Schroffe Felsen, idyllische Weinanbaugebiete und malerische Küstenorte – alles verbunden mit einem Wandernetz aus mehr als 70 ausgeschilderten Strecken: Die Urlaubsregion rund um den Gardasee gilt aus gutem Grund als Wander-Mekka Italiens.

Dabei stehen sowohl Einsteiger als auch Profis vor einer großen Auswahl an Strecken für ihre Wanderung. Um dir die Wahl dabei ein wenig einfacher zu machen, stellt der reisereporter dir die fünf wesentlichen Wandergebiete rund um den Gardasee einmal vor. 

1. Erklimme den Gipfel des Monte Baldo

Der Monte Baldo ist mit 2218 Metern der höchste Berg am Gardasee. Entsprechend beliebt ist die Hochebene rund um den Gipfel des Berges bei Wandernden und Kletternden. Zahlreiche Urlauberinnen und Urlauber strömen das ganze Jahr über an den Gipfel, um die schroffen Felsklippen, die grünen Almwiesen und die atemberaubende Aussicht auf den Binnensee aus nächster Nähe zu genießen. 

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Wer die Wanderung direkt in schwindelerregender Höhe starten möchte, der kann vom Badeort Malcesine aus mit der Seilbahn knapp 1700 Meter in die Höhe fahren. Von der Bergstation aus führen gleich mehrere Wanderwege durch die Berglandschaft. An jedem Wanderweg triffst du irgendwann auf eine urige Almhütte, die eine kleine Stärkung für zwischendurch anbietet. 

Der Monte Baldo ist der höchste Berg am Gardasee.

2. Spaziere von Dorf zu Dorf in Tremosine sul Garda

Tremosine gehört bereits seit Jahren zu den schönsten Dörfern in ganz Italien. Warum das so ist, das sieht man bereits, wenn man den Ort zwischen See und Bergen besucht: Bunte, kleine Häuser reihen sich kunstvoll in die üppige Landschaft aus sattgrünen Olivenhainen, schroffen Felsen und mystischen Wäldern ein. 

Und Tremosine ist dabei nur eines von insgesamt 18 malerischen kleinen Dörfchen in der gleichnamigen Gemeinde am Gardasee. Mit der einmaligen Lage in der Hochebene des Nationalparks Alto Garda Bresciano gehört die Umgebung von Tremosine auch zu den beliebtesten Wandergebieten in der Region. 

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Unser Wandertipp für die Gegend: Wandere von Pieve hinunter bis nach Campione, dem einzigen Ort der Gemeinde, der direkt am Ufer des Gardasees liegt. Aber Achtung: Der Rückweg ist durch die steilen Hänge teilweise nicht für Anfänger geeignet. 

Das Bergdorf Tremosine gehört zu den schönsten Dörfern in ganz Italien.

3. Entdecke die Nachbarn Ledrosee und Tennosee

Der Gardasee ist übrigens nicht der einzige See in der beliebten Urlaubsregion. Mitten in der Gebirgskette im Nordwesten der Region finden Urlauberinnen und Urlauber zahlreiche kleine, kristallklare Bergseen. Die wohl beliebtesten davon heißen Ledrosee und Tennosee. 

Etwas oberhalb von Riva del Garda und Limone gelegen, erreichst du die beiden Seen super zu Fuß, mit dem Auto oder dem Bus. Vor Ort gibt es zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege, um die zauberhafte Natur rund um die türkisblauen Gewässer mitten in den Bergen zu erkunden. 

Der Ledrosee ist einer der malerischen Bergseen in der Umgebung des Gardasees.

Wer es dabei etwas ruhiger mag, der sollte sich vor allem rund um den Tennosee einfinden. Er ist der kleinere von beiden und dadurch auch im Sommer etwas weniger besucht als sein bekannter Nachbar. Und wenn du schon mal da bist, dann schau direkt im historischen Mittelalterdorf Canale vorbei. 

4. Picknicke im Papiermühlental am Steilgebirge

Der Kontrast zwischen den steilen Berghängen und einem sattgrünen Flusstal mit abwechslungsreicher Flora und Fauna begeistert Wandernde im Papiermühlental von Toscolano Maderno. Im Nationalpark Alto Garda Bresciano am Westufer des Gardasees kannst du wandern, radeln und picknicken. 

Für deine Wanderung gibt es gleich mehrere Möglichkeiten in dem vom Steilgebirge umgebenen Wandergebiet. Start jeder Tour ist allerdings immer der Taleingang hinter dem Rathaus (Municipio) von Toscolano. Wer das Bergdorf Gaino im Zuge seiner Wanderung besuchen möchte, der sollte allerdings eine gewisse Kondition mitbringen – denn dabei geht es steile Klippen hinauf. 

Das Papiermühlental in Toscolano Maderno ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radler.

5. Lass dich vom Rocca di Garda verzaubern

Zwischen den beiden Küstenorten Bardolino und Garda finden Wanderinnen und Wanderer ein weiteres Naturparadies: die Umgebung rund um Rocca di Garda. Die Anhöhe, auf der ein altes Mönchskloster steht, ist eine sagenumwobene Gegend, die sich besonders für kurze Wanderungen eignet. 

Auf dem Rocca di Garda soll einst eine Prinzessin gelebt haben.

Der Ort bietet ein Naturidyll mit ausgeschilderten Wanderwegen und einem atemberaubenden Ausblick auf den gesamten südlichen Teil des Gardasees.