Das Meer im Blick

Eine milde Meeresbrise gefällig? Diese umweht die Wanderer auf den großartigen Küstenwegen entlang des tyrrhenischen, ionischen oder adriatischen Meeres. Gerade im Frühling und Herbst eignen sie sich besonders für entspannte Wanderungen bei milden Temperaturen. So führt der Ligurische Höhenweg von der Grenze zu Frankreich quer durch das Ligurische Gebirge bis in die Toskana. Auf über 400 Kilometern entdecken hier Urlauber die faszinierende Naturlandschaft zwischen dem Hochgebirge der Ligurischen Alpen und dem Mittelmeer.

Ein traumhaftes Panorama auf das adriatische Meer erwartet auch die Wanderer entlang der Steilküste des Monte Conero in den Marken. Wer einen Abstieg in eine der Buchten macht, kann sich bei einem Sprung ins kühle Nass erfrischen. Bei einer Tour auf dem Sentiero degli Dei, dem Weg der Götter, im südlichen Kampanien ist der Name Programm. Denn auf der Strecke hoch über der Amalfiküste durch Zitronenhaine und Macchia begeistern großartige Aussichten, die teilweise bis zu den Inseln Capri, Ischia und Procida reichen.

Küstenradweg am Monte Conero in den Marken.

Aktiv schlemmen

Regionale Spezialitäten genießen und die zugeführten Kalorien beim Wandern gleich verbrennen - das ist auf den Sentieri del Gusto, den Schlemmerrouten möglich. So gibt es in jeder Region passend zu den lokalen Erzeugnissen thematische Wege, wie beispielsweise die Straße des San Daniele-Schinkens im Friaul oder die Käsestraße in den Dolomiten. Diese Routen stehen sowohl für lukullischen als auch für landschaftlichen Genuss.

Auf den Strade dei Sapori e del Vino (Straßen der Aromen und des Weins) spielt auch der Wein eine große Rolle. Insgesamt gibt es rund 150 eigene Strade del Vino (dt. Weinstraßen), an denen 1.450 Gemeinden und 3.300 Weinkeller liegen. Sie laden zum Genusswandern und einem Stopp bei Winzern ein. Nicht nur hier heißt es für Urlauber: turismo slow, also sich Zeit nehmen, genießen und sich treiben lassen, um Land und Leute kennenzulernen.

Die sonnigen Weinberge im Süden des Landes rund um den Kalterer See bieten Gästen und Einheimischen zur Herbstzeit Ruhe und Genuss.IDM Südtirol/Clemens Zahn

Über den Wolken

Wer hoch hinaus will, der folgt dem Ruf der Alpen. Beispielsweise dem des Mont Blanc, der auf 3.466 Metern Höhe atemberaubende Aussichten bietet. Von hier aus können geübte Bergsteiger zu verschiedenen Hochgebirgstouren starten. Hüttentouren in Südtirol, Trentino oder Venetien lassen Wandererherzen ebenfalls höher schlagen: Zahlreiche gut ausgeschilderte Wege laden zum Trekking jeden Schwierigkeitsgrades ein. Dabei führen die Wege über Almen wie die Seiseralm - die größte Hochalm Europas - sowie in abgelegene Täler, in denen es noch viel traditionelles Handwerk zu entdecken gibt.

Der Aufstieg zum Matterhorn wird mit einem einmaligen Blick über das Aostatal belohnt.

Einzigartige Impressionen der Dolomiten, die 2009 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden, vervollständigen schließlich die Höhenwanderungen. Weiter südlich verzaubern hingegen die oberitalienischen Seen mit ihrer Kombination aus Bergen und mediterranem Flair Aktivurlauber. Am Gardasee, Lago Maggiore oder dem Comer See können schöne Tagestouren in die umliegende Bergwelt unternommen und abends wunderbar am palmengesäumten Seeufer ein Gelato oder ein erfrischendes Getränk genossen werden.

Sportlich abseits bekannter Wege

Abseits der bekannten Touristenpfade warten 25 Nationalparks sowie viele regionale Naturschutzgebiete in Italien auf Outdoorfans, die sich hier nicht nur beim Trekking, sondern auch bei Fahrradtouren, Reitausflügen, beim Rafting und vielem mehr auspowern können. Oft bieten Guides geführte Touren an, auf denen die Teilnehmer allerlei Wissenswertes über Flora und Fauna erfahren.

Fahrradfahren, Rafting, Reiten in den Lido di Comacchio in der Emilia Romagna – die Möglichkeiten für Unternehmungen sind endlos.

Weitere Informationen unter www.parks.it

Alle Infos zum Reiseland Italien unter www.enit.de und www.italia.it.

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