Die Waggons bestehen zu großen Teilen aus Glas, die Fenster sollen von undurchsichtig zu transparent wechseln und die Außenumgebung per Knopfdruck manipuliert werden können: Das Konzept für diesen 400 Meter langen Privat-Luxuszug klingt nach Science-Fiction. Der französische Designer Thierry Gaugain will mit dem Gefährt, das er als „Palast auf Schienen“ bezeichnet, das Bahnerlebnis auf ein völlig neues Niveau heben. Noch fehlt aber der passende Besitzer oder die passende Besitzerin.

Zugfenster sind an Stimmung anpassbar

Die Wände sowie die Decke aus Glas der 14 Waggons sollen technologisch so fortschrittlich sein, dass sie von undurchsichtig zu völlig transparent wechseln können. Passagiere hätten also aus jeder Richtung einen Blick auf die vorbeiziehende Landschaft.

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Gleichzeitig könne die Innen- oder Außenumgebung des Zuges per Knopfdruck verändert werden, sodass Reisende ihre Aussicht nach ihrem Geschmack oder ihrer Stimmung anpassen können. Beispielsweise wäre durch das undurchsichtige Glas dann eine andere Jahreszeit zu sehen. „Der Zug ist eine Bühne. Sie können das Licht, die Jahreszeit oder das Tempo ändern, um es an das eigene Verhältnis zur Zeit anzupassen“, wird Gaugain von „CNN Travel“ zitiert.

Luxuszug: Ausklappbare Flügel können zur Terrasse umfunktioniert werden

Rund 18 Übernachtungsgästinnen und -gäste hätten in dem sogenannten „G-Train“ Platz, der mit 160 Stundenkilometern sowohl in Amerika als auch in Europa verkehren können soll. Eine Empfangshalle in der Mitte des Zuges soll als Hauptwohnbereich dienen. Außerdem seien ein Unterhaltungsbereich, ein Gesellschaftsraum, ein großer Salon für Empfänge und ein „geheimer“ Garten geplant. 

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In einigen Räumen soll es sogar ausklappbare Flügel geben, die zu Terrassen umfunktioniert werden können, damit Partys oder sogar Konzerte an Bord stattfinden können. Zudem könne der Zug in zwei Teile geteilt werden, wodurch Reisende an Bord die Möglichkeit haben, in verschiedene Richtungen zu fahren. 

Privatperson kann Luxuszug für 350 Millionen US-Dollar kaufen

Allerdings ist der geplante Luxuszug nicht für den öffentlichen Personenverkehr designt worden, sondern für eine Privatperson. Diese müsste rund 350 Millionen US-Dollar für ihren „Palast auf Schienen“ hinblättern und mit einer Bauzeit von mindestens zweieinhalb Jahren rechnen. 

Damit das alles auch umsetzbar ist, habe Gaugain eine Reihe von europäischen Experten an Bord geholt. Er selbst ist für seine extravaganten Jachtdesigns bekannt, darunter das 80-Meter-Schiff „Venus“ von Apple-Mitbegründer Steve Jobs. Der „G-Train“ ist sein erstes Zugdesign.