Er ist der bekannteste Kreidefelsen auf der Insel Rügen: Der Königsstuhl erhält eine neue Plattform – und diese wird schweben! Der „Königsweg“ soll 118 Meter über den Kreidefelsen ragen, gehalten wird er von einem starken Mast.

Er ist als Hängebrücke konzipiert, die in Schleifenform verläuft und mit der Plattform 90 Meter lang und 19 Meter breit werden soll. Der Rundweg wird barrierefrei sowie ohne Gegenverkehr zugänglich sein. Vorn angelangt, haben Besucherinnen und Besucher einen Ausblick über den Königsstuhl und den Victoriafelsen.

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Im Juni 2021 begannen nach zehnjähriger Planungsphase die Bauarbeiten für die Plattform am Königsstuhl.

Mit der Konstruktion soll vor allem die alte Aussichtsplattform direkt auf dem Kreidefelsen ersetzt und dadurch der Felsen von deren Gewicht befreit werden. Der bisherige Übergang vom Plateau nahe dem Besucherzentrum im Nationalpark Jasmund über das Königsgrab auf den Königsstuhl ist den Anforderungen durch die vielen Besucherinnen und Besucher nicht mehr gewachsen. Das hätten etliche Abbrüche am Kreidefelsen verdeutlicht, heißt es vom Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Bauarbeiten für das 7,6 Millionen Euro teure Projekt haben nun nach zehnjähriger Planung begonnen, ab dem Sommer 2022 soll die Schwebe-Plattform dann für Reisende zugänglich sein. Bis dahin müssen sie aber eine Zeit lang auf die berühmte Aussicht an der Ostsee verzichten: Von Ende 2021 bis Mitte 2022 ist der Königsstuhl nicht begehbar. 

So soll die neue schwebende Plattform an den Kreidefelsen aussehen.

Der Buchenwald des rund 500 Hektar großen Nationalparks Jasmund ist seit dem Jahr 2011 auch Unesco-Weltnaturerbe. Das Nationalparkzentrum am Königsstuhl an der bekannten Kreideküste Rügens besuchen pro Jahr rund 300.000 Gäste, den Nationalpark mehr als eine Million Besucher.