Frankreich verbindet wie kaum ein anderes Land Berge und Meer, Geschichte und Kunst. Die TV-Präsenz, die die Tour de France, die aktuell in 21 Etappen durch das Land führt, mit sich bringt, nutzen viele Dörfer und Städte, um für Tourismus zu werben. Denn auch abgelegen von den typischen Touristen-Gebieten finden sich wunderschöne und malerische Dörfer und Kleinstädte, die bei deinem nächsten Frankreich-Urlaub auf der Bucket List stehen sollten.

Allonzier-la-Caille

Allonzier-la-Caille ist ein kleines Dorf nahe den Alpen und bei Touristinnen und Touristen vor allem für eine Sehenswürdigkeit beliebt: Zwei Kilometer vom Ortskern entfernt findet sich die Hängebrücke Pont de la Caille aus dem Jahr 1839. Sie führt in 147 Metern Höhe über die Caille-Schlucht und den Bach Les Usses. 

Während der Pont de la Caille als Fußgängerbrücke genutzt wird, dient die direkt daneben gelegene Spannbogen-Brücke Pont Caquot dem Autoverkehr. Auch hier gibt es spektakuläre Aussichten.

Die doppelten Hängebrücken Charles-Albert und Caquot zwischen Allonzier-la-Caille und Cruseilles sind Highlights in der Region.

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Autun: Römische Ausgrabungsstätten

Als Tor zum Naturpark und Bergmassiv Morvan gilt die Kleinstadt Autun am Ufer des Arroux in Burgund. In der Altstadt finden sich zahlreiche Überreste der gallorömischen Zeit, darunter ein Tempel, ein Amphitheater und ein römisches Theater, das einst Platz für bis zu 20.000 Menschen bot. Heute sind einige Ränge sowie die Orchestra zu sehen. 

Teile der Stadtmauer sind ebenso erhalten wie zahlreiche Türme, die sie säumen. Die antiken Stadttore Porte d’Arroux und Porte Saint-André führen in die Altstadt. Hier dominiert die Kathedrale Saint-Lazare mit ihrer gotischen Turmspitze. Wer sich eingehender mit der römischen Geschichte beschäftigen möchte, besucht das Museum Rolin. 

Die Kleinstadt Autun in Burgund hat eine sehenswerte Kathedrale.

Céret: Stadt des Sardane

Céret am Fuße des Pic de Canigou gilt als die Stadt der Kirschen. Denn früher als andernorts sind die süßen Früchte hier reif – traditionell wird das erste Körbchen an den französischen Präsidenten ausgehändigt. Doch zwischen Kirschbäumen und Weinreben ist Céret der perfekte Ort zum Schlendern und Genießen.

Mitte Juli bis Mitte August wird auf den Straßen Musik gespielt, dazu wird der traditionelle Tanz Sardane aufgeführt. Pablo Picasso soll bei seinem Besuch in Céret so fasziniert von dem Ort und dem Tanz gewesen sein, dass er eine Strich-Zeichnung davon anfertigte. Das Bild lässt sich heute an einem Brunnen auf dem Pablo-Picasso-Platz bestaunen. Wer sich für Kunst interessiert, sollte das Museum für Moderne Kunst besuchen. 

Zu den weiteren Highlights der Gegend gehört eine malerische Teufelsbrücke – eine bogenartige Steinbrücke über den Fluss Tech – sowie der nahe gelegene Wasserfall Les Cascades. 

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Céret liegt am Fuße der Pyrenäen.

Le Faou: Eines der schönsten Dörfer Frankreichs

In diesem Jahr führt die Tour de France durch eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Als solches ist nämlich Le Faou in der Bretagne klassifiziert. Bei einem Besuch in dem kleinen Dorf, das nur 1735 Einwohnerinnen und Einwohner hat, solltest du gemütlich durch die Altstadt schlendern. Aufgrund der schiefergedeckten Granithäuser aus dem 16. Jahrhundert ist der Ort besonders sehenswert. 

Außerdem kannst du die Kirche Saint-Sauveur aus dem 16. und die Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-Rumengol aus dem 17. Jahrhundert besuchen.

Schiefergedeckte Granithäuser aus dem 16. Jahrhundert machen das Dorf La Faou zu einem der schönsten in ganz Frankreich.

Perros-Guirec: Wo Basstölpel und Papageientaucher brüten

Die Tour de France führt nicht nur durch Bergdörfer, sondern auch am Meer entlang. So etwa an der Nordküste Frankreichs durch das 7000-Seelen-Dorf Perros-Guirec. Der Badeort hat mehrere Strände, Casinos und Restaurants. Wer nicht nur Strand möchte, findet historische Gebäude, ein mit Blumen geschmücktes Rathaus und einen Jachthafen. Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten zählt zudem ein Wachsfigurenkabinett. 

Einen Ausflug kannst du zudem zu den vorgelagerten Inseln Sept Îles unternehmen, verschiedene Bootstouren führen zu den Inseln, die sich hervorragend für Vogelbeobachtungen eignen. Basstölpel brüten hier ebenso wie das Wappentier von Perros-Guirec: der niedliche Papageientaucher.

Perros-Guirec liegt an der traumhaften rosa Granitküste.

Saint-Émilion: Weinanbaugebiet als Unesco-Weltkulturerbe

Saint-Émilion im Südwesten Frankreichs, am oberen Ende eines immer steiler werdenden Talkessels gelegen, ist quasi die Weinhauptstadt der Region: Rund um das 1866 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Dorf steigen die Weinberge auf. 1999 hat die Unesco reagiert und das Dorf zum Weltkulturerbe erklärt.

Eigentlich würden Lage und Wein allein ausreichen, um Saint-Émilion einen Besuch abzustatten. Doch es gibt noch weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt die Felsenkirche mit ihrem gotischen Glockenturm. Der Innenraum ist besonders sehenswert, denn er wurde aus Kalksteinfelsen geschlagen. 

Ein weiteres historisches Relikt ist die mittelalterliche Burg Château du Roi mit dem noch erhaltenen imposanten Wehrturm. Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und des einstigen Bischofspalasts Palais des Archevêques ou Palais Cardinal sind ebenfalls noch vorhanden. Beim Rundgang durch Saint-Émilion solltest du aber auch auf die Wohnhäuser achten – einige sind als historische Monumente klassifziert. 

Rund um das Dorf Saint-Émilion gibt es zahlreiche Weingüter.

Saint-Lizier: Zwischen Fluss und Pyrenäen

Auf einer Seite der Fluss Salat, auf der anderen die Ausläufer der Pyrenäen: Die Umgebung des 1400-Seelen-Dorfes Saint-Lizier ist einfach wunderschön.

Nebst der zauberhaften Lage gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt die gallorömische Siedlung, von der noch Reste der Stadtmauer erhalten sind. Die einstige Kathedrale Saint-Lizier wurde im elften Jahrhundert errichtet und 300 Jahre später restauriert. Heute kannst du Fresken und den Glockenturm bestaunen. Wenn du dich für alte Gotteshäuser interessierst, solltest du zudem die ehemalige gotische Kathedrale Notre-Dame de la Sède besuchen. Der einstige Bischofssitz dient heute als Museum, das über die Region informiert. 

Was für eine malerische Lage: Saint-Lizier am Ufer des Flusses Salat.

Tignes: Malerische Lage am Bergsee in den Alpen

Im Winter verwandelt sich das alpine Bergdorf Tignes auf 2000 Metern Höhe in ein luxuriöses Skigebiet, das Gäste aus aller Welt anzieht. Aber auch außerhalb der Saison ist die 2000-Seelen-Gemeinde sehenswert. Die drei Ortsteile gruppieren sich malerisch um einen kleinen See. 

Tignes an sich hat keine besonders sehenswerten historischen Bauwerke, denn die Gemeinde ist erst 1952 neu entstanden. Der alte Ort Tignes musste nämlich einem Stausee weichen – und liegt nun unter Wasser. Dafür ist das Alpendorf mit Aussicht eine tolle Gegend für Wander- und Skiurlaub.

Die Seen von Tignes bieten ein herrliches Panorama.

Vitré: Die Stadt der Kunst und Kultur in der Bretagne

Postkartenmotive satt bietet die französische Gemeinde Vitré in der Bretagne, die aufgrund ihres reichen bretonischen Kulturerbes auch „Stadt der Kunst und Geschichte“ genannt wird. 18.000 Menschen leben in der 500 Jahre alten Gemeinde mit viel Geschichte und religiösem Erbe. 

Augenmerk der Stadt ist die prächtige Burg Vitré mit Burgmuseum, offenem Außenbereich und malerischen Zugbrücken. Auch die spätgotische Kirche Notre-Dame erlaubt eine Sicht über die Dächer der Kleinstadt. Reste der Stadtmauer – inklusive Türmen – erinnern zudem an längst vergangene Zeiten.

Vitré in der Bretagne wird auch Burgenstadt genannt.

Bei einem Besuch in Vitré solltest du allerdings nicht nur die offensichtlichen Sehenswürdigkeiten ansteuern. Das Stadtbild an sich ist noch nahezu ursprünglich erhalten und viele Häuser verzaubern mit Holzwänden und großzügigen Vorhallen.