In der Urlaubszeit machen sich klassischerweise Abertausende Autofahrer und Autofahrerinnen auf den Weg. Aufgrund der Corona-Pandemie rechnet der ADAC zwar mit geringerem Reise-Aufkommen. Doch zugleich entscheiden sich mehr Urlauberinnen und Urlauber für das Auto als Urlaubsvehikel. Daher müsse man mit längeren An- und Abreisezeiten auf den Zufahrtsstraßen der beliebten Regionen rechnen.

Dazu kommen aktuell 820 Autobahnbaustellen. Folge: In der gesamten Ferienzeit drohen lange Staus. Umso wichtiger ist es, genügend Zeit für eine entspannte Anreise einzuplanen – und sich die Pause nicht von einem vermüllten Rastplatz mit schmutzigen Toiletten vermiesen zu lassen.

rastplatzschild

Der Automobilclub ADAC hat deshalb 50 unbewirtschaftete Rastplätze mit Toiletten an den größten deutschen Autobahnen (A1 bis A9) unter die Lupe genommen.

Ergebnis: In mehr als 75 Prozent der Fälle fanden die Tester im Jahr 2018 eine mindestens ausreichend saubere und sichere Anlage vor. Allerdings erhielten auch zwölf Rastplätze die Note „mangelhaft“ (8) oder „sehr mangelhaft“ (4).

Kritik übten die Tester vor allem am Fehlen von Seife, Handtrockner oder Toilettenpapier. Weitere Abzüge gab es für die schlechte Lage vieler Notrufsäulen und Lastwagen, die Pkw-Parkplätze blockieren. Außerdem fand der ADAC häufig Müll unter Tischen und Sitzbänken vor.

ADAC-Verkehrsexperte Roman Suthold: „Rastplätze sind oftmals besser als ihr Ruf. Trotzdem gibt es noch viel Verbesserungspotenzial.“

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Das sind die besten Rastplätze in Deutschland

A1

Cappeln Hagelage-West (Niedersachsen)

Bramsche West (Niedersachsen)

A3

Theißtal (Hessen)

Wiesental (Bayern)

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Rastplatz Theißtal

A4

Rodablick (Thüringen)

Burgberg (Hessen)

Morkepütz (NRW)

A5

Undiz (Baden-Württemberg)

A7

Moorkaten (Schleswig-Holstein)

Schlochau (Niedersachsen)

A8

Streitheimer Forst Nord (Bayern)

Höllberg (Baden-Württemberg)

A9

Himmelsteiche (Thüringen)

Gelbelsee (Bayern)

Das sind die schlechtesten Rastplätze in Deutschland

A7

Garlstorfer Wald (Niedersachsen)

Am Pommer (Hessen)

A8

Drackensteiner Hang (Baden-Württemberg)

Niedmünung (Saarland)

Rastplatz Drackensteiner Hang

Die meisten „sehr mangelhaften“ Noten gab es in der Kategorie „Persönliche Sicherheit“. „Hier gibt es eine Menge zu tun“, sagte ADAC-Testleiter Axel Haberstolz. „Wir wünschen uns mehr Beleuchtung und besser platzierte Notrufsäulen.“ Videoüberwachung, wie etwa am Rastplatz Gelbelsee, erhöhe das Sicherheitsempfinden.

Die würde vielleicht auch den einen oder anderen „Gast“ davon abhalten, seinen Abfall einfach irgendwohin zu werfen oder zur ­Erleichterung in die Büsche statt ins ­Toilettenhaus zu verschwinden.