Du machst am liebsten Urlaub mit ganz viel Platz, mitten in der Natur – nur du, die Bäume und wilde Tiere? Dann haben wir hier etwas für dich. Denn abseits von Overtourismus und vollgestopften Städten gibt es noch viele Orte auf der Welt, in denen du ungestört sein kannst.

Beispielsweise in Ländern, die ohnehin nur wenige Einwohnerinnen und Einwohner haben. Der reisereporter stellt dir die nach Auswertung der Weltbank am dünnsten besiedelten Länder der Welt vor und checkt, ob sie sich als Reiseziele eignen.

1. Grönland

Nirgendwo auf der Welt ist die Chance so gering, Hilfe zu finden, wenn du dich verläufst, wie in Grönland. Denn hier leben durchschnittlich nur 0,1 Menschen auf einem Quadratkilometer Landfläche. Anders gesagt: Jeder Einwohner und jede Einwohnerin kann sich theoretisch auf mehr als sieben Quadratkilometern ausbreiten.  

Das Problem dabei: Grönland hat sehr viele unbewohnbare Gebiete, etwa Gletscher. Deshalb sind weite Teile des Landes auch schlicht nicht dafür geeignet, Menschen zu beherbergen. In die ein oder andere Region kannst du aber dafür Tagesausflüge machen. Dort, wo keine Einheimischen und nur wenige andere Touristinnen und Touristen unterwegs sind, hast du das ewige Eis ganz für dich alleine.

Blaue, natürliche Eisskulptur auf Grönland.

2. Mongolei

Im Osten von Asien findest du die Mongolei, die Heimat von Dschingis Khan. Obwohl das Land viermal so groß wie Deutschland ist, leben nur etwas mehr als drei Millionen Menschen dort. Bedenkt man, dass Grönland de facto noch zu Dänemark gehört, ist die Mongolei der am dünnsten besiedelte Staat der Welt. Im Durchschnitt leben zwei Menschen in Chinas Nachbarland auf einem Quadratkilometer. 

Steppen, Berge und die Wüste Gobi prägen das landschaftliche Bild der Mongolei. Traditionell waren die Einheimischen Nomadinnen und Nomaden, zudem spielt der Bergbau eine große Rolle.

Die touristische Infrastruktur ist in der Mongolei noch nicht weit ausgebaut, wenn du also ein möglichst authentisches Reiseziel erleben möchtest, solltest du dich auf den Weg machen (oder vielleicht noch etwas warten, denn aktuell gilt bei Einreise in die Mongolei eine zweiwöchige Quarantänepflicht).

Du kannst dann einen der zahlreichen buddhistischen Tempel, das weltberühmte Gandan-Kloster besuchen oder einen Ausflug in die Natur machen. Hierfür eignet sich vor allem der Gorchi-Tereldsch-Nationalpark, in dem nicht nur Vögel und Bären beheimatet, sondern auch Gletscher und heiße Quellen zu finden sind. Wer es noch ruhiger und abgelegener mag, besucht den Chustai-Nationalpark, in dem Wildpferde leben.

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Flusslandschaft in Hulunbuir Meadow in der Mongolei.

3. Namibia

Namibia– das Land steht für Weite und Natur. Viele Gegenden in Afrika sind zwar nur mäßig besiedelt, in Namibia aber haben die Menschen am meisten Platz. 2,97 Personen teilen sich im Schnitt einen Quadratkilometer. Insgesamt leben deutlich mehr Säugetiere als Menschen in Namibia, die Einwohnerzahl von 2,94 Millionen Menschen wird alleine durch den Bestand an Seebären, Springböcken, Gemsböcken, Kudus und Warzenschweinen ausgeglichen.

Komplett alleine hast du das Land im südlichen Afrika allerdings nicht, denn zumindest vor Corona galt Namibia als eine der beliebtesten Reisedestinationen. Fast 1,7 Millionen Reisende kamen 2019 in die einstige deutsche Kolonie – auch, weil Namibia als einfach und sicher zu bereisen gilt. Es wird gerne als Einsteigerland für Afrika-Reisen bezeichnet.

Namibia besticht dabei nicht nur durch Safari-Angebote und wilde Tiere wie Löwen, Elefanten und Leoparden. Eines der beliebtesten Fotomotive sind die roten Sanddünen des Sossusvlei. Hier kannst du zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang auf die Dünen klettern und die Aussicht über die Wüstenlandschaft genießen.

Köcherbäume in der Landschaft in Keetmanshoop im Morgenlicht.

4. Australien

Der Traum von Australien– viele Reisende haben ihn. Einmal im Outback zelten, sich in Kängurus und Koalas verlieben und die beeindruckende Skyline mit der Oper von Sydney bestaunen. Derzeit muss das alles noch warten, denn Australien lässt nach wie vor keine Touristinnen und Touristen ins Land, möglicherweise müssen Reisende noch mindestens ein Jahr lang warten

Wenn es dann aber wieder möglich ist, erwarten dich in Australien nicht nur jede Menge Outdoor-Abenteuer, sondern auch Abgeschiedenheit, Einsamkeit und Ruhe. Denn Australien zählt zu einem der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. 3,2 Einwohnerinnen und Einwohner leben dort durchschnittlich auf einem Quadratkilometer – zumindest, wenn man die Menschen als Bezugsgröße nimmt. Ganz viele Krabbeltiere kommen noch hinzu. 

Luftaufnahme der Kata-Tjuta-Felsenformationen in Australien.

5. Island

Geysire, Vulkane, Gletscher und unendliche Weiten, das macht Island aus. Kein Wunder also, dass der Inselstaat bei Touristinnen und Touristen aus aller Welt immer beliebter wird. Sowohl für einen zwei- bis vierwöchigen Rundreise-Urlaub als auch für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg von Europa nach Amerika eignet sich Island als Reiseziel.

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Die Bevölkerungsdichte auf Island ist sehr gering: Nur 357.000 Menschen leben dauerhaft auf Island. Das bedeutet, dass im Durchschnitt nur 3,5 Menschen auf einem Quadratkilometer leben. Wenn man nun bedenkt, dass in der Hauptstadt Reykjavík schon 123.000 Menschen leben, ist es im restlichen Land sehr weitläufig.

In der Theorie: Denn Island ist aufgrund seiner Natur und der Einsamkeit zum Massentourismus-Ziel geworden. So ist Island zwar dünn besiedelt, aber dass du an den schönsten und bekanntesten Orten des Landes alleine bist, ist eher unwahrscheinlich. Wer wirkliche Ruhe sucht, sollte sich auf jeden Fall abseits der berühmten Ringstraße aufhalten – denn Urlaubende, die einen Rundtrip machen, fahren immer auf dieser Strecke.

Blick auf den Wasserfall Kirkjufellfoss und den Berg Kirkjufell in Snaefellsnes, Island.

6. Suriname

Vielleicht ist Suriname eines der meistunterschätzten Reiseziele überhaupt. Denn Natur pur wartet auf dich – und dazu noch ganz viel Einsamkeit. Zumindest in ebenjener Natur. Denn in den Städten, vor allem an der Atlantikküste, gilt Suriname als Schmelztiegel der Kulturen. Vor allem in der Hauptstadt Paramaribo sind noch viele koloniale Bauten erhalten, denn erst 1975 ließen die Niederländer zu, dass der Staat unabhängig wurde. Historische Festungen informieren über die Zeit der Fremdherrschaft. 

Geschätzt leben nur 581.000 Menschen in Suriname, was bedeutet, dass im Schnitt 3,7 Personen auf einem Quadratmeter leben. Vor allem im Landesinneren kannst du tagelang umherirren und keine Menschenseele sehen, denn es handelt sich um tropischen Regenwald. 80 Prozent der Landfläche von Suriname bestehen aus Dschungel! Bei einer Dschungeltour hast du die Chance, die zahlreichen Bewohner kennenzulernen: Tapire, Jaguare, Papageien, Kaimane und Faultiere gehören dazu.

Menimi Eco Resort am Suriname River.

7. Libyen

Libyen – damit verbinden viele Menschen in Deutschland vor allem Krieg und denken dabei an das ehemalige Staatsoberhaupt Muammar Al-Gaddafi. Flüchtlinge und Wüste sind weitere Assoziationen. Dabei verfügt Libyen über riesige Kultur- und Geschichtsschätze. So kannst du etwa die historische Stätte Ptolemais oder die antike Ruine von Leptis Magna besichtigen. Allerdings solltest du bedenken, dass aufgrund der instabilen innerpolitischen Lage vor Reisen nach Libyen gewarnt wird, das Auswärtige Amt fordert alle Bundesbürgerinnen und Bundesbürger auf, Libyen zu verlassen. 

Nur rund 6,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner hat Libyen und davon leben alleine 1,8 Millionen in der Hauptstadt Tripolis. Das bedeutet: 3,8 Menschen teilen sich im Schnitt einen Quadratkilometer Land in Libyen. Das heißt aber auch: Außerhalb der Ballungsräume wird es richtig ruhig. So kannst du beispielsweise mit Jeep oder Kamel zu einer Wüstentour aufbrechen. 

Dattelpalmen säumen eine Oase in Um El Ma in Libyen.

8. Guyana

Guyana kannst du aus zwei Gründen für dich alleine erleben, ganz ohne Menschen um dich herum: Zum einen zählt es zu den am geringsten besiedelten Ländern der Welt, 3,96 Menschen leben durchschnittlich in Guyana auf einem Quadratkilometer. Doch auch ein zweiter Faktor spielt eine Rolle: Nur 315.000 Touristinnen und Touristen kommen jährlich nach Guyana, damit wird kein Land in Südamerika weniger oft von Reisenden aufgesucht als das kleine Land an der Karibikküste.

Guyana liegt nördlich von Brasilien, westlich von Suriname und östlich von Venezuela und hat eine Küstenlänge von 459 Kilometern. Das Land ist zwar klein, dennoch verteilen sich die Einwohnerinnen und Einwohner kaum: Sie leben nahezu alle an der Küste. Das liegt auch daran, dass Guyana hauptsächlich aus Regenwald und Dschungel besteht.

Generell ähnelt das Land von Flora und Fauna dem großen Nachbarland Brasilien. Du kannst dort durch den Dschungel wandern, reißende Flüsse und tosende Wasserfälle bestaunen, dich auf Märkten mit Souvenirs und frischen Lebensmitteln eindecken oder dich auf Safari begeben. Vielleicht entdeckst du ja einen Jaguar oder Ameisenbär! 

Die Wasserfälle Kaieteur Falls inmitten einer Natur-Landschaft mit Regenwald.

9. Botswana

Rund 130.000 Elefanten leben in Botswana, damit verfügt das Land im südlichen Afrika über ein Drittel der gesamten Elefanten-Population. Die Tiere haben jedenfalls viel Platz, denn Botswana ist dünn besiedelt: Nur 2,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählt der afrikanische Staat, 3,98 Menschen leben hier im Schnitt auf einem Quadratkilometer. 

Nun sei aber dazu gesagt, dass weite Teile Botswanas auch nicht wirklich dafür geeignet sind, sesshaft zu werden. Da wäre beispielsweise das riesige Kavango-Schutzgebiet im Nordwesten des Landes: Während das Okavangodelta durch das Wasser ohnehin kaum bewohnbar ist, ist der angrenzende Chobe-Nationalpark den Wildtieren vorbehalten. Zudem finden sich in Botswana mit der Kalahar-Wüste und den Makgadikgadi-Salzpfannen große Regionen, in denen Menschen kaum dauerhaft überleben können.

Aber genau jene Gebiete sind es, die Touristinnen und Touristen anziehen: Eine Nacht den natürlichen Laute von Elefanten und Löwen im Chobe-Nationalpark lauschen, vom Okavangodelta aus in den Sternenhimmel schauen oder die salzige Luft rund um die Salzpfannen einatmen – was gibt es Entspannteres?

Das Okavangodelta in Botswana in der Abenddämmerung.

10. Kanada

Spektakuläre Berglandschaften, zahlreiche Nationalparks, beeindruckende Gletscher, grüne Wälder, blaue Seen und wilde Tiere – das ist Kanada. Und Einsamkeit gibt es direkt noch obendrauf, denn auf einem Quadratkilometer leben in Kanada durchschnittlich nur 4,1 Menschen. Da das Land riesig ist, hast du auch bei einer Rundreise eine gute Chance, die Natur ganz für dich alleine zu haben.

Zumindest, wenn du gewisse Hotspots meidest. Am Lake Moraine in Alberta oder an den Niagara Falls treffen sich Weltenbummlerinnen und Weltenbummler von überall her. Wie wäre es stattdessen mit einer Reise in den sehr abgelegenen Wood-Buffalo-Nationalpark? Hier kannst du tagsüber Bisons beobachten und ausgedehnte Wanderungen machen und abends einen fantastischen Sternenhimmel sehen.

Wer derzeit einen Urlaub in Kanada plant, kann jedenfalls hoffen: Nach rund anderthalb Jahren Pandemie hat Kanada angekündigt, am 7. September endlich wieder die Grenzen für internationale Touristinnen und Touristen zu öffnen. Einreisen dürfen allerdings nur Personen mit vollständigem Impfschutz. 

Berge spiegeln sich im See Moraine in Banff in Kanada.

Das Ranking: Die 50 am dünnsten besiedelten Länder

  1. Grönland
  2. Mongolei
  3. Namibia
  4. Australien
  5. Island
  6. Suriname
  7. Libyen
  8. Guyana
  9. Botswana
  10. Kanada

    Ben Amira, der zweitgrößte Monolith der Welt, in Mauretanien.

  11. Mauretanien
  12. Kasachstan
  13. Zentralafrikanische Republik
  14. Gabun
  15. Russland
  16. Bolivien
  17. Tschad
  18. Turkmenistan
  19. Norwegen
  20. Republik Kongo
  21. Oman
  22. Mali
  23. Saudi-Arabien
  24. Argentinien
  25. Belize

    Eine Touristin blickt auf die Maya-Stätte von Xunantunich in Belize.

  26. Südsudan
  27. Paraguay
  28. Niger
  29. Algerien
  30. Finnland
  31. Neuseeland
  32. Papua-Neuguinea
  33. Uruguay
  34. Bhutan
  35. Sudan
  36. Salomonen
  37. Sambia
  38. Somalia
  39. Vanuatu
  40. Angola
  41. Schweden
  42. Peru
  43. Brasilien
  44. Chile
  45. Estland
  46. Laos
  47. Lettland
  48. Venezuela
  49. Kirgistan
  50. Eritrea

Berglandschaft zwischen Massawa und Asmara in Eritrea.

Inseln mit viel Platz und wenig Bewohnerinnen und Bewohnern

Wenige Menschen auf viel Raum – auf Inseln kann die (gewünschte) Einsamkeit da gleich noch steigen. So gibt es einige Inseln und auch Regionen, die zwar keine eigenen Länder, aber weitestgehend autonom sind. Würden sie in die Statistik einfließen, sähe das Bild ganz anders aus, denn die Plätze zwei, drei, vier, fünf und sieben wären dann anderweitig vergeben. Deshalb findest du hier noch einmal eine kleine Liste mit den einsamsten Regionen der Welt: 

1. Spitzbergen: Auf den zu Norwegen gehörenden Inseln Spitzbergen zwischen Nordkap und Nordpol kannst du viele arktische Abenteuer erleben. Im Sommer geht die Sonne nie unter, dafür kannst du im Winter Nordlichter sehen. Zu den Highlights auf Spitzbergen gehört eine Eisbär-Safari, Whale Watching und eine Gletschertour. Auf Spitzbergen leben rund 3500 Menschen – und damit in etwa genauso viele Menschen wie Eisbären.

Eisbär vor einem Gletscher und schneebedeckten Berg auf Spitzbergen.

2. Falklandinseln: Die Falklandinseln liegen vor der Küste von Argentinien im südlichen Atlantik. Dennoch handelt es sich um ein britisches Überseegebiet. Die Inseln mit ihrer schroffen Steilküste sind Heimat zahlreicher Vögel, darunter Pinguine und Albatrosse. Rund 3000 Menschen leben hier auf mehr als 12.000 Quadratkilometern.

3. Pitcairn Islands: Im Deutschen auch Pitcairninseln genannt, handelt es sich hierbei um ein abgelegenes Inselarchipel im Pazifik, das aber nach wie vor Überseegebiet von Großbritannien ist. Auf kleinstem Raum findest du eine vielseitige Natur: Felsen, Vulkane, begrünte Hügel, Regenwald und Traumstrände. Nur 67 Menschen leben auf einer Fläche von 49 Quadratkilometern. 

4. Tristan Da Cunha: Tristan Da Cunha gehört als eine der größeren Inselgruppen zum Inselstaat St. Helena, der wiederum britisches Überseegebiet ist. Auf der abgelegensten bewohnten Insel der Welt, wie Tristan Da Cunha gerne bezeichnet wird, leben nur rund 240 Menschen. Der Teil der Insel, der über dem Wasser liegt, ist die Spitze eines Vulkans, der inzwischen allerdings schon üppig grüne Vegetation vorzuweisen hat. 

5. Westsahara: Möglicherweise wird Westsahara bald der 55. Staat Afrikas, derzeit wird das Gebiet annektiert. Es befindet sich an der Westküste Afrikas gegenüber der Kanaren, aber noch vor Marokko. Westsahara ist eine der Regionen, die touristisch noch am wenigsten erschlossen ist – von Overtourism ist man hier weit weg. Dennoch hat sich in den vergangenen Jahren vor allem Ad-Dakhla als Tourismus-Hotspot etabliert, hier finden sich Hotels am Strand, eine hübsch hergerichtete Fußgängerzone und in den Wintermonaten ist das Gebiet bei Surferinnen und Surfern besonders beliebt. 

6. Französisch-Guayana: Das einzige Land, das auf dem nicht-europäischen Festland liegt, aber noch zu Europa gehört, ist Französisch-Guayana. Das kleine Land zwischen Brasilien und Suriname ist französisches Überseegebiet und ein kleines Paradies: Das Landesinnere besteht hauptsächlich aus Regenwald, auch indigene Kultur kannst du hier noch kennenlernen – und dabei erfahren, was durch den Kolonialismus angerichtet wurde. Zum Entspannen eignen sich die zahlreichen Strände an der Atlantikküste.

7. Niue: Lagunen, Höhlen, spektakuläre Felsformationen, Korallenriffe und Traumstrände zeichnen die Pazifik-Insel Niue aus. Seit 1974 gehört Niue verwaltungstechnisch zu Neuseeland, wodurch viele Einheimische dorthin ausgewandert sind. Somit leben noch 1800 Menschen auf Niue – dafür aber 24.000 Nuieaner in Neuseeland. Wenn du auf der abgelegenen Südpazifik-Insel urlauben möchtest, solltest du zur Zeit der Buckelwale kommen. Niue ist eines der wenigen Länder der Welt, die das Schwimmen mit den Meeresriesen erlauben.

Natürlicher Pool in einer grünen Landschaft in Niue.

8. Ascension: Tristan Da Cunha ist die eine zu St. Helena gehörende größere Inselgruppe, die andere ist Ascension, auch Himmelfahrtsinsel genannt. Auch diese Inselgruppe des britischen Überseegebiets zählt zu den am dünnsten besiedelten Regionen der Welt. Rund 800 Menschen leben auf einer Fläche von 88 Quadratkilometern. Auf deiner Reise kannst du Meeresschildkröten beobachten, an den kilometerlangen Sandstränden chillen oder ein historisches Fort besuchen.

9. Republik Arzach: Die Republik Arzach in Bergkarabach ist ein von den Vereinten Nationen nicht anerkannter Staat, der Teil Aserbaidschans ist, obwohl er weitestgehend von Armeniern bewohnt wird. Seit Beginn der Jahrtausendwende setzt die Republik Arzach verstärkt auf Tourismus. Dafür wurden 2007 sogar auf dem historischen Dschanapar-Wanderweg, der bereits seit Jahrhunderten existiert, ordentliche Wegweiser angebracht. Bei einer Wanderung auf dem 284 Kilometer langen Fernwanderweg erlebst du Natur und Geschichte der Region. 

10. Südossetien: Ähnlich wie der Republik Arzach ergeht es auch Südossetien: Die Region im Kaukasus sieht sich als unabhängig, wird aber nur von fünf Ländern als Staat anerkannt. Stattdessen ist Südossetien offiziell nach wie vor Teil Georgiens. 14 Einwohnerinnen und Einwohner kommen hier im Durchschnitt auf einen Quadratkilometer. Auch wenn sich Südossetien auf den Tourismus fokussieren will und eine eigene Institution zur Förderung touristischer Infrastruktur geschaffen hat, gibt es bisher kaum Tourismus. Das liegt auch daran, dass es keine legale Möglichkeit gibt, nach Südossetien zu reisen – die Einreise ist aus Russland zwar möglich, wird von Georgien aber als illegaler Grenzübertritt gewertet, fünf Jahre Haft drohen.