Lange sah es gut aus in Europa: Die Impfquoten stiegen, während die Infektionszahlen sanken. Immer mehr Länder fielen von der Risikogebiete-Liste des Robert Koch-Institutes – bei vielen Menschen machte sich Urlaubslust breit. Doch das Blatt hat sich gewendet: Die Infektionszahlen an den beliebtesten Reisezielen steigen durch die Delta-Variante schneller als erwartet, während die Impfquoten vielerorts stagnieren.

Stand zwischenzeitlich kein europäisches Land mehr auf der Hochinzidenzgebiete-Liste, so sind es inzwischen wieder sechs. Darunter sind klassische Urlaubsziele wie Spanien, Zypern, Portugal und die Niederlande. Die deutsche Bundesregierung will nun eine verschärfte Testpflicht für Urlauberinnen und Urlauber einführen. 

Corona-Testpflicht bei der Einreise ab 1. August geplant

Laut einem Entwurf des Bundesgesundheitsministerium soll eine allgemeine Corona-Testpflicht für Einreisen nach Deutschland am 1. August in Kraft treten. Weil sich die Regeln für Reisende aktuell ständig ändern, gibt es hier den Überblick zu den wichtigsten Fragen und Antworten:

Was müssen Reisende bei der Testpflicht beachten?

Laut einem Entwurf des Bundesgesundheitsministerium soll die generelle Corona-Testpflicht für Einreisen nach Deutschland am 1. August in Kraft treten. Alle Einreisenden ab sechs Jahren sollen dann über einen negativen Testnachweis, Genesenen-Nachweis oder Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen – unabhängig davon, woher und auf welchem Weg sie nach Deutschland kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten soll immer ein Coronatest-Nachweis nötig sein – auch für geimpfte und genesene Reisende.

Diese Verschärfung der Einreiseregeln soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums eine neue raschere Corona-Ausbreitung bremsen. Es sei notwendig, „die Eintragung zusätzlicher Infektionen einzudämmen und die Infektionszahlen gering zu halten, um in dieser Zeit weiter die Impfquoten steigern zu können“, heißt es in einem Verordnungsentwurf aus dem Gesundheitsministerium, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Was bis zur Einführung der neuen Testpflicht gilt:

Nachweispflicht für Flugreisende: Wer mit dem Flugzeug aus dem Ausland nach Deutschland reist, muss noch im Reiseland einen Corona-Test machen und diesen beim Check-in am Flughafen der Fluggesellschaft vorzeigen. Das gilt unabhängig davon, aus welchem Land die Einreise erfolgt. Wer vollständig geimpft oder genesen ist und das entsprechend nachweisen kann, benötigt grundsätzlich keinen zusätzlichen Corona-Test. Möglich ist die Vorlage des Cov-Passes per App. Wer keinen Nachweis über Test, Impfung oder Genesung vorlegen kann, darf nicht befördert werden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen. 

Nachweispflicht bei Einreise aus Risikogebiet: Bei der Rückreise aus Risikogebieten müssen all diejenigen einen negativen Corona-Test (PCR-Test, maximal 72 Stunden alt, oder Antigen-Test, maximal 48 Stunden alt) nachweisen, die weder geimpft noch genesen sind. Eine Impfung oder Genesung muss entsprechend nachgewiesen werden. Von der Testpflicht befreit sind auch hier wieder Kinder unter sechs Jahren.

Nachweispflicht bei Einreise aus Hochinzidenzgebiet: Reisende ab sechs Jahren aus einem Hochinzidenzgebiet müssen grundsätzlich bereits bei der Einreise einen negativen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis mit sich führen. Airlines dürfen Passagiere ohne Nachweis nicht befördern.

Nachweispflicht bei Einreise aus Virusvariantengebiet: Reisende ab sechs Jahren aus einem Hochinzidenzgebiet müssen grundsätzlich bereits bei der Einreise den Nachweis über einen negativen Test mit sich führen. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Airlines dürfen Passagierinnen und Passagiere ohne Nachweis nicht befördern. 

Akzeptiert werden PCR-Tests (bei Einreise in Deutschland maximal 72 Stunden alt) und offizielle Antigen-Schnelltests (maximal 48 Stunden alt). Selbsttests, die es etwa in Drogerien und Apotheken zu kaufen gibt, werden bei der Rückreise nach Deutschland nicht anerkannt.

Im Falle einer ernsthaften Bedrohung der allgemeinen Sicherheit können die Schengen-Länder wieder Binnengrenzkontrollen einführen. Rechtfertigt das die Coronavirus-Epidemie? (Symbolfoto)

Gilt die Testpflicht auch für Kinder?

Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht grundsätzlich befreit, für ältere Kinder gilt die Testpflicht wie für Erwachsene. Sie müssen mit der neuen Testpflicht, die möglicherweise ab dem 1. August gilt, bei der Einreise aus dem Ausland immer einen negativen Corona-Test vorlegen – egal, woher und auf welchem Wege sie einreisen.

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Wann muss ich nach dem Urlaub in Quarantäne?

Wer Urlaub in einem besonders von Corona betroffenen Gebiet gemacht hat, muss nach der Rückkehr in Deutschland in Quarantäne. Folgende Regeln gelten:

Risikogebiet: Die zehntägige Quarantänepflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet kann umgangen werden, wenn bereits bei der Einreise der Nachweis über einen negativen Test, eine Impfung oder eine Genesung vorgelegt wird. Das ist mit der allgemeinen Testpflicht ohnehin Pflicht, sie gilt voraussichtlich ab 1. August.

Hochinzidenzgebiet: Wer aus einem Hochinzidenzgebiet kommt, muss für bis zu zehn Tage in Quarantäne. Ausgenommen hiervon sind Genesene und Geimpfte, wenn sie bei der Einreise einen Nachweis darüber vorlegen. Für alle anderen ist ein Freitesten aus der Isolation ab Tag fünf mit einem Coronatest möglich.

Virusvariantengebiet: Für Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer, die in einem Virusvariantengebiet waren, gelten die strengsten Regeln. Sie müssen vor der Einreise einen Corona-Test vorzeigen (PCR-Test maximal 72 Stunden alt, Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden alt) und dann für 14 Tage in Quarantäne. Diese kann nicht durch weitere Corona-Tests verkürzt werden. Die Bestimmungen gelten auch für Geimpfte und Genesene.

Müssen auch Kinder in Quarantäne?

Ja! Ganz wichtig: Die Quarantänepflicht gilt, anders als die Testpflicht, auch für Kinder unter einem Alter von sechs Jahren. Sie müssen nach der Einreise aus einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet in Quarantäne. Die Quarantänepflicht gilt auch, wenn beide Elternteile vollständig geimpft sind.

Bei Risikogebieten kann die Quarantänepflicht von zehn Tagen umgangen werden, wenn bei der Einreise ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden kann. Bei Hochinzidenzgebieten ist ein Freitesten ab Tag fünf möglich, bei Virusvariantengebieten nicht. 

Wann muss ich mich vor der Einreise anmelden?

Wer in einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet Urlaub gemacht hat, muss die digitale Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de ausfüllen. Danach erhält der- oder diejenige eine PDF-Datei als Bestätigung. Der Beförderer wird in der Regel vor der Beförderung kontrollieren, ob Reisende eine Bestätigung vorweisen können. Eine Beförderung kann anderenfalls nicht erfolgen.

Sollte die digitale Einreiseanmeldung nicht möglich sein, zum Beispiel wegen technischer Probleme, muss alternativ eine Ersatzmitteilung auf Papier (PDF hier zum Download) ausgefüllt werden.

Für welche Länder gilt noch eine Reisewarnung?

Fortan gilt eine Reisewarnung nur noch für Risikogebiete mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200, also sogenannte Hochrisikogebiete, und für Virusvariantengebiete. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gilt weiterhin folgende Systematik in Bezug auf das Aussprechen von Reisehinweisen:

  • Für Länder und Regionen, die als Hochinzidenzgebiet (Sieben-Tage-Inzidenz über 200) oder Virusvariantengebiet eingestuft sind, gilt weiterhin eine coronabedingte Reisewarnung.
  • Für „einfache“ Risikogebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 50, aber unter 200) wird von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten.
  • Bei nicht als Risikogebiet eingestuften Ländern und Regionen der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz wird angesichts der fortdauernden Pandemie um besondere Vorsicht gebeten.
  • Bei nicht als Risikogebiet eingestuften Drittstaaten wird bei fortbestehenden Einschränkungen (Einreisebeschränkungen, Quarantänepflicht) von Reisen abgeraten, andernfalls angesichts der fortdauernden Pandemie um besondere Vorsicht gebeten.

Für diese Länder gilt eine Covid-19-bedingte Reisewarnung

  • Ägypten (Teilreisewarnung und Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Argentinien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Bolivien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Botswana (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Brasilien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Chile (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Costa Rica (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Ecuador (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Eswatini (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Fidschi (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Georgien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Großbritannien und Nordirland/Vereinigtes Königreich (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Indien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Indonesien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Iran (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Jemen (Reisewarnung und Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Kolumbien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Kuba (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Lesotho (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Libyen (Reisewarnung und Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Malawi (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Malaysia (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Mongolei (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Mosambik (Teilreisewarnung und Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Namibia (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Nepal (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Niederlande (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Oman (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Paraguay (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Peru (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Portugal (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Russische Föderation (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Sambia (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Seychellen (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Simbabwe (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Südafrika (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Sudan (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Südsudan (Reisewarnung und Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Suriname (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Tansania (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Tunesien (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Uruguay (Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Zentralafrikanische Republik (Reisewarnung und Covid-19-bedingte Reisewarnung)
  • Zypern (Covid-19-bedingte Reisewarnung)

Stand der Liste: 28. Juli 2021

Welche Risikogebiete in Europa gibt es?

Als Risikogebiete mit erhöhtem Sars-CoV-2-Infektionsrisiko werden in der Regel Länder beziehungsweise Regionen eingestuft, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gab. 

Folgende Länder beziehungsweise Regionen gelten aktuell als internationale Corona-Risikogebiete mit erhöhtem Sars-CoV-2-Infektionsrisiko (Stand: 27. Juli):

  • Afghanistan (seit 21. Februar 2021)
  • Algerien (seit 15. Juni 2020)
  • Andorra (seit 23. Mai 2021)
  • Angola (seit 15. Juni 2020)
  • Äquatorialguinea (seit 15. Juni 2020)
  • Äthiopien (seit 15. Juni 2020)
  • Bahamas (seit 25. April 2021)
  • Bahrain (seit 11. Juli 2021)
  • Bangladesch (seit 15. Juni 2020)
  • Belarus (seit 15. Juni 2020)
  • Belize (seit 15. Juni 2020)
  • Benin (seit 15. Juni 2020)
  • Bhutan (seit 15. Juni 2020)
  • Burkina Faso (seit 15. Juni 2020)
  • Burundi (seit 15. Juni 2020)
  • Cabo Verde (seit 20. Juni 2021)
  • Côte d’Ivoire (seit 15. Juni 2020)
  • Dänemark – mit Ausnahme von Grönland (seit 25. Juli 2021)
  • Dschibuti (seit 15. Juni 2020)
  • Dominikanische Republik (seit 30. Mai 2021)
  • El Salvador (seit 15. Juni 2020)
  • Eritrea (seit 15. Juni 2020)
  • Frankreich – die folgenden Regionen und Überseegebiete gelten derzeit als einfache Risikogebiete: Korsika (seit 25. Juli 2021), Okzitanien (seit 25. Juli 2021), Provence-Alpes-Côte d’Azur (seit 25. Juli 2021), Réunion (seit 28. Februar 2021), Französisch-Guayana (seit 21. August 2020), Saint-Martin (seit 26. August 2020), Martinique (seit 25. Juli 2021)
  • Gabun (seit 15. Juni 2020)
  • Gambia (seit 15. Juni 2020)
  • Ghana (seit 15. Juni 2020)
  • Griechenland (seit 18. Juli 2021)
  • Guatemala (seit 15. Juni 2020)
  • Guinea (seit 15. Juni 2020)
  • Guinea-Bissau (seit 15. Juni 2020)
  • Guyana (seit 15. Juni 2020)
  • Haiti (seit 15. Juni 2020)
  • Honduras (seit 15. Juni 2020)
  • Irak (seit 15. Juni 2020)
  • Irland (seit 25. Juli 2021)
  • Jemen (seit 15. Juni 2020)
  • Kamerun (seit 15. Juni 2020)
  • Kasachstan (seit 15. Juni 2020)
  • Kenia (seit 15. Juni 2020)
  • Kirgisistan (seit 15. Juni 2020)
  • Kongo DR (seit 15. Juni 2020)
  • Kongo Rep. (seit 15. Juni 2020)
  • Korea (Volksrepublik) (seit 15. Juni 2020)
  • Kroatien – die folgenden Gespanschaft gilt als einfaches Risikogebiet: Zadar (seit 27. Juni 2021)
  • Liberia (seit 15. Juni 2020)
  • Madagaskar (seit 15. Juni 2020)
  • Malediven (seit 18. Juli 2021; Hochinzidenzgebiet vom 9. Mai 2021 bis 17. Juli 2021)
  • Mali (seit 15. Juni 2020)
  • Malta (seit 25. Juli 2021)
  • Marokko (seit 15. Juni 2020)
  • Mauretanien (seit 15. Juni 2020)
  • Mexiko (seit 13. Juni 2021)
  • Monaco (seit 25. Juli 2021)
  • Myanmar (seit 18. Juli 2021)
  • Nicaragua (seit 15. Juni 2020)
  • Niger (seit 15. Juni 2020)
  • Nigeria (seit 15. Juni 2020)
  • Pakistan (seit 15. Juni 2020)
  • Panama (seit 28. Februar 2021)
  • Papua-Neuguinea (seit 17. Juni 2020)
  • Philippinen (seit 15. Juni 2020)
  • Ruanda (seit 27. Juni 2021)
  • St. Kitts und Nevis (seit 20. Juni 2021)
  • Senegal (seit 15. Juni 2020)
  • Sierra Leone (seit 15. Juni 2020)
  • Somalia (seit 15. Juni 2020)
  • Sri Lanka (seit 18. Juli 2021; Hochinzidenzgebiet von 13. Juni 2021 bis 17. Juli 2021)
  • Südsudan (seit 15. Juni 2020)
  • Tadschikistan (seit 15. Juni 2020)
  • Thailand (seit 18. Juli 2021)
  • Timor Leste (Osttimor) (seit 17. Juni 2020)
  • Togo (seit 15. Juni 2020)
  • Trinidad und Tobago (seit 11. Juli 2021)
  • Tschad (seit 15. Juni 2020)
  • Türkei (seit 6. Juni 2021)
  • Turkmenistan (seit 17. Juni 2020)
  • Uganda (seit 20. Juni 2021)
  • Usbekistan (seit 15. Juni 2020)
  • Venezuela (seit 15. Juni 2020)
  • Vereinigte Arabische Emirate (seit 18. April 2021)
  • Zentralafrikanische Republik (seit 15. Juni 2020)

Wer aus einem dieser Gebiete nach Deutschland reist, muss Folgendes beachten:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantäne: Die Quarantänepflicht wurde für mehrere Personengruppen aufgehoben: vollständig Geimpfte, Genesene, negativ getestete Reisende sowie Grenzgänger und Grenzpendler. Nur noch in Ausnahmefällen müssen Reisende für zehn Tage in Quarantäne – nämlich bei einem positiven Coronatest oder wenn sie bei der Einreise keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorlegen können.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende ab sechs Jahren müssen sich innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Ausgenommen sind Geimpfte und Genesene. Wird der Nachweis bei der Einreise vorgelegt, kann die Quarantäne umgangen werden. Anerkannt werden PCR-Testergebnisse (maximal 72 Stunden alt) und Antigen-Schnelltestergebnisse (maximal 48 Stunden alt).

Welche Länder gelten als Hochinzidenzgebiete?

Als Hochinzidenzgebiete werden Länder oder Regionen eingestuft, in denen die Inzidenz ein Vielfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen beträgt.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten somit aktuell als Hochinzidenzgebiete (Stand: 29. Juli):

  • Ägypten
  • Argentinien
  • Bolivien 
  • Chile
  • Costa Rica
  • Ecuador
  • Fidschi
  • Georgien
  • Indien 
  • Indonesien
  • Iran 
  • Kolumbien 
  • Kuba 
  • Kuwait 
  • Libyen 
  • Malaysia 
  • Mongolei 
  • Nepal
  • Niederlande – inklusive der autonomen Länder und der karibischen Teile des Königreichs der Niederlande
  • Oman 
  • Paraguay 
  • Peru 
  • Portugal – inklusive der autonomen Regionen Madeira und Azoren 
  • Russische Föderation 
  • Seychellen 
  • Spanien inklusive der Balearen und Kanaren
  • Sudan 
  • Suriname
  • Syrische Arabische Republik 
  • Tansania 
  • Tunesien
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland – inklusive der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete 
  • Zypern

Für Menschen, die aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen für zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Geimpfte und Genesene, sofern sie einen entsprechenden Nachweis bei der Einreise vorlegen.
  3. Nachweispflicht: Reisende müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen oder einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden (Antigen-Schnelltest) oder 72 Stunden (PCR-Test) alt sein. Kontrolliert wird gegebenenfalls vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden.

Welche Virusvariantengebiete gibt es noch?

Das Robert Koch-Institut weist nun auch Länder und Regionen aus, in denen eine der Virusmutationen grassiert, die in Deutschland noch nicht dominant sind.

Laut Einreiseverordnung der Bundesregierung vom 12. Mai 2021 gilt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen für diese Länder. Außnahmen gelten unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer sowie für Transitpassagierinnen und -passagiere und den Warenverkehr.

Folgende Staaten gelten aktuell als Virusvariantengebiete (Stand: 29. Juli):

  • Botswana (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Brasilien (Virusvariantengebiet seit 19. Januar 2021)
  • Eswatini (Virusvariantengebiet seit 31. Januar 2021)
  • Lesotho (Virusvariantengebiet seit 31. Januar 2021)
  • Malawi (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Mosambik (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Namibia (Virusvariantengebiet seit 20. Juni 2021)
  • Sambia (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Simbabwe (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Südafrika (Virusvariantengebiet seit 13. Januar 2021)
  • Uruguay (Virusvariantengebiet seit 6. Juni 2021)

Für Menschen, die aus einem Virusvariantengebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen für 14 Tage in Quarantäne. Ein Freitesten ist nicht möglich, es gelten keine Ausnahmen für Geimpfte und Genesene. Auch Kinder unter sechs Jahren müssen in Quarantäne.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen (PCR-Test maximal 72 Stunden alt, Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden). Die Testpflich gilt für Kinder ab sechs Jahren.