Schroffe Gebirgsketten, mediterrane Täler und malerische Küstenabschnitte: Die Toskana in Italien gehört zu den Hotspots für Natururlaubende in ganz Europa. Kein Wunder also, dass die vielen Naturspots in der italienischen Urlaubsregion zu den wichtigsten Ausflugszielen gehören. Wir zeigen dir im Überblick, welche Naturorte in der Toskana du bei deiner Reise nicht verpassen solltest.

1. Thermalquellen von Saturnia

Rund 100 Kilometer südlich von Florenz ist eine echte Weltberühmtheit beheimatet: der kleine Ort Saturnia und seine Thermalquellen. Das 37 Grad heiße Schwefelwasser fließt aus den Gorello-Wasserfällen, die sich rund einen Kilometer außerhalb der Ortschaft befinden.

Dampf steigt aus den natürlichen heißen Quellen von Saturnia auf.

Der beliebte Cascate-del-Mulino-Wasserfall mit seinem türkisblauen Becken mündet wiederum in jeweils einem heißen Thermalbecken, in dem man kostenlos baden kann. Das Angebot wird von Einheimischen und Reisenden gleichermaßen gern genutzt. Wer schon einmal vor Ort ist, sollte außerdem einen Halt bei der alten Wassermühle einlegen, die sich direkt an der Quelle befindet.

Für Urlauberinnen und Urlauber gibt es allerdings noch eine andere Möglichkeit, die berühmten Quellen zu erleben: Direkt an der Quelle liegt das Wellnesshotel Terme di Saturnia. Dort wird das Thermalwasser in zahlreiche Anwendungen eingebunden. 

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2. Gebirgslandschaft Garfagnana

Eine Sache ist bei einem Urlaub in der Toskana fast garantiert: traumhafte Aussichten. Denn die Urlaubsregion in Italien verfügt über eine abwechslungsreiche Flora und Fauna und hat zwischen Meer und Bergen nahezu alles in petto. Ein Ort, der unbedingt auf die Bucket List von Wanderbegeisterten und Naturfans gehört, ist die Gebirgslandschaft Garfagnana. Das Gebiet ganz im Norden der Toskana beherbergt gleich mehrere 2000 Meter hohe Berge und tiefe Wälder.

Die Isola Santa ist ein echter Hingucker im Garfagnana-Gebirge.

Neben tollen Wanderrouten gibt es auch einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken – zum Beispiel die sagenumwobene Steinbogenbrücke Ponte della Maddalena, die Isola Santa und die 4,5 Meter lange Höhle Grotta del Vento.

3. Lagune von Orbetello

Ein echtes Naturparadies direkt an der Küste der Toskana finden Reisende in der Lagune von Orbetello. Sie beherbergt gleich zwei kilometerlange Sandstrände, die Tomboli, welche die artenreiche Unterwasserwelt malerisch umrahmen. Sie sind nur zu Fuß oder per Rad erreichbar.

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Die ganze sechs Kilometer lange und 300 Meter breite Landzunge ist bereits von Weitem zu sehen. Grund dafür ist der die Landschaft dominierende, 635 Meter hohe und bewaldete Berg Monte Argentario, der an der Küstenlinie emporragt. Ein Hingucker ist auch die Spanische Mühle, eines der Wahrzeichen von Orbetello. Sie thront im Wasser und ist die einzige übrig gebliebene von neun Windmühlen, die zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert von den Sienesen gebaut wurden.

Abendlicht am Meer mit Blick auf die alte spanische Windmühle Antico Mulino Spagnolo bei Orbetello.

Die Orbetello-Lagune ist seit dem Jahr 1971 ein WWF-Naturschutzgebiet, in dem aufgrund des Süß- und Salzwassergemischs zahlreiche Tierarten leben. Auf der Tombolo della Giannella sind unter anderem Silberreiher und rosa Flamingos heimisch. Dam- und Schwarzwild ist auf der ruhigeren Tombolo della Feniglia beheimatet.

Karte zeigt Strände und Sehenswürdigkeiten in der Toskana

4. Nationalpark Foreste Casentinesi

Unberührte Wälder, ruhige Dörfer und jede Menge Natur: Der Nationalpark Foreste Casentinesi im Osten der Toskana gehört zu den schönsten Wäldern in ganz Europa. Rund 40 Kilometer von Florenz entfernt finden Natururlauberinnen und -urlauber den naturbelassenen Wald mit einer Gesamtgröße von 368 Quadratkilometern.

San Godenzo mit Passo del Muraglione 907 m. Foreste-Casentinesi-Nationalpark. Parco nazionale delle Foreste Casentinesi. // 22.05.2021: ITA, Italien, Toskana, San Godenzo. *** San Godenzo with Passo del Muraglione 907 m Foreste Casentinesi National Park Parco nazionale delle Foreste Casentinesi 22 05 2021 ITA, Italy, Tuscany, San Godenzo imago images/Arnulf Hettrich

Insgesamt neun Naturerlebnispfade und zahlreiche Wanderrouten führen durch den verwunschenen Wald und die umliegenden beschaulichen Dörfer. Bei einer Tour durch den Nationalpark entdeckst du außerdem die Lebenswelt der größten Population der Apennin-Wölfe. 

5. Naturpark Apuanische Alpen

Ein echter Geheimtipp für Bergwanderer und -wanderinnen, Naturfreundinnen und -freunde ist der Naturpark Apuanische Alpen im Norden der Toskana. Auf gut markierten Wanderwegen können Reisende die Gegend voller schroffer Berge, sattgrüner Wiesen und schneebedeckter Gipfel entdecken. Manche Wanderrouten sind dabei eher für Bergsteigerinnen und Bergsteiger gedacht, da sie teilweise direkt über die Berge führen. In dem Fall steht das aber auch auf der Ausschilderung.

In der Toskana gibt es viele Möglichkeiten für Wanderungen.

Start und Ende jeder Wanderung sind dabei immer kleine Dörfer am Fuße des Gebirges. Die sind an und für sich bereits einen Besuch wert und durch die versteckte Lage touristisch noch wenig erschlossen. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann außerdem durch den Naturpark biken oder reiten. 

6. Nationalpark Appennino Tosco-Emiliano

Im Nationalpark Appenino Tosco-Emiliano im Norden der Toskana gibt es eigentlich alles, was das Naturfan-Herz begehrt: schroffe Klippen, sattgrüne Wälder und idyllische Wasserfälle. Bergsteigerinnen und Bergsteiger können die bis zu 2000 Meter hohen Gipfel der Gebirgskette erklimmen, während Badeurlaubende in den Bergseen baden und Naturfans die vielfältige Flora und Fauna im Nationalpark erkunden. 

Das Besondere an dem Wandergebiet: Es gibt drei barrierefreie Wanderrouten durch den Nationalpark, um auch Menschen mit Behinderungen dieses zauberhafte Gebiet zugänglich zu machen. Es gibt außerdem einen Wildpark, einen Bärenpark und ein Besucherzentrum mit einem vielfältigen Ausflugsangebot. 

7. Val d’Orcia

Toskana wie auf den Postkarten: Das Orciatal, das Val d’Orcia, in der Provinz Siena gehört zum Unesco-Welterbe. Aus der flachen Landschaft erheben sich immer wieder kegelförmige Hügel, verschiedene landwirtschaftliche Bepflanzung verwandelt den Boden in einen Flickenteppich in Erdtönen, dazwischen stehen unzählige Zypressen. 

Bauernhaus bei San Quirico im Val d’Orcia (Orciatal) in der Toskana bei Sonnenaufgang.

Die Ästhetik des Val d’Orcia kommt übrigens nicht von ungefähr: Als das Tal im 14. und 15. Jahrhundert umgestaltet wurde, wollte man ein möglichst ansprechendes Landschaftsbild kreieren. 

Auch die vielen kleinen Orte in dem Tal sind sehenswert – das bekannteste ist Pienza auf einem Hügel. Von dort aus genießen Reisende tolle Ausblicke auf die Landschaft. In der Nähe des Dorfes steht außerdem eine kleine Kapelle mitten auf einem Acker, die Cappella della Madonna di Vitaleta. Wegen ihrer besonderen Lage ist sie eines der meistfotografierten Motive der Toskana.