Der sogenannte Rheinland-Turm K1 soll direkt am Autobahnkreuz Kerpen, wo A 4 und A 61 aufeinandertreffen, in Nordrhein-Westfalen gebaut werden. Die geplante Höhe: 170 Meter!

Damit wird der Turm den Kölner Dom um etwa 13 Meter übertreffen. Viel wichtiger als die Rekordhöhe ist dem Investor, Unternehmer Bernd Pieroth aus Kerpen, aber eine hohe Besucherzahl. Deshalb will er die gigantische Konstruktion mit einem schwindelerregenden Skywalk – ohne Geländer! – und drei begehbaren Aussichtsplattformen ausstatten.

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Weltweit höchster Holz-Aussichtsturm bekommt eine Tunnelrutsche

Außerdem geplant sind mehrere Veranstaltungsräume und eine „Erlebnisgastronomie“ sowie die „weltweit höchste Tunnelrutsche“, heißt es. Wem das noch nicht Adrenalinkick genug ist: Erfahrene Kletterer sollen die Möglichkeit haben, die Turmspitze erklimmen zu können. Auch eine Treppenlauf-WM und einen Kinderkletterpark kann sich der Investor vorstellen.

Interesse an der Umsetzung hat auch der Kerpener Stadtrat, der dem Bauvorhaben zustimmte. Die Politikerinnen und Poliitker hoffen, mit dem Turm mehr Touristinnen und Touristen in die Kolpingstadt zu locken. Mit dem Rheinland-Turm solle „eine weit sichtbare Landmarke mit einer innovativen Architektur und damit ein überregionales Alleinstellungsmerkmal für die Kolpingstadt Kerpen geschaffen werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Bereits ab 2024 soll der Rheinland-Turm eröffnet werden

Das Fundament und der Eingang des Rheinland-Turms soll im Gewerbegebiet Kerpen-Sindorf gebaut werden, nicht weit entfernt von Michael Schumachers Kartbahn. Der Eintritt soll in etwa so viel wie eine Kinokarte kosten, heißt es. Eine genaue Summe ist noch nicht bekannt.

Rheinlandturm

Mit der konkreten Planung will Unternehmer Pieroth im Frühjahr 2022 beginnen, Baustart könnte dann 2023 sein. Ob das klappt, ist aber noch unklar. Denn: Sollten die hohen Holzpreise nicht bald sinken, könnte die Finanzierung des Turms ins Wanken geraten. „Wir hoffen, dass bis zum Jahresende ein Stand erreicht ist, der eine verlässliche Kalkulation ermöglicht“, so der Bauherr. Sollte es mit dem Baustart 2023 klappen, könnte der Turm 2024 eröffnet werden.

Mit den Plänen geht der Turmbau-Wettbewerb in Deutschland in eine neue Runde. In Torfhaus im Harz hat gerade der Bau des 65 Meter hohen Harzturmes begonnen. Zur Fertigstellung im Frühjahr 2022 soll dieser den Himmelsglück-Turm, der 50 Meter hoch ist, bei Schömberg im Nordschwarzwald in Baden-Württemberg als höchsten Aussichtsturm Deutschlands ablösen – zumindest, bis der Rheinland-Turm fertig ist.