Das ostafrikanische Land ist zwar kein Geheimtipp für Safari-Reisen mehr, doch Kenia ist zu Recht eines der beliebtesten Länder für Safari-Reisen. Wenn du also schon immer Elefanten, Löwen, Nashörner, Leoparden und Büffel, also die berühmten Big Five, in freier Wildbahn sehen wolltest, ist Kenia schon mal genau die richtige Destination für dich.

Endlose weiße Sandstrände, die zu den schönsten der Welt zählen, stehen auch auf deiner Bucket-Liste? Dann ist Kenia das Traumziel für deinen Urlaub. Hier erfährst du, wie du deine Safari am besten organisierst und worauf du achten solltest, was du sonst noch unbedingt sehen musst und einiges, das du wahrscheinlich noch nicht wusstest.

Auf Safari: Ab in den Busch

Es gibt über 50 Nationalparks und Nationalreservate im Land, am bekanntesten ist wohl die Masai Mara, die ein Teil der Serengeti ist. Sie ist Kenias tierreichstes Reservat und umfasst eine Fläche von 1510 Quadratkilometern. Neben den Big Five kannst du hier zum Beispiel Flusspferde, Krokodile, Giraffen und Zebras beobachten. Besonders spektakulär ist einmal im Jahr die große Migration, wenn Millionen Gnus, Zebras und Gazellen knapp 3000 Kilometer von Nord nach Süd wandern.

Giraffe below a distant hot air balloon - Masai Mara, KenyaWLDavies

Ähnlich berühmt sind auch der Amboseli Nationalpark, der am nördlichen Fuß des Kilimandscharo an der Grenze zu Tansania liegt und für seine riesige Elefanten-Population berühmt ist, sowie der Tsavo Nationalpark, der als der größte Nationalpark des Landes gilt.

Der Hell's Gate Nationalpark ist mit 68 Quadratkilometern zwar klein, besticht aber durch erloschene Vulkane und eine spektakuläre Vulkanlandschaft mit tiefen Schluchten, Klippen und heißen Quellen. Wer Flamingos sehen möchte, sollte den Lake-Nakuru Nationalpark besuchen. Die rosa Vögel tummeln sich hier am namensgebenden Lake Nakuru.

Deine persönliche Traum-Safari

Denn für diese bist du doch hier. Schließlich ist die Sichtung der Big Five ein echtes "Once in a Lifetime"-Erlebnis. Und egal, in welchen Nationalpark es dich in diesem Land führt, die wilden Tiere werden dich begleiten. Sie sind der perfekte Ort, den Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt dieses ostafrikanischen Juwels zu entdecken. Abhängig von Zeit und Budget hast du verschiedene Möglichkeiten, auf Safari zu gehen. Traum-Safaris sind quer über das ganze Land möglich. Auch wer mit Kindern unterwegs ist, ist in Kenia gut aufgehoben. Die individuelle Mischung aus Strand und Safari ist einfach unschlagbar für Familien; Kenia ist ein fantastisches Reiseziel für Große und Kleine.

SafariJan Arhaug

Wer zum ersten Mal auf Safari geht, sollte allerdings wissen, dass es morgens oft schon um 5:00 Uhr schon losgeht. Ausschlafen ist also nicht. Ins Gepäck gehört neben Fotoapparat und Fernglas auf jeden Fall eine bequeme lange Hose und ein ebensolches Hemd, ein Hut und eine Sonnenbrille.

Auch hier bietet sich das Zwiebelprinzip an, bei dem du aus- und anziehen kannst, was du gerade brauchst. Gerade frühmmorgens kann es noch empfindlch kalt sein. Vermeide knallige Farben, am besten passt du dich farblich der Umgebung an. Auch dein Parfum oder After Shave lässt du besser zuhause, die Tiere riechen es aus großer Entfernung. 

Ganz wichtig und oberste Regel: Nur der Guide sagt, wann du das Fahrzeug verlassen darfst! Solange du im Auto bist, bist du sicher, verlässt du es, wirst du von den Tieren ganz schnell als Bedrohung wahrgenommen.

Auf eigene Faust?

Du kannst Kenia natürlich auf eigene Faust entdecken. Kenias Regierung hat eine Menge Geld in die Sicherheit der touristischen Gebiete investiert. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Kenianerinnen und Kenianer ist legendär. Die Organisation einer Keniasafari ohne Hilfe ist finanziell vielleicht ein bisschen günstiger, allerdings auch mit deutlich mehr Planungsaufwand verbunden. Um zu den Nationalparks zu kommen, solltest du dir am besten einen Mietwagen buchen. 

Lamu old town waterfront, Kenya, UNESCO World Heritage site

Mit den öffentlichen Verkehrsmittel ist das ziemlich kompliziert. Dort musst du dir den Eintritt in den Park organisieren (ca. 80 Dollar pro Tag) und einen Guide, denn ohne ihn darfst du dich dort nicht bewegen. Er weiß natürlich auch am besten, wann sich wo welche Tiere aufhalten.

Wir empfehlen daher sogar überzeugten Individualreisenden eher, auf die Hilfe eines Spezialanbieters wie Meine Welt Reisen zurückzugreifen. Diese arbeiten seit Jahren vertrauensvoll mit lokalen Büros zusammen und können für jeden Geldbeutel und jeden Bedarf die perfekte Reise zusammenstellen. Auch in Sachen Unterkunft können die dich bestens beraten: Von Zelt bis luxuriöse 5-Sterne-Lodge gibt es da alles.

Die Unterkünfte in den Camps sind übrigens gerade zur Zeit der Great Migration schnell ausgebucht; etwas besser und günstiger sieht es außerhalb der Safari-Parks aus.

Was du sonst noch sehen musst

Kenia verbindet Wildtierreservate und afrikanische Lebensfreude mit Traumwetter und entspanntem Beach-Life. Hier treffen tropische Regenwälder auf schneebedeckte Berge, Wüsten und Savannen, auf Süßwasser- und Salzwasserseen sowie pulsierende Großstädte. Die Highlights, die du neben deiner Safari nicht verpassen solltest, findest du hier.

Flüsse und Seen, Berge und Meer

Zu den sehenswerten Spots des Landes zählen auch Flüsse wie der Atho-Galana-Sabaki, der Mara und der Tana. Sie prägen die Landschaft ebenso wie beeindruckende Viktoriasee, der Naivashasee und der bereits erwähnte Nakuru. Der berühmteste Strand ist der Diani Beach südlich von Mombasa, andere Strandabschnitte hier heißen Galu und Tiwi. Eine einzigartige Unterwasserwelt und Riffs sorgen auch bei Taucherinnen und Taucher für Begeisterung.

Wassersportfans können kiten und wellenreiten und auch wer Ruhe und Idylle sucht, findet hier sein Plätzchen. Nördlich der Stadt gibt es stärkere Gezeiten, sodass es Stunden gibt, in denen es mit dem Baden schlecht aussieht. Orte wie Bamburi Beach oder Watamu locken auch Gäste, die ein belebteres Nachtleben suchen.

Tourism Board Kenia

Der Mount Kenya ist mit 5200 Metern der höchste Berg Kenias und vielfältig wie das Land selbst. Eine Besteigung gilt als Herausforderung, auch für geübte Kletterer. Die Einheimischen nennen ihn auch "Der leuchtende Berg", was ihre Verehrung für ihn zum Ausdruck bringt. Trekking-Touren in das Mount-Kenya-Massiv führen dich von der tropischen Hitze der Savanne in eine bizarre Gletscher-Eiswelt.

Einen Besuch wert: Nairobi und Mombasa

Kenias Hauptstadt ist eine lebendige Metropole mit drei Millionen Einwohnern. Ob du die bunten Märkte besuchst, einen Rundgang durch das Stadtzentrum machst oder dich im Nationalmuseum über dich Geschichte des Landes informierst, Nairobi wird dir gefallen. Dank der Höhenlage ist das Klima sehr angenehm - als wäre immer Frühling. Manche sehenswerte Stadtteile besuchst du am besten mit dem Taxi: Ngong Hills zum Beispiel, von dessen grünen Hügeln aus du einen tollen Blick auf die Stadt hast. Hier ist auch das Karen Blixen Museum. Wer gerne tanzt, wird Nairobi lieben. In vielen Klubs tanzen Jüngere und Ältere zu afrikanischen Klängen.

Tourism Board Kenia

Die Hafenstadt Mombasa liegt an der Küste des indischen Ozeans und liegt auf einer Insel, die vom Festland umringt wird. Die quirlige Altstadt vermittelt einen authentischen Eindruck der Kultur Afrikas. Außerdem sehenswert ist das Fort Jesus, eine 1593 von den Portugiesen erbaute Festung, die von der Unesco in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde. 

Was du sonst noch wissen solltest

Kenia ist eine ehemalige britische Kolonie; neben Swahili wird daher Englisch gesprochen, was die Verständigung enorm vereinfacht. Die beste Zeit für einen Strandurlaub ist der deutsche Winter, also von Dezember bis März - dann ist es in Kenia am wärmsten. Für eine Safari bieten sich auch die Monate Juni bis Oktober an, denn da findet die berühmte Tierwanderung in der Masai Mara statt.

Für die Einreise brauchst du ein Visum, das du aber ganz einfach bei der Einreise am Flughafen oder vorab online beantragen kannst. Nach einer etwa zehnstündigen Reise mit einem Zwischenstopp vermutlich im arabischen Raum landest du in Mombasa oder Nairobi. Von dort geht es dann weiter auf Safari oder an einen der wunderbaren Strände der Region.