Paris, Rom oder London kennst du schon? Wie wäre es mit einer Alternative? Abseits der Tourimassen gibt es Hunderte kleiner, charmanter Städte und Dörfer in ganz Europa, die eine Reise wert sind. Egal, ob ein winziges Städtchen auf Island, das mit atemberaubender Landschaft überzeugt, eine alte Küstensiedlung mit urigen Fischerbooten oder ein belebter Marktplatz mit ausgefallener Architektur im Süden – wir zeigen dir unsere 15 Favoriten für deinen nächsten Kurztrip.

Zell am See, Österreich

Vergiss Wien oder Salzburg – Zell am See in Österreich ist eine der wohl bezauberndsten Kleinstädte Europas! Die kleine Schönheit überzeugt mit dem Zeller See und schmiegt sich an die mächtige Schmittenhöhe. Skifahrerinnen und Skifahrer sowie andere Winter- oder Wandersportbegeisterte haben vielleicht schon einmal von dem Berggiganten mit seiner beeindruckenden Höhe von 1965 Meter am östlichen Rand der Kitzbüheler Alpen gehört.

Zell am See ist wohl ohne Zweifel eine der schönsten Kleinstädte Europas.

Aber auch im Sommer ist Zell eine Reise wert – hier kannst du prima schwimmen, mit dem Rad die Gegend erkunden oder die idyllische Stadt mit ihrer charmanten Architektur besichtigen. Interessant ist auch die Pinzgauer Lokalbahn, mit der du durch die majestätische Alpenlandschaft fahren kannst und sogar bis zu den eindrucksvollen Krimmler Wasserfällen gelangst.

Bled, Slowenien

Die Kleinstadt Bled in Slowenien ist inzwischen ein echter Touri-Magnet. Das liegt vor allem am malerischen Blick auf den See, in dessen Mitte eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert auf einer tränenförmigen Insel steht. Wer sie mit einem Boot besichtigt, taucht gefühlt ab in mystische Vergangenheiten wie aus Grimms Märchen.

Bled in Slowenien verzaubert Besucherinnen und Besucher mit seiner mystischen Schönheit.

Auf dem schönen See kannst du auch rudern oder andere Outdoor-Aktivitäten genießen. Ganz besonders schön ist eine etwa 20 Kilometer lange Hügel-Wanderung rund um den See. Dabei erhältst du an verschiedenen Stellen einen Panoramablick über die Landschaft – und die Kircheninsel. Das Highlight ist die Aussicht vom Velica Osojnica – die unsere reisereporterin Maike schon genossen hat.

Seydisfjördur, Island

Klein, aber oho: Versteckt am Ende eines wilden Fjordes im äußersten Osten Islands befindet sich das kleine Seydisfjördur. Hier kommt jede Woche eine Fähre vorbei, die Island mit Dänemark und den Färöern verbindet.

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Ein echter Hingucker sind der Regenbogenweg und die weiße Kirche in Seydisfjördur.

Die kleine Schönheit hat weniger als 700 Einwohnerinnen und Einwohner, aber dennoch sind einige charmante Gästehäuser sowie Brauereien und Restaurants zu finden. Am Ortsrand, in Tvísöngur, wartet eine beeindruckende Klangskulptur aus Beton auf Besucherinnen und Besucher. Besonders schön ist auch die landschaftliche Kulisse dort. 

Gangi auf Sizilien, Italien

Hier gibt’s Bella Italia mal mit einer Portion Understatement – oder hast du schon mal vom beeindruckenden Stadtpanorama von Gangi auf Sizilien gehört? In der Dämmerung ist das ganz besonders schön. 

Die bezaubernde Kleinstadt überzeugt außerdem mit einer idyllischen Burg, die majestätisch auf einem Hügel thront, barocken und mittelalterlichen Kirchen und nicht zuletzt mit dem massiven Ätna, der hoch über Gangi über alles zu wachen scheint. 

Die wunderschöne italienische Kleinstadt Gangi mit dem imposanten Ätna im Hintergrund.

Wer es geschichtsträchtiger mag, wird im unterirdischen Grab der Chiesa Madre di Gangi fündig, wo mumifizierte Priester die Wände der Krypta säumen.

Zermatt, Schweiz

Winterwonderland pur: Das könnte sich glatt jemand für Zermatt in der Schweiz ausgedacht haben! Die Schönheit des Matterhorns ist beeindruckend, und es ist nicht der einzige mehr als 4000 Meter hohe Gipfel, der Zermatt umgibt.

Eingebettet in die Alpen liegt die Kleinstadt Zermatt, die dank ihrer Skigebiete bei Wintersportfans bekannt ist. Ganze 200 Pistenkilometer gibt es hier zu bewältigen – wenn du denn magst. Ansonsten kannst du entspannt durch das Stadtzentrum bummeln – es ist nämlich autofrei.

Das beeindruckende Matterhorn mit der wunderschönen Kleinstadt Zermatt.

Oder du genießt eines der vielen Gewässer. Zum einen fließt die Mattervispa direkt durch den Ortskern. Zum anderen lockt die Zermatter Bergwelt mit einigen Seen zu einer Wanderung, darunter der Grünsee, der Riffelsee, der Schwarzsee oder der Stellisee. Mit einer Seilbahn gelangst du außerdem auf die Bergstation Trockener Steg – die höchstgelegene Station Europas.

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Cadaqués, Spanien

Weiß getünchte Gebäude treffen auf kleine, charmante Steingassen – herzlich willkommen in Cadaqués an Spaniens Costa Brava! Das ehemalige Fischerdorf nahe der französischen Grenze besticht heute noch mit seinem charmanten Hafen, in dem Hunderte Boote vor sich hin schaukeln.

Alle Gassen führen hier zum Hafen – Cadaqués in Spanien ist einfach wunderschön.

Die kleinen Strände laden zum Baden, Sonnen und Erkunden ein – und mit einer gemieteten Barca bietet sich von hier aus zum Beispiel eine der kobaltblauen Buchten an. In Cadaqués lässt sich der Alltag prima ausschalten, etliche Künstlerinnen und Künstler schätzten bereits in der Vergangenheit die Ruhe und Abgeschiedenheit. Unter ihnen waren Salvador Dalí, André Breton, Max Ernst und Man Ray. 

Im Sommer organisiert der Ort oftmals Freiluftkinos sowie Musikfestivals. Sehenswert ist neben der gotischen Kirche Santa Maria auch der Leuchtturm an der Spitze des Cap de Creus.

Füssen in Bayern, Deutschland

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt? Die Kleinstadt Füssen in Bayern hat laut einem Ranking der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu aus dem Jahr 2020 die Nase in Deutschland ganz weit vorn – diverse Suchanfragen im Internet haben das bestätigt.

Was die allermeisten Menschen sehen wollen? Na klar: das märchenhafte und weltberühmte Schloss Neuschwanstein. Direkt gegenüber steht das ebenfalls bekannte Schloss Hohenschwangau – quasi das Elternhaus von Ludwig II.

Schloss Neuschwanstein ist für viele schon allein eine Reise wert – aber Füssen hat noch weitaus mehr zu bieten.

Aber Füssen hat noch weit mehr zu bieten! Auch das Museum der bayerischen Könige verdient einen Abstecher, danach kannst du direkt nebenan in den Alpsee springen oder am Ufer ein Picknick machen.

In der Altstadt der höchstgelegenen Stadt Bayerns kannst du nicht nur bummeln, sondern in den mittelalterlichen Gassen auch gotische Bürgerhäuser entdecken oder dich in einem der gemütlichen Straßencafés stärken, bevor du beispielsweise das Hohe Schloss und das Benediktinerkloster St. Mang besichtigst.

Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

Der urige Fischerort mit Fachwerkhäusern in einer malerischen Altstadt – das erwartet dich in Saint-Jean-de-Luz in Frankreich. Am Strand des Ortes lässt sich die typische Architektur der baskischen Kultur am besten sehen. 

Die Bucht im Golf von Biskaya ist der einzige geschützte Hafen zwischen Arcachon und der spanischen Grenze. Dämme schützen die Stadt vor den Wellen des Atlantiks, daher hat sich Saint-Jean-de-Luz zu einem beliebten Badeort an der Côte Basque entwickelt. 

Die wunderschöne Promenade Jacques Thibaud in Saint-Jean-de-Luz.

Surferinnen und Surfer kommen das ganze Jahr über nach Saint-Jean-de-Luz – nicht zuletzt, um den klassischen Surfbreak Plage de Lafitenia und den Big-Wave-Surfspot Belharra zu besuchen.

Pyrgi, Griechenland

Einzigartige Architektur mit wunderschönen Gebäuden, Bögen, Balkonen und Glockentürmen – das ist Pyrgi auf der griechischen Insel Chios. 

Ganz besonders sind die Dekorationen an den Wänden der Häuser: Graue und weiße Formen werden bis heute mit einer Gabel in die Wände gekratzt – dieser Stil heißt in Griechenland„Xista“. Die außergewöhnliche Technik soll der Legende nach von den Genuesen bereits im Mittelalter nach Chios gebracht worden sein.

Pyrgi in Griechenland ist bekannt für besonders schöne dekorative Gebäude und Balkone.

Charmant sind auch die engen gepflasterten Gassen, die zum Flanieren einladen. In der Mitte von Pyrgi befindet sich der Dorfplatz mit einigen Geschäften und kleinen Cafés.

Telč, Tschechien

Wie aus einem Volksmärchen entsprungen kommt der malerische Ort Telč in Tschechien daher. Umgeben von Teichen liegt der Ort am Fuß der Böhmisch-Mährischen Höhe am Fluss Telčský potok.

Ein besonderer Hingucker sind die pastellfarbenen Häuser im Renaissance- und Barockstil am Marktplatz, die wie die gesamte Altstadt zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Der Zacharias-von-Neuhaus-Marktplatz zählt zu den größten Plätzen Tschechiens und bildet ein überlanges Dreieck.

Der historische Marktplatz von Telč – hier sind alle der bunten Steinhäuser miteinander verbunden.

Besichtigen können Reisende in der Stadt auch das gleichnamige Schloss Telč, das ein nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik ist. 

Furnas auf São Miguel, Portugal

Tagsüber unter Magnolien und Azaleen wandeln und am Abend im Thermalwasser entspannen? Das kannst du in Furnas auf der Azoreninsel São Miguel. Der Ort hat knapp 1500 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt mitten in einem Tal mit 23 warmen bis heißen Mineralquellen. Ebenfalls sehenswert ist der wunderschöne Botanische Garten Terra Nostra, der im 18. Jahrhundert entstanden ist. Hier gibt es eine der größten Kamelien-Sammlungen der Welt.

In Furnas solltest du unbedingt den Cozido das Furnas probieren, einen Eintopf aus Gemüse, Fleisch, Würstchen und Reis, der in einem Erdloch gegart wird. Das dauert bis zu sieben Stunden, ist die Wartezeit aber allemal wert.

Ausblick von Miradouro Pico do Ferro ins Tal von Furnas.

Tobermory, Schottland

Wie kleine Perlen liegen die farbenfrohen Häuser von Tobermory in der dunkelblauen Bucht. Im Hintergrund ragen dicht bewaldete Berge hoch in den Himmel. Der Ort auf der Insel Mull an Schottlands Westküste wurde 1788 als Fischerhafen gegründet und hat heute 954 Einwohnerinnen und Einwohner.

Und Whiskeyfans aufgepasst: In Tobermory gibt es eine Destillerie, die 1797 von John Sinclair gegründet wurde und heute den Ledaig brennt.

Blick auf die Stadt Tobermory in Großbritannien, Schottland.

Albarracín, Spanien

Ein Besuch im spanischen Albarracín ist wie eine Zeitreise: Eng aneinandergeschmiegt liegen die mittelalterlichen Häuser am Berg, fast so wie im elften Jahrhundert, als die Mauren den Ort anlegten. Auch die alte Stadtmauer mit den Wehrtürmen ist noch erhalten, und unterhalb des Dorfes plätschert der Fluss Guadalaviar gemütlich vor sich hin.

Von ihren Holzbalkonen haben die gut 1000 Bewohnerinnen und Bewohner einen herrlichen Blick. Steile, verwinkelte Gässchen führen zur Plaza Mayor, wo du abends inmitten der wunderschönen Feldsteinhäuser leckere Tapas genießen kannst.

Platz 1: Albarracín in den Bergen im östlichen Zentrum Spaniens. Das Städtchen liegt auf 1.171 Metern und hat eine mittelalterliche Altstadt.

Wengen, Schweiz

Herrlich still ist es hier oben, im Bergdorf Wengen im Berner Oberland. Das Dorf ist nicht ans Straßennetz angebunden, und ist nur von Lauterbrunnen aus mit der Wengenalpbahn zu erreichen. Ein paar hoteleigene E-Mobile gibt es zwar inzwischen im Dorf, aber auch die sind ganz leise.

Erhaben liegt Wengen auf einer Sonnenterrasse in 1274 Metern Höhe, mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei einem Spaziergang durch das Dorf kannst du die wunderschönen Holzchalets und Jugenstilhotels mit ihren bunten Blumenkästen entdecken, für die das Örtchen bekannt ist.

So schön ist der Ausblick auf Wengen in der Schweiz.

Folegandros, Griechenland

Dieser Ort ist wie aus dem Bilderbuch: türkisblaues Meer, weiß getünchte Häuschen, schroffe, rotbraune Felsen und ein spektakulärer Sonnenuntergang. Damit ist das kleine Dorf mit gut 500 Einwohnerinnen und Einwohnern laut den Griechen selbst die schönste Klippenkulisse der Kykladen. Und die beeindruckendste dazu: Schließlich liegt das Dorf auf einem 200 Meter hohen Abgrund über dem Meer.

So schön ist der Ort und die Insel Folegandros in Griechenland.

Aber warum wurde an dieser ungewöhnlichen Stelle überhaupt ein Dorf errichtet? Tatsächlich war der Ort im Mittelalter eine Wehranlage, weshalb die äußeren Häuser aneinandergebaut wurden und keine Fenster zum Meer hin hatten.