Du suchst ganz besondere Tauch-Spots, die dir mehr bieten als bunte Fische und alte Gummistiefel? Auf der ganzen Welt gibt es außergewöhnliche Museen, die ihre Exponate unter Wasser ausstellen! So begegnet dir Neptun persönlich zum Beispiel beim Tauchen in der Ukraine oder die Gaia beim Schnorcheln vor Korsika.

Die meisten Unterwasserskulpturen bestehen außerdem aus langlebigem, pH-neutralem Zement – so wird unter anderem das Korallenwachstum gefördert und lokale Fischarten finden ein neuen Zuhause. Somit bilden die Kunstwerke die Grundlage für neue Riffe, Biotope und botanische Gärten unter Wasser. Wir zeigen dir acht besonders sehenswerte Unterwassermuseen zum Abtauchen.

1. Museo Subacuático de Arte (M.U.S.A.), Mexiko

In der Nähe der Isla Mujeres und der Küste von Punta Nizuc in Cancún befindet sich eines der größten Unterwassermuseen der Welt: das M.U.S.A. (Museo Subacuático de Arte).

Zu sehen gibt es hier mehr als 500 lebensgroße Skulpturen von Künstler Jason deCaires Taylor. Tauchbegeisterte können in diesem Museum zwischen zwei Galerien wählen – einer acht Meter tiefen, die sowohl für Taucherinnen und Taucher als auch für Schnorchlerinnen und Schnorchler geeignet ist, und eine vier Meter tiefe, die nur für Schorchlerinnen und Schnorchler gedacht ist.

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Das Gewässer, der Cancún Marine Park, gehört zu den meistbesuchten der Welt. 750.000 Menschen kommen jährlich an diesen besonderen Ort. Die Skulpturen sind Fischer und Frauen – für ihre Erstellung gab es ein großes Casting. Mit ihrer Abbildung soll die Verteidigung des Meeres dargestellt werden.

2. Unterwassermuseum Kap Tarkhankut, Ukraine

Das Kap Tarkhankut ist Teil der Halbinsel Krim. Hier findest du im Schwarzen Meer ein außergewöhnliches Unterwassermuseum mit zahlreichen, sehr unterschiedlichen bekannten Exponaten: Zum Beispiel begegnet dir hier an einer Stelle Neptun persönlich – an der nächsten findest du den Kosmonauten Juri Gagarin und kurz darauf die Tower Bridge oder den Eiffelturm!

Die Tower Bridge findet du im Unterwassermuseum Kap Tarhankut auf der Halbinsel Krim.

Im dünn besiedelten Kap Tarkhankut findest du auch beim Auftauchen einige historische Gebäude. Bekannt ist zum Beispiel der weiße Leuchtturm, der direkt am Wasser steht.

3. Museo Atlántico, Lanzarote (Spanien)

Mitten im Unesco-Weltbiosphärenreservat Lanzarote im Atlantik befindet sich ein weiteres spannendes Unterwassermuseum: das Museo Atlántico. Der Präsident der Insel Lanzarote persönlich hat es im Jahr 2017 offiziell eingeweiht.

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Eines der bekanntesten Ausstellungsstücke ist ein Werk namens „El Rubicón“. Zu sehen sind dabei 35 Skulpturen in Menschengestalt, die in Richtung eines Eingangs in einer Mauer zulaufen. Was sich wohl hinter der Mauer befindet? Neben dieser Gruppe gibt es noch insgesamt 300 lebensgroße Abgüsse zu sehen. Schnorchlerinnen, Schnorchler, Taucherinnen und Taucher sind eingeladen, das Museo Atlántico zu erkunden.

4. Unterwassermuseum Side, Türkei

Im Unterwassermuseum vor dem Hafen von Side in der Türkei kannst du bis zu 24 Meter tief abtauchen – ein fachkundiger Guide begleitet dich dabei. Auf dem Grund des Mittelmeeres begegnen dir bei deinem Tauchgang um die 110 Skulpturen der anatolischen Geschichte. 

Im Unterwassermuseum in Side begegnen dir einige Skulpturen der anatolischen Geschichte.

Seit dem Jahr 2015 kommen hier, in der beliebten Stadt zwischen Alanya und Antalya, inmitten der Türkischen Riviera Tausende Wasserratten auf ihre Kosten. Wenn dir 24 Meter zu tief sind, dann findest du auch in 18 oder in elf Metern Tiefe einige spannende Exponate.

5. Unterwassermuseum von Cannes, Frankreich

Direkt vor der Küste von Cannes in Frankreich befindet sich im geheimnisvollen Mittelmeer das Unterwassermuseum von Cannes. Über vier Jahre hat es gedauert, bis es im Jahr 2021 öffnen konnte.

Die Skulpturen von Künstler Jason deCaires Taylor sind insgesamt sechs gigantische, dreidimensionale Porträts. Wem diese über zwei Meter hohen, zehn Tonnen schweren Gesichter unter Wasser begegnen, dem läuft es schon mal eiskalt den Rücken runter. Die Kunstwerke basieren auf Mitgliedern der Gemeinde vor Ort, unter anderem einem 80-jährigen Fischer und einem neunjährigen Jungen. Platziert sind die riesigen Exponate in drei bis vier Metern Tiefe in der Nähe der Insel Sainte-Marguerite – ideal zum Schnorcheln.

6. Museum für Unterwasserskulpturen Ayia Napa, Zypern

Ein Wald unter der Wasseroberfläche? Im Mittelmeer bei Zypern befindet sich der MUSAN – das ist die Abkürzung für Museum of Underwater Sculpture Ayia Napa. Dieser beeindruckende Unterwasserwald besteht aus mehr als 90 Kunstwerken, die aussehen wie gigantische Baumriesen und andere Pflanzen.

Das Museum für Unterwasserskulptur, kurz MUSAN, im Mittelmeer vor der Küste von Ayia Napa – hier kann man sich prima hinter den Baumriesen verstecken.

Zu finden sind sie etwa 200 Meter von der Küste von Aiya Napa entfernt. Taucherinnen, Taucher, Schnorchlerinnen und Schnorchler können sich aufgrund der unterschiedlichen Tiefen der Installationen, die bis zu zehn Meter nach unten reichen, austoben. Nicht erschrecken: Zwischen den Bäumen sind gelegentlich einige Kinder zu sehen, die den Wald erkunden.

7. The Coral Greenhouse, Australien

Das Korallengewächshaus im Pazifischen Ozean bei Australien zeigt beeindruckende Korallengärten in bis zu zwölf Metern Tiefe. Unterwasser- und Umweltkunst wurden dabei mit einzigartiger Architektur kombiniert. Bestimmt wurden die gigantischen Kunstwerke von den Naturgewalten.

Seit dem Jahr 2019 können wagemutige Taucherinnen und Taucher in die poröse Skelettstruktur eintauchen und durch drei zwei Meter lange Einstiegspunkte die außergewöhnlichen Kunstwerke betrachten. Die Innenräume sind von einer Reihe figurativer Skulpturen bevölkert, die von Kindern lokaler und internationaler Schulen gegossen wurden.

8. Baiheliang-Museum in Chongqing, China

Etwa 40 Meter unter der Oberfläche im Oberlauf des Jangtse vor der Küste der Stadt Fuling befindet sich das erste Unterwassermuseum in China: das Baiheliang-Museum. Es ist ein 1600 Meter langer und 25 Meter breiter Tunnel; an den Seiten sind Inschriften der Tang-Dynastie eingraviert, die aus dem 20. Jahrhundert stammen.

Das Baiheliang Museum ist Chinas erstes Unterwassermuseum.

Neben den Inschriften, die in 30.000 beeindruckenden Zeichen teilweise auch Gedichte aus den verschiedenen Dynastien wiedergeben, finden Tauchbegeisterte hier 20 Fischskulpturen, die als Wasserstandsmarkierungen dienen.