Eine malerische Flusslandschaft mit zahlreichen Weinbergen und herrlichen Ausblicken, gepaart mit kleinen Städtchen mit verwinkelten Gassen und urigen Fachwerkhäusern – die Moselregion ist ein echtes Traumziel in Deutschland! Der Fluss ist mit einer Gesamtlänge von mehr als 500 Kilometern der zweitlängste Nebenfluss des Rheins.

Nachdem sie sich rund 278 Kilometer durch Frankreich geschlängelt hat, trifft die Mosel im Dreiländereck auf Luxemburg und Deutschland. Sie ist eine natürliche Grenze zwischen den beiden Ländern. Ihre erste Station in Deutschland ist die älteste Stadt des Landes: Trier. Dort locken zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Aber daneben gibt es noch einige weitere lohnenswerte Tipps für deinen nächsten Urlaub an der Mosel. Wir zeigen sie dir.

Beilstein – das Dornröschen der Mosel

Insgesamt schmiegen sich 104 Städtchen und Weindörfer zwischen Trier und Koblenz an die Uferseiten der Mosel – eines von ihnen ist Beilstein. Der Ort mit nur etwa 140 Einwohnerinnen und Einwohnern ist ein echter Geheimtipp. 

Er trägt den Beinamen „Dornröschen an der Mosel“ – mit seinen blumengeschmückten Fachwerkhäusern, Torbögen und verwinkelten Gassen versprüht es auch heute noch mittelalterliches Flair. Tatsächlich finden Reisende hier sogar einen der am besten erhaltenen historischen Stadtkerne des Moseltals.

Der Zehnthauskeller am Marktplatz in Beilstein in der Abenddämmerung: Der Ort an der Mosel sieht noch heute aus wie ein verwunschenes Dorf aus vergangenen Tagen.

Besonders sehenswert sind der Marktplatz, die Ruinen der Burg Metternich oder die Karmeliterkirche mit der kostbaren Skulptur der Schwarzen Madonna aus dem zwölften Jahrhundert.

Das romantische Örtchen war sogar schon in Spielfilmen zu sehen: An der Klostertreppe stand Heinz Rühmann bereits im Jahr 1936 für den Film „Wenn wir alle Engel wären“ vor der Kamera.

Aktuelle Deals

Das Tal der 13 Mühlen in Kattenes

Das Tal der 13 Mühlen ist nur knappe 250 Meter lang – aber die haben es in sich: Mit 24 Prozent Steigung ist das Mühltal im Ort Kattenes an der Mosel eine der steilsten Straßen in Rheinland-Pfalz.

Trotzdem solltest du den Weg auf dich nehmen, denn entlang des Weges siehst du 13 historische Getreide- und Ölmühlen mitsamt den alten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Die meisten Häuser sind aufwendig renoviert worden und geben dem engen Tal ein romantisches Flair.

Traben-Trarbach – die geheimnisvolle Grevenburg

Direkt an der Mittelmosel befindet sich einer der wohl schönsten Orte am Fluss – die Stadt Traben-Trarbach. Ein Spaziergang lohnt sich hier auf jeden Fall: Unterwegs siehst du urige Fachwerkhäuser, einige Jugendstilbauten und das Brückentor aus dem Jahr 1899.

Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher zur Burgruine Grevenburg. Majestätisch thronen die Überreste der im 14. Jahrhundert errichteten Anlage und des ehemaligen Kommandantenhauses auf einem Hügel über der Stadt.

Schloss Grevenburg mit Blick auf das Moseltal: Von der Ruine in Traben-Trarbach hast du einen atemberaubenden Ausblick.

Die ehemalige Residenz der Grafen von Sponheim bietet einen herrlichen Ausblick auf die Mosel und ganz Traben-Trarbach. Genießen kannst du ihn zum Beispiel bei einem Kalt- oder Heißgetränk in der Burgschänke, die ebenfalls an vergangene Zeiten erinnert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Wandern zum Prinzenkopf

An der Mosel gibt es viele Wanderrouten, die sich lohnen – zum Beispiel die fast 14 Kilometer lange Moselschleife „Zeller Hamm“. Auf ihrem Weg begegnet dir der Aussichtsturm auf dem Prinzenkopf. Hoch oben auf dem Bergrücken auf einer Halbinsel hast du einen fantastischen Ausblick.

Zu sehen gibt es einige der zauberhaften Weinorte wie Alf, Neef, Bullay und Pünderich, die Hunsrückenhöhen jenseits der Mosel und den Kondelwald. Vorher musst du allerdings mehr als 130 Treppenstufen überwinden – aber das Moseltal, das du von oben zu sehen bekommst, belohnt die Anstrengung.

Vom Prinzenkopfturm aus siehst du auch das Pündericher Viadukt der Eisenbahn Koblenz–Trier, die hier den Prinzenkopf in einem Tunnel unterquert, sowie die Marienburg. Die 1957 zum Teil wiederaufgebaute ehemalige Kirche aus dem Mittelalter ist gute fünf Gehminuten entfernt.

Weinberge und die Marienburg – die Sehenswürdigkeit befindet sich nahe dem Prinzenkopf.

Zell – das Geheimnis der „Zeller Schwarze Katz“

Zell gehört mit seinen 400 Hektar großen Rebflächen zu den größten Weinbau treibenden Gemeinden an der schönen Mosel. Bestimmt hast du schon von bekannten Rebsorten wie dem Riesling oder Müller-Thurgau gehört, aber kennst du auch das Geheimnis der „Zeller Schwarze Katz“?

Bekannt für hervorragenden Wein: Die Zeller Schwarze Katz.

Im Jahr 1863 waren Weinhändler in Zell unterwegs, die nach einer ausgiebigen Weinprobe drei Fässer in die engere Auswahl nahmen. Als die Frau des Winzers in den Keller kam, wurde sie von einer schwarzen Katze begleitet, die auf eines der Fässer sprang, fauchte und einen Buckel machte. Genau für dieses mysteriöse Weinfass entschieden sich die Kaufleute. Und der Wein wurde ein Verkaufsschlager. Die Lage, in der dieser Wein gewachsen war, wird bis heute „Zeller Schwarze Katz“ genannt.

Wandern auf der Römischen Weinstraße

Die Römische Weinstraße ist eine der 150 Ferienstraßen in Deutschland – und sie darf in dieser Liste nicht fehlen. Wein und Weinbau bestimmen seit gut 2000 Jahren das Leben der Menschen in dem Gebiet zwischen Trier und Bernkastel. 19 malerische Orten warten entlang der Mittelmosel darauf, entdeckt zu werden: Bekond, Detzem, Ensch, Fell, Föhren, Kenn, Klüsserath, Köwerich, Leiwen, Longen, Longuich, Mehring, Naurath, Pölich, Riol, Schleich, Schweich, Thörnich und Trittenheim.

Du hast die Wahl zwischen 28 Rundwanderwegen mit einer Gesamtlänge von etwa 370 Kilometern, welche die verschiedenen Ortschaften und Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Der Name der Weinstraße kommt nicht von ungefähr, waren es doch die Römer, die mit dem Weinbau an der Mosel begonnen haben. Die Mosel gilt damit als älteste deutsche Weinregion.

Noch heute folgt die Route zum Teil den alten römischen Versorgungsstraßen, die parallel zum Fluss angelegt wurden. Probieren kannst du unter anderem weißen Riesling, Müller-Thurgau sowie die roten Rebsorten Spätburgunder und Dornfelder.

Burg Thurant – eine der ältesten Burgen

Die Burgen, Schlösser und Ruinen in der Moselregion sind echte Hingucker – viele schmiegen sich in die Weinberge oberhalb des Flusses. Die bekanntesten sind wohl Burg Eltz und die Reichsburg Cochem. Sie zählen auch zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Region. Aber warum nicht einmal eine der weniger bekannten, jedoch nicht minder schönen ansehen? 

Die Burg Thurant oberhalb der Mosel ist die einzige Doppelburg der Region.

Die einzige Doppelburg an der Mosel ist die Burg Thurant. Dennoch steht sie ein wenig im Schatten der nahe gelegenen Burg Eltz, wo du unbedingt mal hinfahren solltest! Eine weitere Besonderheit sind nämlich die verwunschenen Höfe, die alle bepflanzt sind. Zudem gehören eine Kapelle, ein Verlies und ein Bergfried zur Anlage. Und die vielen Nischen laden zum Verweilen mit Ausblick ein – vielleicht ja mit einem Glas Wein in der Hand?

Übrigens: Du kannst sogar über Nacht bleiben. Im Ferienhaus „Sporkhorst“ mit Garten wohnen bis zu sechs Personen innerhalb der Burganlage.

Moselschleife bei Bremm und Kröv

Die Mosel macht allerlei Windungen – die bekanntesten sind die Moselschleifen bei Bremm und bei Kröv. Wir verraten dir, von wo du den besten Blick hast:

  • Moselschleife Kröv: Der idyllische Weinort an der Mittelmosel zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trabach bietet einen ikonischen Aussichtspunkt, denn dort macht die Mosel eine 180-Grad-Biegung. Den besten Blick hast du von der Anhöhe gegenüber der Landzunge, oberhalb von Kröv, die umgeben ist von Weinreben.
  • Moselschleife Bremm: Vom Gipfelkreuz auf dem Bremmer Calmont, dem steilsten Weinberg in Europa, hast du einen tollen Blick auf die Moselschleife. Sollte jedoch Gestrüpp die Sicht versperren, dann geh ein wenig hinunter in Richtung Calmont-Klettersteig. Du kannst natürlich auch den gesamten 3,5 Kilometer langen Steig laufen – dann hast du jede Menge tolle Blicke!

Die Moselschleife Bremm ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte in Rheinland-Pfalz.

Cochem – wie im Mittelalter

Cochem ist ein Klassiker an der Mosel – aber die Stadt muss trotzdem auf dieser Liste stehen: Wenn du sie betrittst, hast du das Gefühl, eine Zeitreise angetreten zu haben. Um in die Altstadt zu gelangen, musst du nämlich zunächst durch eines der drei historischen Stadttore laufen, dabei siehst du Reste der einstigen Stadtmauer. 

Die mittelalterliche Atmosphäre zieht sich weiter wie ein roter Faden, wenn du durch verwinkelte Gassen mit jeder Menge Fachwerk und Schieferdächern flanierst. Auf dem Marktplatz mit dem imposanten Brunnen kann es schon mal trubelig werden – sinnvoller ist hier also ein Besuch unter der Woche. Ein Geheimtipp ist ein kleiner Platz ein paar Schritte weiter in Richtung Oberbachstraße – hier ist meistens weniger los und es ist ebenso schön.

Der urige Marktplatz mit Martinsbrunnen in Cochem.

Anziehungspunkte sind außerdem die Burgruine Winneburg und die Reichsburg Cochem. Diese wurde von den Franzosen gesprengt und 1868 wiederaufgebaut – an historische Baupläne hielt sich der Berliner Kaufmann Louis Ravené damals nicht, er wollte eine Märchenburg erschaffen.

Die Gebäude beherbergen heute ein Museum. Wenn du am ersten Augustwochenende vor Ort bist, erlebst du das dreitägige Burgfest mit Ritterspielen. Ideal für einen Familienausflug!

Die Reichsburg Cochem in Rheinland-Pfalz ist einer DER Hingucker an der Mosel.

Trier – das römische Amphitheater

Die älteste Stadt Deutschlands ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn du Urlaub an der Mosel planst. Hier gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten – darunter der Dom, die Kaiserthermen, die Porta Nigra und das römische Amphitheater. Rund 1700 Jahre ist es her, als dort der Geruch von Angstschweiß in der Luft hing, während die Zuschauerinnen und Zuschauer die Tierkämpfe, Theatervorführungen und Gauklerspiele verfolgten. Die Reste des Amphitheaters stehen übrigens auf Platz zehn der größten noch heute erhaltenen weltweit.

Hier wurden einst hitzige Kämpfe ausgetragen – das römische Amphitheater in Trier lockt noch heute viele Besucherinnen und Besucher an.

Die Top-Sehenswürdigkeit in Trier ist aber die Porta Nigra – die 170 nach Christus von den Römern erbaut wurde. Damals war es eines von vier Stadttoren, heute ist es das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Den Namen, der übersetzt „schwarzes Tor“ bedeutet, trägt es seit mindestens 900 Jahren.