Italien ist eine echte Kulturhochburg unter den Reisezielen im Süden Europas. Antike Stätten, Museen zwischen Kunst und Geschichte und zahlreiche Burgen und Schlösser entführen Touristinnen und Touristen aus aller Welt während ihres Urlaubes in vergangene Zeiten und fremde Welten. 

Nur logisch also, dass auch die beliebte Urlaubsregion rund um den Gardasee zahlreiche Kulturhotspots beherbergt. Der reisereporter stellt dir acht Sehenswürdigkeiten vor, die du bei einer Reise an den Gardasee auf keinen Fall verpassen solltest. 

Karte für den Gardasee: Sehenswürdigkeiten und Badeorte

1. Castello Scaligero, Malcesine

Schon der Dichter Johann Wolfgang von Goethe berichtete in seiner „Italienischen Reise“ von der beeindruckenden Burganlage am Ostufer des Gardasees. Und auch heute noch ist das Castello Scaligero im malerischen Ort Malcesine ein beliebter Anlaufpunkt für alle Reisenden. Schon aus der Ferne – vor allem vom Wasser aus – ist die Burg auf einer kleinen, steinigen Anhöhe direkt am Ufer eine wahre Augenweide. 

Das Castello Scaligero in Malcesine am Gardasee ist ein beliebtes Ziel für Geschichtsinteressierte.

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Urlauberinnen und Urlauber erreichen die Burg am besten über die Altstadt, die direkt an die Mauern der Festung grenzt. Nach einem Spaziergang durch die engen Gassen mit den kleinen Lädchen und Cafés kannst du die Burg dann mit einer Führung oder auf eigene Faust erkunden.

Unser Tipp: Lass dir dabei den Innenhof mit dem Blick auf die alten Gemäuer und die begrünten Flächen nicht entgehen. Das Schloss ist täglich von 9.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. 

2. Monte Baldo, Malcesine

Malcesine ist auch der Ort, von dem aus Touristinnen und Touristen den höchsten Berg am Gardasee am besten erreichen: den Monte Baldo. Mit seinen 2.218 Metern Höhe ragt der Bergrücken über den Gardasee und bietet Wandererinnen, Bergsteigern und Abenteur-Fans einen beliebten Treffpunkt über den Dächern der Urlausbregion. 

Um die atemberaubende Aussicht auf die Nachbarberge und den Gardasee vom Gipfel des Monte Baldo aus genießen zu können, müssen Bergsteigerinnen und Wanderer einen langen und teilweise schwierigen Marsch hinter sich bringen. Wer darauf keine Lust hat, fährt am besten bequem mit der Seilbahn hinauf. 

Vom höchsten Berg aus haben Urlauber einen traumhaften Blick über den Gardasee.

Die Seilbahn Funivia Malcesine im gleichnamigen Urlaubsort bringt Reisende innerhalb von wenigen Minuten vom Tal in knapp 1800 Meter schwindelerregende Höhe. Einmal auf den Gipfel und wieder zurück kostet für Erwachsene 25 Euro, Kinder zahlen 15 Euro. Für 8 Euro können außerdem Fahrräder, Kinderwagen oder Hunde mitgenommen werden. 

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3. Castello Scaligero, Sirmione

Am Gardasee gibt es zahlreiche Burgen und Schlösser – interessant sind sie alle. Wer aber wirklich eine besondere Burg besuchen möchte, der sollte einen Halt am Castello Scaligero in Sirmione einplanen. Oder noch besser: einen Halt vor der Burg. Die Wasserburg liegt nämlich quasi mitten im Gardasee und bietet durch ihre weißen Gemäuer direkt über dem Wasser einen einmaligen Anblick. 

Im Badeort Sirmione versteckt sich eine idyllische Burg direkt am Wasser.

Grund für dieses einzigartige Bild ist die Lage der Burg: Sie befindet sich direkt auf der rund vier Kilometer in den Gardasee hineinragenden Halbinsel Sirmione am Südufer des beliebten Sees. Durch ihre besondere Architektur aus dem 14. Jahrhundert ist sie sowohl von außen als auch von innen ein echtes Highlight für alle Kulturinteressierten und Ästhetikerinnen und Ästhetiker. Wer will, kann die Burg täglich von 8.15 bis 19.15 Uhr besuchen.

4. Grotte di Catullo, Sirmione

Von der Wasserburg aus sind es nur wenige Hundert Meter, bis Urlauberinnen und Urlauber eine weitere Sehenswürdigkeite am Gardasee erreichen: die Grotte di Catullo. Was einst eine römische Villa mit prachtvollen Thermalbädern war, ist heute eine bekannte antike Ausgrabungsstätte direkt am Ufer. 

Die Grotte di Catullo am Gardasee in Italien ist eine beliebte antike Stätte.

Ein perfekter Ort also, um auf Entdeckungstour zu gehen. Denn an jeder Ecke findet man alte Säulen und Mauern, die an eine längst vergangene Zeit erinnern. Manche Urlaubenden haben vielleicht sogar die Möglichkeit, eine historische Entdeckung zu machen – denn bisher sind noch nicht alle Teile der Ruine archäologisch untersucht worden. Und wenn das nicht verlockend genug ist, dann kann die Tour anschließend etwas naturorientierter fortgeführt werden: mit einem Spaziergang durch die umliegenden Olivenhaine. 

5. Ugo da Como, Desenzano

Unser nächster Hotspot ist das Udo da Como in Desenzano. Und was von außen vielleicht aussieht wie die dritte Burg in der Liste, ist eigentlich etwas ganz anderes: ein echt cooles Museumshaus mit einer spannenden Geschichte. Das ehemalige Haus des Senators und Anwalts Ugo da Como wurde nämlich so konzipiert, dass Besucherinnen und Besucher bei ihrem Rundgang einen regelrechten Parcours aus Objekten aller Art durchlaufen müssen. 

Das Ziel: den Museumsbesuch zu einem echten Erlebnis machen. Das gelingt nicht nur mit dem Aufbau, sondern auch mit den vielfältigen Ausstellungsstücken aus Kunst, Kultur und Geschichte. Landesweit bekannt ist das Museum aber vor allem für die Bibliothek mit rund 50.000 Büchern. 

Übrigens: Das außergewöhnliche Museum ist Teil des riesigen historischen Gebäudekomplexes Rocca di Lonato, in dem sich außerdem eine Burganlage, eine Stiftung und ein weiteres Museum befinden. All das können Touristinnen und Touristen täglich von 10 bis 18 Uhr erkunden. 

6. Duomo di Santa Maria Annunziata, Salò

Eher unscheinbar kommt auch der gotische Dom Santa Maria Annunziata im beschaulichen Ort Salò daher. Dabei handelt es sich bei dem Bauwerk im Stadtzentrum um die wohl bekannteste und bedeutendste Kathedrale am Gardasee. Dem Geheimnis hinter der großen Beliebtheit des Bauwerks kommen Besucherinnen und Besucher spätestens dann auf die Schliche, wenn sie sich dem Gebäude nähern. 

Die Santa Maria Annunziata ist die wohl schönste Kathedrale am Gardasee.

Das Gotteshaus wurde nämlich ganze 50 Jahre lang mit viel Kreativität und Zuwendung gebaut. Daher finden Urlaubende dort zahlreiche, teilweise filigrane Elemente und Verzierungen aus verschiedenen Epochen der Zeitgeschichte. Das Innere der Kathedrale ist geprägt von dem mit Gold und Stuck verzierten Altar und zahlreichen Ölgemälden an den Wänden. Bewundern kannst du das Ganze täglich von 8.30 bis 19 Uhr. 

7. Vittoriale degli Italiani, Gardone Riviera

Gabriele D’Annunzio war ein bedeutender italienische Dichter und Schriftsteller – und von Bescheidenheit hielt er nicht allzu viel. Er lebte seinerzeit in einem der prunkvollsten Gebäude am Gardasee. Heute ist sein altes Anwesen ein riesiger, kunstvoller Museumskomplex mit mehreren Ausstellungsräumen und einer weitläufigen Parkanlage mit eigenem Amphitheater und Kunstwerken. 

Das Vittoriale degli italiani ist ein einmaliger Museumskomplex am italienischen Gardasee.

Und das Beste daran: Das neun Hektar große Gelände ist für Besucherinnen und Besucher täglich 9 bis 20 Uhr geöffnet. Sogar das einstige Wohnhaus des berühmten Philisophen kannst du dir bei einem Besuch anschauen. Außerdem findest du dort ein Schiffs- und Kriegsmuseum sowie ein Mausoleum. 

Absolutes Highlight dieses Ortes ist allerdings die Gestaltung der Parkanlage. Zahlreiche Wege führen Reisende durch die grüne Anlage vorbei an den vielen malerischen Gebäuden, Kunstwerken und seltenen Pflanzen. Für eine kleine Stärkung zwischendurch gibt es außerdem ein kleines Café mit regionalen Leckereien. 

8. Cascata Varone, Riva del Garda

Im Norden des Gardasees befindet sich ein echtes Naturwunder: ein Wasserfall – mitten in einem Berg. Der Cascata Varone ist von außen kaum sichtbar, wer aber den Weg durch zwei Höhlen auf sich nimmt, kann von einer Plattform aus zusehen, wie riesige Wassermassen durch die Höhle fallen. 

Der Wasserfall Varone in Riva am Gardasee ist ein beliebtes Ziel für Naturfans.

Auf dem Weg zu diesem besonderen Ort durchlaufen Urlauberinnen und Urlauber einen ebenfalls idyllischen botanischen Garten. Bereits die kurze Wanderung durch diese Parkanlage, an den Felswänden des Berges vorbei und durch die dunklen Höhlen ist ein echtes Abenteuer. Dass das am Ende noch mit einem Wasserfall im Berg belohnt wird, ist dann quasi das i-Tüpfelchen.