Camping mit Bling-Bling-Faktor – so lässt sich Glamping zusammenfassen. Was dahintersteckt, wo es die luxuriösen Unterkünfte gibt, was die Vor- und Nachteile gegenüber Camping sind und wie teuer so ein Urlaub wird, haben wir hier im Überblick für dich zusammengefasst:

Definition: Was ist Glamping?

Glamping ist ein englisches Kofferwort und die Kurzform für „glamourous camping“, also luxuriöses Camping. Diesen Trend in der Reisebranche gibt es seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Dabei können Menschen in der Natur Urlaub machen, ohne auf Komfort zu verzichten. Glamping verbindet also die Annehmlichkeiten eines Hotels oder einer Ferienwohnung mit der Romantik des Naturtourismus. 

In dieser Finca an der Costa Blanca in Spanien kannst du deinen Glamping-Urlaub genießen.

Es gibt jede Menge Glamping-Unterkünfte, die sich teils auf Campingplätzen und teils in der freien Natur finden. Sogar eigene Glamping-Hotels existieren inzwischen, dazu zählen beispielsweise Bubble-Tent-Camps. Die Angebote außerhalb von Campingplätzen richten sich auch an Pauschaltouristen. Solche Unterkünfte findest du beispielsweise auf Safaris in afrikanischen Ländern wie Namibia, Kenia, Südafrika und Botswana.

In den Glamping-Zelten (oder anderen Unterkünften) finden sich meist bequeme Betten, ein eigenes Badezimmer und hochwertige Möbel. Sie zeichnen sich außerdem durch einen Blick auf eine schöne Landschaft aus.

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Alternative Bezeichnungen für Glamping sind: Luxus-Camping, Boutique-Camping, Nobel-Camping oder Komfort-Camping.

Welche Glamping-Unterkünfte gibt es?

Erinnerst du dich noch an ein Zeltlager aus deiner Kindheit oder Jugend? Mit einer Luftmatratze und einem Schlafsack auf dem Boden und einem Gaskocher vor dem Zelt?

Daran erinnert Glamping oftmals nur noch sehr entfernt. Es gibt zum einen großzügige Zelte oder Reisemobile, die mit Betten und anderen Standards ausgestattet sind. Inzwischen beanspruchen aber auch besondere Unterkünfte wie Baumhäuser, Tipis, Luxus-Mobilheime, Weinfässer, Tiny Houses, Pods, Lodgezelt, Luxus-Mobilheim, Pods oder Bubble-Tents diese Bezeichnung für sich. Auch auf Festivals nutzen immer mehr Gästinnen und Gäste eine Unterkunft auf dem Glamping- statt auf dem normalen Campingplatz.

In dem Resort Lago Idro Glamping Boutique am Seeufer des Idrosee sowie im Orlando in Chianti können Reisende in einem echten amerikanischen Schulbus schlafen.

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Wo ist Glamping möglich?

Glamping ist inzwischen so ziemlich überall auf der Welt möglich – ob mitten in der Natur oder in der Nähe großer Städte, in der Wüste oder in den Bergen, am Meer oder im Wald.

Glamping ist außerdem nicht nur im Frühling, Sommer oder Herbst möglich – sondern auch im Winter. So locken beispielsweise die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden oder Finnland mit tollen Unterkünften. Dabei liegen die Urlauberinnen und Urlauber oftmals in einer geheizten Bubble oder im Zelt unter dicken Decken und schauen in den Nachthimmel. Nicht selten erhaschen sie dann auch Blicke auf die Polarlichter.

Dieses Familien-Baumhaus findest du in Epiniac.

Die schönsten Glamping-Unterkünfte Europas

Ob eine durchsichtige Bubble mitten im Pinienwald, ein Baumhaus mit Fußbodenheizung, eine Kuppel mit Blick in den Sternenhimmel oder ein Luxus-Zelt zwischen Obstbäumen: In Europa gibt es Glamping-Resorts für jeden Reisetyp, und eines ist ausgefallener als das andere. In unserem Überblick listen wir dir die coolsten Unterkünfte auf: 

Was muss ich in den Glamping-Urlaub mitnehmen?

Die meisten Glamping-Unterkünfte sind mit einem vollständigen Kücheninventar ausgestattet. Gaskocher, Töpfe, Becher, Teller und Besteck brauchen Reisende also meist nicht einpacken. Aber: Frag am besten vor der Abreise beim Anbieter nach. Vielleicht gibt es auch eine Inventarliste der Unterkunft. Es lohnt sich aber immer, ein kleines „Not-Paket“ zu schnüren. Einpacken könntest du folgende Dinge:

  • eine Rolle Klopapier als Reserve
  • Spülmittel und Schwamm
  • Küchenhandtuch
  • Müllbeutel
  • scharfes Schälmesser
  • Taschenlampe

Glamping versus Camping – die Vorteile und Nachteile

Echte Camping-Fans schätzen die Einfachheit des Zeltens – für sie ist Glamping vermutlich eher nichts. Doch Camping bedeutet auch einiges mehr an Aufwand, und der fällt beim Glamping weg. Urlauberinnen und Urlauber müssen sich hierbei nicht mit dem Zeltaufbau und -abbau herumschlagen, keine Heringe in den Boden hämmern. Stattdessen können sie direkt die Umgebung erkunden.

Außerdem müssen sie kein Equipment transportieren – Luftmatratzen, Zelte, Schlafsäcke und Kochausrüstung müssen beispielsweise nicht ins Gepäck und geschleppt werden.

Außerdem ist der Schlafkomfort in einer Glamping-Unterkunft deutlich höher: Hier schlafen die Reisenden in einem Bett mit Decke statt auf einer Isomatte im Schlafsack.

Einmal in einer Bubble mitten in der Natur schlafen – das ist im Glamping-Resort Attrap'Rêves möglich.

Glamping lässt sich außerdem deutlich individueller gestalten, was die Art der Unterkunft angeht. Während beim Camping die Wahl zwischen Zelt, Wohnwagen oder Camper fällt, ist die Auswahl beim Glamping deutlich größer: So kann auch einmal eine Nacht in einer durchsichtigen Bubble, im Baumhaus oder in einem Iglu verbracht werden. Das sorgt im Familienurlaub für Abwechslung und im Pärchenurlaub für Romantik. 

Durch den Komfort und die vorbereitete Unterkunft könnte es aber auch sein, dass ein Stück weit das Back-to-the-roots-Gefühl wegfällt. Vieles dauert beim Camping etwas länger – zum Beispiel das Kaffeemachen auf dem Gaskocher oder der Aufbau der eigenen Unterkunft. Dabei können die Gedanken kreisen und der Geist entspannen.

Die meisten Glamping-Unterkünfte haben WLAN. Dadurch können Reisende zwar schnell im Internet die E-Mails checken, Freunden und Verwandten Fotos schicken oder Ausflüge in der Umgebung recherchieren. Darunter kann jedoch die Erholung leiden. Denn beim Camping (zumindest in der Natur) nicht erreichbar zu sein, zu entschleunigen, sich ohne Ablenkungen auf seine unmittelbare Umgebung zu konzentrieren – das ist in unserer heutigen Zeit der wahre Luxus.

Außerdem kann die Ökobilanz beim Glamping schlechter ausfallen, vor allem in Verknüpfung mit einer Fernreise. Wer mit dem eigenen Zelt und weiterer Ausrüstung unterwegs ist, wird wohl kaum damit nach Thailand oder Afrika fliegen. Beim Glamping erfolgt die Anreise häufiger mal mit dem Flugzeug.

Frisches, regionales Essen lässt sich auf dieser lauschigen Terrasse genießen.

Bei einer Safarireise erfolgt dann der Transport zur Location mit SUVs. Bei oftmals extremen Temperaturen vor Ort muss außerdem die Unterkunft gekühlt oder geheizt werden. Zudem ist der Personalbedarf hoch – schließlich sollen die Gäste ja Luxus erleben. Nahrungsmittel müssen ebenfalls eingeflogen oder hingefahren werden. Die Aufenthaltsdauer in einer Glamping-Unterkunft ist außerdem meist kurz, sie wird schnell an neue Gäste vermietet. Heißt: Bettzeug und Handtücher müssen gewaschen werden.

Verglichen mit klassischen Hotels verbrauchen Glamping-Resorts jedoch weniger Energie. Zudem setzen viele Anbieter nicht nur auf Luxus, sondern auch auf Umweltschutz, Energieeffizienz und Vermeidung von Müll. Es gibt auch einige Ecolodges. Du suchst eine nachhaltige Unterkunft? In Deutschland haben sich darauf mehrere Anbieter spezialisiert – wir stellen sie dir vor.

Wie teuer ist Glamping?

Beim Glamping ist vieles möglich – auch in Sachen Preis. Die Angebote beginnen bei etwas größeren Zelten, die fertig aufgebaut sind und ein (Feld-)Bett als Schlafplatz haben, oder bei minimalistisch eingerichteten Fässern. Hier ist der Preis moderat und vergleichbar mit einer günstigen Ferienwohnung.

In Sachen Luxus sind beim Glamping aber nach oben quasi keine Grenzen gesetzt: Es gibt Unterkünfte mit Jacuzzi, Wasserbetten oder eigenem Butler. Und je mehr Glamour, desto teurer – manchmal stehen Glamping-Unterkünfte in nichts dem Luxus wie dem Preis einer Suite im Fünf-Sterne-Hotel nach.