Seit Ende Juni schießen auf Zypern die Corona-Neuinfektionszahlen in die Höhe. Den kritischen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 200 hat der Inselstaat weit überschritten, er weist inzwischen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 591 auf. Am 8. Juli wurden 749 Neuinfektionen gemeldet – der Höchststand seit Ende April.

Daher stuft die Bundesregierung das Land von einem einfachen Risikogebiet zu einem Hochinzidenzgebiet hoch. Der neue Status wird am Sonntag, 11. Juni, gültig, heißt es auf der Website des Robert Koch-Instituts. Bei der Rückkehr von der Insel im östlichen Mittelmeer gelten dann verschärfte Einreisemaßnahmen. Ein Überblick:

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Ich bin aktuell auf Zypern – muss ich zu Hause in Quarantäne?

Bis einschließlich Samstag, 10. Juli, 23.59 Uhr, gilt Zypern noch als „einfaches“ Risikogebiet. Wer also vor Sonntag, 0 Uhr, zurückkommt, benötigt lediglich einen negativen Corona-Test vor der Einreise. Denn es gilt eine Nachweispflicht für alle Flugreisenden. Auch eine Impfung oder eine Genesung reichen als Nachweis vor der Einreise. Akzeptiert wird ein maximal 48 Stunden alter negativer Antigen-Schnelltest oder ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test. 

Durch die Hochstufung zum Hochinzidenzgebiet wird nun wieder eine Quarantänepflicht für rückkehrende Reisende eingeführt, die nicht geimpft oder genesen sind. Wer also ab Sonntag, 0 Uhr, nach Deutschland einreist, muss bei der Einreise einen negativen Corona-Test nachweisen oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung vorlegen. Nicht Geimpfte müssen nach der Einreise für zehn Tage in Quarantäne, allerdings können sie diesen Zeitraum mit einem zweiten negativen Test ab dem fünften Tag verkürzen.

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Die Bundesregierung stuft Länder und Regionen als Hochinzidenzgebiete ein, wenn deren Sieben-Tage-Inzidenz bei über 200 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt. Außerdem gilt für diese Gebiete eine coronabedingte Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Muss ich meinen Urlaub auf Zypern jetzt unbedingt abbrechen?

Nein, grundsätzlich ist es möglich, den Urlaub fortzuführen. Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne, somit ist ein Abbruch des Urlaubs nicht nötig. Alle anderen müssen bei einer Rückkehr nach dem 11. Juli allerdings für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Wer diese Zeit nicht mit eingeplant hat, sollte je nach Arbeitsplatz über eine vorzeitige Rückkehr nachdenken. Denn wer nicht im Homeoffice arbeiten kann, könnte Probleme mit dem Arbeitgebenden bekommen.

Ich kann wegen der Quarantäne nicht arbeiten – wer zahlt das?

Derzeit gilt: Wer wissentlich in ein Risikogebiet reist und dann nach der Rückkehr in Quarantäne muss, erhält keine Lohnfortzahlung. Das ist immer dann der Fall, wenn ein Gebiet vor Reiseantritt schon als Risikogebiet galt. Zypern gilt bereits seit dem 4. Juli als Risikogebiet und ab dem 11. Juli als Hochinzidenzgebiet.

Anders ist das bei Urlaubenden, die bereits vor dem 4. Juli auf Zypern waren. Da sie bei Reiseantritt keine Quarantäne nach ihrer Rückkehr befürchten mussten, haben sie diese auch nicht bewusst in Kauf genommen. Laut IHK erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer daher weiterhin ihre Lohnfortzahlung. 

Übrigens: Wer nicht an Covid-19 erkrankt ist, muss auch während der Quarantänezeit arbeiten. Denn es ist nicht geregelt, unter welchen Bedingungen das Homeoffice stattfindet. Nur bei einer Erkrankung mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung müssen Personen nicht ran.