Wer nicht gerade für einen Strand- oder Radurlaub in den Niederlanden unterwegs ist, kann eine Menge bezaubernder Städte kennenlernen. Natürlich dürfen Touristenmagnete wie Amsterdam oder Alkmar nicht fehlen. Wenn du es aber etwas beschaulicher magst und eher auf der Suche nach Geheimtipps bist, dann empfehlen wir dir fünf Städte abseits der Touristen-Hotspots der Niederlande.

Deventer

Direkt am Fluss Ijssel befindet sich die ehemalige Hansestadt Deventer. Der besondere Reiz der Stadt liegt in ihrem jahrhundertealten und hanseatischen Stadtbild und der jungen, freundlichen Bevölkerung mit ihrer ausgefallenen Gastronomie und bezaubernden Geschäften.

Deventer: Vorbei an Baudenkmälern und zauberhaften architektonischen Details.


Bummeln lässt es sich wunderbar in Deventer. Vorbei an Baudenkmälern und zauberhaften architektonischen Details geht es über große Plätze, wieder in kleine Gassen, in denen sich Geschäfte, Cafés und Restaurants befinden. Auch Museen bietet die Stadt reichlich. Besonders bekannt ist das Museum De Waag auf dem Brink, dem Marktplatz. Deventer ist also ideal für einen Wochenendausflug.

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Wer sich nach der Ankunft erst einmal einen Überblick über die Stadt verschaffen möchte, muss hoch hinaus: auf den mächtigen, weithin sichtbaren Turm der gotischen Lebuinuskerk. Mit viel Glück kann man dem Carilloneur beim Spielen zusehen und zuhören.

Direkt am Fluss Ijssel befindet sich die ehemalige Hansestadt Deventer.


Deventer punktet mit weiteren Highlights: der Worpplantsoen gilt als ältester Park Hollands und das älteste Steinhaus des Landes soll ebenso hier stehen. Trubelig geht es am ersten Sonntag im August zu, dann findet der größte Büchermarkt Europas statt: Bücher, ausgestellt auf über sechs Kilometern und an über 900 Ständen.

Apeldoorn

Die Niederländerinnen und Niederländer kennen Apeldoorn. Nicht wegen der Papierindustrie, die Apeldoorn zu einer florierenden Stadt hat werden lassen. Auch nicht wegen des Tierparks Apenheul. Er beherbergt mehrere Affenarten, darunter Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans – und mehr als die Hälfte darf sich frei im Park bewegen.

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Bekannt ist Apeldoorn als einstiger Sitz der königlichen Familie. Bis 1975 diente es der niederländischen Königsfamilie als Sommerpalast. Heute ist das Schloss Het Loo Nationalmuseum, zeigt neben königlichen Gemächern den stattlichen Fuhrpark: von Kutschen über Schlitten bis zu Oldtimer gibt es einiges zu bestaunen. Lustwandeln wie einst die gekrönten Häupter kann man im angrenzenden Schlosspark.

Bekannt ist Apeldoorn als einstiger Sitz der königlichen Familie.

Nicht nur um das Schloss herum ist Apeldoorn grün. In der Stadt gibt es zahlreiche Parks und Gärten. Und die Stadt grenzt an das Naturschutzgebiet De Hoge Veluwe, das mit kostenlosen Fahrrädern zur Erkundung einlädt und das zweitgrößte Van-Gogh-Museum der Welt birgt.

Dordrecht

Südöstlich von Rotterdam liegt Dordrecht, eine Stadt in der Provinz Südholland und auf der gleichnamigen Insel gelegen. Bereits im Jahr 1220 hat Dordrecht das Stadtrecht und ist damit die älteste Stadt Hollands. Viele Flüsse umgeben den Ort: Merwede, Noord und Oude Maas. So entwickelte sich Dordrecht zu einer bedeutenden Handelsstadt für Holz, Korn und Wein.

Grachten findest du einige in Dordrecht.

Der Reichtum und die Geschichte der Stadt sind heute nicht zu übersehen. So befinden sich in der historischen Innenstadt etwa 1000 Baudenkmäler, die auch als Restaurant, Museum oder Theater dienen. Auf dem Stadtrundgang „Rondje Dordt“ kann man diese Bauwerke entdecken, aber auch den Innenstadthafen und andere historischen Sehenswürdigkeiten wie die Grote Kerk. Auch Grachten gibt es zu bewundern. Dordrechts wasserreiche Umgebung ist ebenfalls schön: etwa die Windmühlen von Kinderdijk oder der Nationalpark De Biesbosch.

Leeuwarden

Leeuwarden – oder Ljouwert, wie die Friesen die Stadt gern nennen – ist die Hauptstadt der Provinz Friesland. Die Stadt wurde auf drei Hügeln errichtet. Die Altstadt ist von Gassen und Grachten durchzogen – diese lassen sich gut auf einer Bootstour erkunden.

In den kleinen Einkaufsstraßen von Leeuwarden kann man bummeln und essen und viele alte Gebäude sehen. Eines darunter ist sehr markant und verbindet die Stadt mit dem italienischen Pisa: Leeuwarden hat auch einen schiefen Turm, De Oldehove. Er ist sogar krummer als der in Pisa. Ab 1529 erbaut, zeigte sich bereits nach zehn Metern, dass der Turm an einer Seite in den Boden sackte. Korrekturen halfen nichts. Nach 40 Metern Höhe war er nicht nur schief, sondern auch noch krumm. So wurde der Turm nie vollendet. Aber wer 183 Stufen erklimmt, kann einen schönen 360-Grad-Blick genießen. 

Apropos schön: Leeuwarden ist die Geburtsstadt des Grafikkünstlers M. C. Escher und der exotischen Tänzerin und vermeintlichen Spionin Mata Hari. Im Fries Museum kann man sich über ihr Leben informieren.

Urk

Urk – klingt komisch und hört sich tatsächlich auch komisch an, denn einige Bewohner sprechen den Urker Dialekt. Kein Wunder, denn das pittoreske Fischerdorf ist bereits einige Jahrhunderte alt, besitzt daher eine einzigartige Kultur und Geschichte.

Gässchen schlängeln sich durch den Ort, am Hafen gibt es geräucherten Ijsselmeer-Aal oder frisch gebratenen Fisch von den Urker Fischern zu essen und alte Fischerboote, die Botter, zu sehen. Einige Schiffe können sogar besichtigt werden. Bootsfahrt über das Ijsselmeer – die ehemalige Zuiderzee – werden von hier aus angeboten.

Urk – das pittoreske Fischerdorf.

An Land locken zwei kleine Strände zum Sonnenbaden und Schwimmen. Wer lieber durch den Ort schlendert, sollte den Leuchtturm nicht verpassen, wird ein Museum und viele alte Häuser entdecken können.