Obwohl die Mammut-Höhle in einem Nationalpark in Kentucky schon vor 200 Jahren entdeckt wurde, verbergen sich immer noch Geheimnisse unter der Erde in den USA. Erst kürzlich fand ein Forscherteam zuvor unbekannte Gänge mit einer Länge von rund zwölf Kilometern.

Die längste Höhle der Welt ist nun also noch länger – zum erforschten Gebiet gehören nicht mehr „nur“ 663 Kilometer, sondern ganze 675 Kilometer. „Wenn es um Entdeckungen in der Mammut-Höhle geht, ist wirklich kein Ende in Sicht!“, twitterte der National Park Service (NPS).

Aktuelle Deals

Mit Kompass, Maßband und Entfernungsmesser macht sich jedes Jahr ein Team von Freiwilligen auf den Weg unter die Erde. Es geht darum, neu entdeckte Passagen zu kartieren, mögliche Forschungsstätten zu finden und beim Parkmanagement zu helfen. Dabei werden ständig neue Höhlen entdeckt.

Unterirdische Landschaft in den USA

Zwar können Besucherinnen und Besucher die neu entdeckten Pfade noch nicht erkunden, doch im fünfstöckigen Höhlensystem gibt es dafür viele andere Routen, die sich anbieten: zum Beispiel die Grand-Avenue-Route, die erst vor Kurzem mit Sitzbänken und Handläufen ausgestattet wurde. Ein Highlight ist außerdem die Felsformation Frozen Niagara – die ihren Namen der Form verdankt, die an einen riesigen, versteinerten Wasserfall erinnert.

Die Mammut-Höhlen wurden im Jahr 1941 zum Nationalpark erklärt, außerdem hat die Unesco sie in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Doch das Höhlenerlebnis ist nichts für schwache Nerven – wer unter Höhenangst oder Klaustrophobie leidet, wird an seine Grenzen stoßen. An einigen Stellen führen nur schmale Stege über tiefe Abgründe.

Das fünfstöckige Höhlensystem in Kentucky verspricht vor allem eines: Abenteuer!

So kommst du zur Mammut-Höhle in Kentucky

Die Mammut-Höhle lässt sich mit dem Auto von Louisville, der größten Stadt in Kentucky, in anderthalb Stunden erreichen. Von Nashville, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Tennessee, dauert die Autofahrt ungefähr zwei Stunden. Die Höhle ist das ganze Jahr über für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Verschiedene Touren führen durch das Unesco-Weltnaturerbe.

Wegen des Coronavirus müssen Besucherinnen und Besucher während ihres Aufenthalts eine medizinische Maske tragen. Weitere Informationen findest du auf der Nationalpark-Website.