Ein eigenes Haus in einer Metropole wie Rom können sich vermutlich nur die wenigsten leisten. Dafür werden etwa 90 Kilometer von der italienischen Hauptstadt entfernt gerade ein paar Häuser angeboten, für die du ganz bestimmt das nötige Kleingeld aufbringen kannst: Maenza sucht derzeit nach Käuferinnen und Käufern für etwa 100 der sogennanten Ein-Euro-Häuser. Die Gemeinde sei die erste in der Region Latium, in der sich auch Rom befindet, die Gebäude zu diesem symbolischen Preis anbietet, berichtet „CNN“.

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So schön ist Maenza in der Nähe von Rom

Neben der Nähe zur Hauptstadt bietet der Ort selbst potenziellen Neubürgerinnen und Neubürgern ein schönes Umfeld: Maenza liegt 360 Meter über dem Meeresspiegel, eingebettet in eine Kulisse von Bergen wie Monte Gemma, Monte Sentinella, Monte Calvello, Monte Mattarese und Monte Ravola Scrima. Bis zum Meer kannst du dort blicken, an klaren Tagen tauchen sogar die Inseln Ponza, Zannone und Palmarola am Horizont auf! 

Rund um Maenza sprießen Oliven- und Kirschbäume. Große Flächen sind mit Kastanien-, Buchen- und Eichenwäldern bedeckt. Bei überwiegend mediterranem Klima fühlen sich in der Gegend nicht nur Wildschweine sauwohl. Leben, wo andere Urlaub machen? Maenza scheint einer dieser Orte zu sein, auf die das zutrifft.

Ein-Euro-Häuser in Maenza: Kauf verpflichtet zur Renovierung

Doch die Ein-Euro-Häuser haben auch einen Haken: Wer sich eines der Schnäppchen-Häuser gesichert hat, muss anschließend doch etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Denn die Gebäude stehen leer und wurden lange Zeit vernachlässigt. Aufgrund ihres baufälligen Zustands seien manche sogar eine potenzielle Gefahr für Passantinnen und Passanten geworden.

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Und so verpflichten sich die neuen Ein-Euro-Haus-Besitzenden, ihre Immobilie binnen drei Jahren zu renovieren. Außerdem müssen sie eine Kaution in Höhe von 5000 Euro hinterlegen, die nach Abschluss der Arbeiten zurückbezalt wird. Aber: Gerade die kleineren, 50 bis 70 Quadratmeter kleinen Wohnungen seien laut dem CNN-Bericht relativ günstig wieder in Schuss zu bringen.

Maenza: Schnäppchenhäuser sind keine Maßnahme gegen Bevölkerungsschwund

Anders als in anderen italienischen Gemeinden, die Häuser für einen Euro anbieten, soll in Maenza mit dieser Maßnahme nicht der Bevölkerungsschwund aufgehalten werden, heißt es dort weiter. „Dies ist keine sterbende Stadt“, wird Bürgermeister Claudio Sperduti zitiert. Und so verpflichteten sich die neuen Hausbesitzerinnen und -besitzer mit dem Kauf nicht dazu, sich auch in dem rund 3000 Einwohner zählenden Ort niederzulassen. Sie können es aber, wenn sie wollen.

Die Bewerbungsfrist für die ersten zum Verkauf stehenden Häuser endet am 28. August. Interessierte sind angehalten, sich an das Rathaus zu wenden. Auch nach Ablauf der Frist könnten weitere Gebäude auf den Markt kommen. Gespräche mit Eigentümerinnen und Eigentümern liefen bereits.