier Flügel voller pompöser Wohnräume.

Aber es gibt noch mehr zu erleben: So lädt der Park Schöntal mit seinen idyllischen Kirchenruinen und Wassergraben zu  Spaziergängen ein. Im Stiftsmuseum gibt es die mittelalterliche Schatzkammer mit ihrer Sammlung von Goldschmiedearbeiten und liturgischen Gegenständen zu bestaunen. Und wer den Tag lieber auf dem Wasser verbringen will, kann alternativ mit einem Floß auf dem Main chillen. Das Beste daran: Das Main-Floß darf ohne Bootsführerschein selbst gesteuert werden. 

Schloss Johannisburg in Aschaffenburg, Bayern

Einen Tag Wismar entdecken

An eine Gracht in Amsterdam erinnert die „Frische Grube“ in Wismar, die dich zum Alten Hafen führt. Vorbei an der Stadtmühle, erreichst du den Kanal vom Bahnhof aus mit nur ein paar Schritten. Wer dem Wasser folgt, gelangt in
weiten Bögen an die Ostsee. 

Sehenswürdigkeiten am Wasserlauf sind unter anderem die St.-Nikolai-Kirche und das aus Fachwerk gezimmerte „Gewölbe“ aus dem 17. Jahrhundert. Am Alten Hafen von Wismar angekommen, kannst du alte Kornspeicher und den Nachbau einer Kogge bewundern. Sie erinnern noch an die Zeiten, als der Hafen noch einer der wichtigsten Umschlagplätze im Ostseeraum war.

St. Nikolai in Wismar

Dabei lädt die maritime Atmosphäre zum Bummel an der Kaimauer ein, die Lübsche Straße begeistert mit ihren für die Stadt typischen Giebelhäusern und der Markt lockt mit dem Wahrzeichen Wismars: der Wasserkunst. Wer noch mehr über die Stadt wissen will, kann im Welt-Erbe-Haus bei einer interaktiven Ausstellung eine Zeitreise machen. 
Mit der DB ist der Bahnhof Wismar in Mecklenburg-Vorpommern mit der RB 17 erreichbar, die zwischen Ludwigslust und Wismar verkehrt.

Bamberg: Wo das Bier nach Schinken schmeckt

Mit Flixtrain geht es in die alte Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg. In der bayerischen Stadt gibt es einige spannende Sehenswürdigkeiten. Darunter der prächtig verzierte Kaiserdom, die ehemalige Fischersiedlung Klein Venedig
mit ihren dicht gedrängten Fachwerkhäuschen und die Bamberger Altstadt, die als Unesco-Weltkulturerbe gilt. 

Vor allem für sein Rauchbier ist das urige Gasthaus Schlenkerla bekannt, dem einige Menschen eine Schinkennote unterstellen. In der Brauerei Fässla gibt es alternativ das stärkste Bier der Stadt. Mit dem Zug erreichen Fahrgästinnen und -gäste Bamberg über die Verbindung zwischen Hamburg und Berlin.

Das Alte Rathaus in Bamberg,Bayern.

Schlosspark-Hopping in Mecklenburg-Vorpommern

Schlosspark-Hopping mit den Zügen der Deutschen Bahn ist auf der Strecke der RB 17 Wismar–Ludwigslust möglich.  Los geht es laut dem Ausflugsmagazin 2021 der DB in Ludwigslust. Das gleichnamige Schloss aus den 1770er-Jahren wird oft mit Versailles verglichen. Zum Schloss Ludwigslust gehört auch der größte Park Mecklenburg-Vorpommerns. Dieser präsentiert sich heute als Landschaftspark allerdings nach englischem Vorbild. Wiesen, viele alte Bäume, Grotten, Mausoleen, Grabdenkmäler und Wasserflächen mit Wasserspielen prägen den Charakter des Parks.

Nur eine halbe Stunde entfernt erwartet dich das nächste Schloss in Schwerin. Dort entstand um 1850 beim Neu- und Umbau auf der Schlossinsel im Schweriner See ein märchenhaftes Residenzschloss. Im Burggarten erzeugen Orangerie, Grotte und Kolonnadenhof eine romantische Stimmung. Über eine von zwei Brücken gelangst du zum Schlossgarten und dessen Rosenpracht und Jugendtempel.

Die Schlossinsel im Schweriner See, Schwerin.

Das Schlosspark-Hopping komplett macht ein Ausflug zum dichten Waldpark des Schlosses Wiligrad am Nordufer des Schweriner Sees. Dafür fährst du mit dem Zug zum Bahnhof Lübstorf. Von dort führt eine halbstündige Wanderung zum kurz vor 1900 errichteten Anwesen. In der ehemaligen Schlossgärtnerei werden nun Kaffee und Kuchen serviert. Nach einer kleinen Stärkung hast du bestimmt wieder Kraft, um auf Spazierwegen zum See zu gehen.

Jena: Optische Phänomene erleben

Gar nicht viel hin und her musst du in Jena laufen. Sie gilt als Stadt der kurzen Wege, eingebettet in der malerischen Landschaft Thüringens. Natur- und Wanderfreunden werden auf der 91 Kilometer langen Saale-Horizontale großartige Ausblicke auf Jena sowie Schlösser, Parks und Wiesenlandschaften geboten. Regionale Spezialitäten können Reisende in der Wagnergasse, auch Kneipengässchen genannt, genießen.

Wer eher wissenschaftlich unterwegs ist, findet sich im Deutschen Optischen Museum ein. Mit interaktiven Erlebnisse und zahlreichen Mitmach-Experimenten macht es optische Phänomene und Effekte erlebbar. Das Zeiss-Planetarium fasziniert hingegen mit einer digitalen Ganzkuppelprojektion eines detaillierten Sternenhimmels und lockt damit jährlich Tausende Menschen an. Mit Flixtrain erreichst du Jena über die Verbindung Hamburg–München.

Blick auf Jena, Thüringen.

Heidelberg, die Stadt des Weins und der Romantik

Wo gibt es die längste Fußgängerzone Europas? In Heidelberg. In der Altstadt gibt es schmale Gässchen, Restaurants und kleine Läden zu entdecken. Den schönsten Blick auf die Großstadt in  Baden-Württemberg haben Besuchende vom Philosophenweg oder bei einem Picknick auf der Neckarwiese.

Heidelbergs Fußgängerzone gilt als die längste Europas, Baden-Württemberg

Die Krönung einer Reise dorthin ist aber Schloss Heidelberg. Die einstige Residenz der Kurfürsten von der Pfalz zählt als Inbegriff der Sehnsuchtsvorstellungen der deutschen Romantik und zu den bekanntesten Schlossruinen Europas. Weinliebhaber können sich zudem im größten Weinfass der Welt, welches 221.000 Liter Wein fassen könnte, wenn es nur dicht wäre, einen edlen Tropen zum Abschluss der Reise gönnen. Mit Flixtrain ist Heidelberg über die Verbindung zwischen Berlin und Stuttgart erreichbar.