Berge und Gletscher, Wälder und Steppen, Wölfe und Pumas, Bären und Elche – schon tagsüber ist der Waterton-Glacier International Peace Park, der teilweise zu Kanada und teilweise zu den USA gehört, ein wahres Paradies für Natur- und Outdoor-Fans. Doch nun hat der Park eine neue Auszeichnung erhalten, die weitere Besucherinnen und Besucher anlocken soll: Der Park wurde als International Dark Sky Park zertifiziert. 

Das heißt, dass sich der Nationalpark, der auch als Unesco-Weltnaturerbe ausgezeichnet wurde, perfekt eignet, um in die Sterne zu gucken, wie die International Dark Sky Association befindet. Außerdem zeichnet die Gebiete aus, dass sie besonders gegen künstliches Licht und Lichtverschmutzung vorgehen, die vor allem nachtaktive Tiere enorm beeinträchtigen.

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Der Waterton-Glacier International Peace Park ist ohnehin schon eine Besonderheit: Es handelt sich um einen Zusammenschluss des Waterton-Lakes-Nationalpark im kanadischen Alberta und des Glacier-Nationalparks im US-amerikanischen Montana. Nun also der nächste Schritt, der besonders Astro-Touristinnen und ‑Touristen erfreuen wird. 

USA und Kanada: Spektakulärer Himmel über Bergen, Gletschern und Seen

„Der dunkle Himmel im Waterton-Glacier International Peace Park ist aber auch wirklich spektakulär“, sagte Ron Hallman, Präsident von Parks Canada. Er freue sich, dass es nun einen ersten grenzüberschreitenden Sternenpark gibt. Die Auszeichnung „zeigt der Welt unser Engagement für den Umweltschutz und bietet den Besuchern die Möglichkeit, die Natur auch nachts zu erleben“.

Idyllische Landschaftsaufnahme am Waterton Lake in Kanada.

Die beiden Parks haben sich dafür aber auch einiges einfallen lassen. So wurde eine Beleuchtung installiert, die die Sicht in den Nachthimmel besonders wenig beeinträchtigt und die schädlichen Auswirkungen auf die Tierwelt durch künstliche Lichtverschmutzung gering hält, heißt es in einer Mitteilung der Parkverwaltung. Hauptsächlich handelt es sich dabei um eine neue LED-Lichttechnik. 

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Der Leiter des Glacier-Nationalparks, Pete Webster, sagte, dass der dunkle Nachthimmel ein besonderes Merkmal der Wildnis in der Region sei. „Die klare Sicht auf die Weite des Universums steigert das Gefühl der Einsamkeit weit über das der irdischen Landschaft hinaus.“ Nun hoffe man, dass vermehrt auch nachts Besucherinnen und Besucher kommen. 

Deutschland hat bisher nur einen Sternenpark

In Kanada gibt es bereits zwölf solcher Sternenparks, die USA führen die weltweite Liste mit bisher 66 Sternenparks an. Auch in Europa gibt es einige wenige Orte, die sich besonders gut für die Beobachtung von Sternen, Sternschnuppen und der Milchstraße anbieten.

In Deutschland ist allerdings nur ein einziger Ort als Dark Sky Park zertifiziert: die private Winklmoosalm in den Chiemgauer Alpen in BayernDie Nordsee-Insel Spiekeroog bemüht sich ebenfalls um eine solche Auszeichnung.