Mehr als 500 Strände und Buchten hat Portugal zu bieten. Vor allem die Algarve hat sich als Urlaubsziel für Strandliebhaber herauskristallisiert, dennoch gibt es an der gesamten Küste Portugals wunderschöne Strände – zum Chillen, für den Familienausflug, für Einsamkeit, für Beach-Sport, für Party oder zum Surfen und Wellenreiten.

Da die Algarve noch immer Hochrisikogebiet ist und damit Reisende, die weder geimpft noch genesen sind, nach der Rückkehr nach Deutschland für mindestens fünf Tage in Quarantäne müssen, fällt diese Region für viele derzeit noch weg. Deshalb findest du hier die schönsten Strände Portugals außerhalb der Algarve. 

Praia de Tróia Mar: Der Strand mit Delfinen

Die Praia de Tróia Mar auf der Halbinsel Tróia ist einer der beliebtesten Strände rund um die Hauptstadt Lissabon. Das Beste für deutsche Reisende: Die Hauptstadt ist zwar nur wenige Kilometer entfernt, Tróia gehört aber schon zur Region Alentejo und ist damit kein Hochrisikogebiet.

Das Manko hingegen: Leider hat sich längst herumgesprochen, dass auf der Halbinsel Tróia kilometerlange wunderschöne Strände warten. Inzwischen ist die Küste mit Bungalows, Hotels und Wohnkomplexen zugebaut und am neuen Hafen stehen die Jachten. Zahlreiche Promis haben hier mittlerweile Ferienhäuser, auch aus Deutschland. Da Tróia allerdings so viel Strand hat, kannst du einfach die Hotspots meiden und dich in geschütztere Gebiete zwischen Dünen und Büschen zurückziehen. 

Tipp: Ab dem Hafen von Tróia starten Bootstouren zum Flussdelta des Sado – und die solltest du aus einem ganz bestimmten Grund mitmachen: Im Flussdelta, wo sich Sado und Atlantik treffen, leben die Sado-Delfine. 27 Große Tümmler gehören zur Gruppe, die sich hier angesiedelt haben, weil sie hier keine Konkurrenz um die Fische haben. Es handelt sich um die einzig bekannten Delfine Europas mit Revierverhalten. Wenn du von Tróia aus Richtung Sado-Delta gehst, hast du auch vom Strand aus gute Chancen, den Delfinen beim Planschen zuzusehen. 

Blick auf die Halbinsel Tróia in Portugal.

Praia da Ursa: Der Strand mit den spitzen Felsen

Felsformationen findet man in Portugal vor allem an der Algarve, aber nicht nur dort, wie die Praia da Ursa etwas nördlich von Lissabon beweist. Hier ragen spitze Felsen direkt aus dem Meer heraus und lassen dich am Strand winzig klein fühlen. 

Die Praia da Ursa ist allerdings nicht für Gemütliche geeignet, auch wenn du selbst in der Hochsaison hier ruhige Zeiten erwischen kannst: Das liegt vor allem daran, dass der Strand nicht einfach zugänglich ist. Rund 20 Minuten Fußmarsch solltest du einplanen, um den Traumstrand zu erreichen.

Unten am Strand angekommen musst du dich dann trotz der hohen Felsen drum herum auf Wind einstellen. Außerdem gibt es keinerlei Infrastruktur, du musst dich also selbst versorgen und mit Salzwasser am Körper wieder den Rückweg antreten. 

Sonnenuntergang an der Praia da Ursa mit dem spitzen Felsen.

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Praia do Baleal: Der Strand für Dünenfans

Unweit der Halbinsel Peniche gelegen, wartet ein Paradies für Strandliebhaber. An der Praia do Baleal in Ferrell gibt es nämlich Dünen und Atlantik-Wasser von mehreren Seiten. Der Strand Praia do Baleal teilt nämlich das Festland von der kleinen Halbinsel Baleal – von hier kannst du in beide Richtungen ewig lang am weißen Sandstrand spazieren.

Da die Praia do Baleal riesig ist, sind einzelne Abschnitte auch anders benannt. So kannst du an der Praia da Baía auf einem Holzsteg hinunter zum Meer wandern. Es ist der Strand, der am nächsten zur Stadt Peniche gelegen ist. Über die Praia de Dunas kommst du schließlich zur Praia do Baleal, die im Norden in die Praia das Pedras Muitas übergeht. 

Ganz speziell für die Region sind übrigens die kleinen Felszungen direkt am Strand, die viele kleine gleichmäßige Buchten haben entstehen lassen und somit einen maximalen Schutz vor Sonne und anderen Touristinnen und Touristen bieten.

Blick auf die Praia do Baleal, im Hintergrund Häuser.

Praia da Amália: Der Strand für Abenteurer

Benannt nach der portugiesischen Fado-Sängerin Amália Rodrigues, die hier ein Ferienhaus hatte, findet sich die Praia da Amália, ursprünglich Praia do Brejão genannt, am Übergang von Alentejo zur Algarve. Wer hier die Ruhe genießen will, muss sich das aber erst erarbeiten: Rund 15 Minuten Fußmarsch durch die wilde Natur bringen dich zum Strand. Der Weg ist zwar abenteuerlich, aber auch mit kleinen Kindern machbar.

Auf dem Weg hast du wundervolle Ausblicke über die Küste und kannst sogar an einem kleinen Wasserfall einen Stopp einlegen. Und das Beste: Weil drum herum bekanntere Strände liegen, bist du an der Praia da Amália zwar nicht ganz alleine, hast aber mehr als genug Platz. 

Praia de Galapinhos: Der schönste Strand Europas 2017

2017 wurde die Praia de Galapinhos im Naturpark Arrábida, ganz in der Nähe von Setúbal und der Hauptstadt Lissabon, zum schönsten Strand in ganz Europa gewählt. Es handelt sich um einen eher kleinen Strand, mehr Bucht, die zwischen dem Atlantik und den grünen Bergen der Serra de Arrábida liegt.

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Leider hatte die Auszeichnung auch negative Folgen: An den ansonsten eher ruhigen Buchten rund um Setúbal kam es plötzlich zu einem Besucheransturm. Wem es an der Praia de Galapinhos zu voll wird, der kann allerdings einfach auf die Nachbarbuchten ausweichen, denn drum herum befinden sich die Praia de Galápos, Praia da Galapa, Praia dos Coelhos und Praia da Anixa.

Ebenfalls in Nähe sind die weitläufigeren Strände Praia do Creiro / Praia do Portinho da Arrábida und der schneeweiße Sandstrand der Praia da Figueriniha. 

Praia do Malhão: Der Strand mit vielen kleinen Buchten

Der Strand Praia do Malhão ist ein ausgedehnter Sandstrand, der aus durch Felsen getrennte verschiedenen kleinen Buchten besteht. Als Teil eines Naturparks wird hier Naturschutz großgeschrieben – auch wenn die Badestrände bei Einheimischen wie Reisenden gleichsam beliebt sind. Was auch daran liegt, dass es sowohl Parkplätze als auch zahlreiche einfache Zugänge zu den Stränden gibt.

Dennoch: Durch die vielen kleinen Buchten und lang gezogenen Strände, die gemeinhin allesamt als Praia do Malhão bezeichnet werden, gibt es genug Platz für alle, auch in der Hochsaison. Ob zum Sonnenbaden, Schwimmen oder Wellenreiten, hier kommen alle Urlaubenden auf ihre Kosten. Obacht aber: Die Brandung ist an einigen Stellen besonders stark.

Blick aus der Luft auf die Praia do Malhão in Portugal.

Praia da Légua: Der Strand mit den „Big Waves“

Wer zwischen den beiden Großstädten Lissabon und Porto pendelt, sollte unbedingt einen Stopp einlegen, und zwar an der Praia da Légua in Pataitas. Hier findet sich nämlich ein wunderhübscher kilometerlanger Sandstrand. Ob du tagsüber chillst und dich von der Sonne brutzeln lässt oder abends die romantische Stimmung beim Sonnenuntergang genießt, ist dir überlassen. 

Allerdings hat der Strandurlaub im Norden Portugals traditionell einen Nachteil gegenüber der Algarve: Die Wassertemperatur ist hier noch niedriger. Der Höchstwert liegt Ende August bei lediglich 19 Grad. Zum Baden ist die Praia da Légua aber ohnehin suboptimal: Die Wellen hier sind sehr stark und nicht alle Strandabschnitte sind überwacht.

Sind Wellen und Strömung zu stark, gibt es in Pataias aber allerlei andere Strand-Aktivitäten. Du kannst in der Beachbar einen Cocktail trinken oder Beach Soccer spielen. Der Strand ist auch perfekt, um Drachen steigen zu lassen.

Surferinnen und Surfer finden hier oft perfekte Bedingungen vor. Vor allem im Winter ist die Gegend rund um Nazaré, nur wenige Kilometer südlicher gelegen, ein Eldorado für Wellenreiterinnen und Wellenreiter. Die Wellen werden hier bis zu 30 Meter hoch, damit wurde Nazaré schon zum europäischen Ort der „Big Waves“ gekürt. 

Praia da Foz do Arelho: Der Strand für Familien

An der Lagune von Óbidos gibt es gleich zwei Strände, die du für deinen Urlaub auswählen kannst. Am südlichen Übergang der Lagune in den Atlantik findet sich die Praia da Bom Sucesso, am nördlichen Übergang die Praia da Foz do Arelho. Die Kulisse ist traumhaft – du solltest also auf jeden Fall deinen Fotoapparat einpacken.

Wer den Wellen am Atlantik ausweichen will, nutzt einfach die Lagune, in der es etwas ruhiger zugeht. Vor allem für Familien mit kleineren Kindern oder für Menschen, die keine geübten Schwimmer sind, eignen sich die beiden Strände, denn in der Lagune können auch sie schwimmen – inmitten von Flamingos.

Rund um die Lagune Óbidos treffen sich Badeurlaubende und Wassersportlerinnen und -sportler. Doch nicht nur Surfen ist hier angesagt, auch mit dem Kajak oder Ruderboot kannst du die Gegend erkunden. Wer mehr auf Natur steht, sollte sein Fernglas mitbringen, rund um die Lagune kannst du nämlich wunderbar Vögel beobachten. 

Strand an der Lagune Óbidos in Portugal.

Praia do Canto Marinho: Der Strand für Wassersportfans

Ganz im Norden von Portugal, keine 20 Kilometer von der Grenze zu Spanien entfernt, findet sich die Praia do Canto Marinho. Leider auch hier ein Nachteil: Es gibt fast immer Wind und damit auch Wellen, die vor allem für Kinder ungeeignet sind. 

Der Strand eignet sich also mehr für Aktivitäten außerhalb des Wassers, wie Drachensteigen oder ausgedehnte Strandspaziergänge. Auch bei Wassersportfans ist der Strandabschnitt sehr beliebt. Auch als Fotomotiv dient der Strand Praia do Canto Marinho, denn die Kulisse mit Dünen und Felsen ist einzigartig.

Sonnenuntergang an den Dünen der Praia do Canto Marinha.

Praia da Apúlia: Der Strand für Coole

An der Mündung des Flusses Cávado in den Atlantik finden sich mehrere Badestrände, die bei den Einheimischen im Norden beliebt sind: Praia da Bonança, Praia da Apúlia, Praia de Ofir und Praia de Fão.

Der Nachteil: Die Strände sind so weit im Norden, dass die Wassertemperatur selbst in der wärmsten Zeit des Jahres nur auf 17 Grad steigt. Wer länger im Wasser bleiben will, sollte also einen Neoprenanzug einpacken. Ein weiterer Nachteil: Auch hier geht es eher windig zu, was zu hohen Wellen führen kann.

Wer es aber gerne ruhig mag und sich auch an einem wunderschönen Sandstrand erfreuen kann, der ist in dieser Ecke genau richtig.

Praia do Almograve: Der Strand für kleine Kinder

Rote Steilküsten und Dünen prägen das Bild an der Praia do Almograve südlich von Lissabon. Zum Naturpark Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vincentina gehörend, ist die Praia do Almograve, zum Küstenort Almograve gehörend, besonders geeignet für Familien mit Kindern. Das Wasser ist hier flach, Strömung und Wellen sind weniger ausgeprägt als andernorts in Portugal. Ein Parkplatz am Strand sowie eine Rampe, die hinunter zum Sand führt, sorgen für einen barrierefreien Zugang. 

Wer etwas aufregendere Natur sucht, wandert zum Cabo Sardão, einer zerklüfteten Felsenküste, an der es wilder zugeht. Auch hier finden sich allerdings zahlreiche kleine Buchten, einige davon versteckt. 

Blick von den Klippen auf den Strand von Almograve hinunter.

Praia do Carvalhal: Der Strand mit den schönen Wellen

Mehr als 3300 Bewertungen hat die Praia do Carvalhal auf Google – so viel wie kaum ein anderer Strand in Portugal abseits der Algarve. Das verrät auch schon, dass der Strand besonders beliebt ist. Das hat seinen Grund: Die Praia do Carvalhal ist ein weitläufiger feiner Sandstrand mit schönen Wellen.

Der Strand ist bei Flut perfekt für Surferinnen und Surfer oder Menschen, die gerne den Wellen zuschauen und lauschen. Bei Ebbe können hier auch Familien mit Kindern glücklich werden, denn dann ist Baden und Planschen im Meer möglich. 

Dass der Strand so beliebt ist, hat allerdings bereits negative Folgen: Denn schon im Frühjahr kommen hier die ersten Touristinnen und Touristen an. Für das Parken wird Geld verlangt (in Portugal eher unüblich) und die Getränke und Speisen in den Beachbars sind teurer als im Schnitt.   

Praia da Ilha do Pessegueiro: Der Strand mit Insel-Blick

Einen einzigartigen Ausblick hast du vom Strand Praia da Ilha do Pessegueiro, denn der Strand liegt direkt gegenüber einer Insel. Die Insel soll vor ewigen Zeiten bewohnt worden sein und ist für den Namen des Strandes verantwortlich, sie heißt nämlich Pessegueiro. Im Sommer kannst du einen Bootsausflug zu der Insel unternehmen. 

Rund um die Praia da Ilha do Pessegueiro steht ganz viel Spaß und Action auf dem Programm. Hier bieten Einheimische und Auswandererinnen und Auswanderer beispielsweise Tauchgänge oder Kanufahrten an. Im Restaurant kannst du dich verhältnismäßig günstig stärken.

Blick von den Felsen hinunter auf die Praia da Ilha do Pessegueiro.

Da der Strand geschützt durch Dünen ist, ist das Wasser hier eher ruhig. An der Praia da Ilha do Pessegueiro können also auch Menschen, die nicht so gut schwimmen können, ins Wasser gehen. Der Strand ist bewacht. Wer etwas mehr Abwechslung braucht, besucht die Festung auf den Klippen. 

Praia de Zambujeira do Mar: Der Strand für Familien

Der wohl bekannteste Strand von Odemira ist die Praia de Zambujeira do Mar. Der Strand liegt zu Füßen des Ortes und ist daher einfach zu erreichen. Da er umgeben von hohen Klippen und Felsen ist, ist der Strand eher windgeschützt und eignet sich daher auch für Familien mit kleinen Kindern. Der Parkplatz am Strand ist kostenfrei.

Blick auf die Praia de Zambujeira do Mar im Sonnenuntergang.

Eine Treppe führt von den Klippen hinunter zum feinen Sand, der schließlich leicht in Richtung Atlantik abfällt. Planschen ist hier also problemlos möglich. Auch Infrastruktur ist vorhanden: Es gibt in der Umgebung Cafés, Restaurants und Shops. Ganz in der Nähe wartet auch ein Wasserfall darauf, entdeckt zu werden.