Mit den Sommerferien kommt für viele auch die Urlaubszeit. Dann heißt es: Wandern in Italien, Sightseeing in Griechenland oder Schwimmen in Spanien. Aber Vorsicht: Auch im Urlaub musst du dich an verschiedene Regeln und Gesetze halten – von denen einige berechtigt, aber ziemlich skurril sind. 

Wer sich nicht daran hält, muss teilweie mit hohen Geld- oder sogar Gefängnisstrafen rechnen. Damit dir nichts davon blüht, stellen wir dir die außergewöhnlichsten Regeln der Urlaubsländer vor. Klick dich einfach zu den spannendsten Gesetzen:

Wandern durch die Cinque Terre mit Flip-Flops und Badelatschen verboten

Die bunten Fischerdörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore des Cinque-Terre-Nationalparks in Italien sind echte Besuchermagneten. Sie ziehen sich entlang der Steilküste und sind durch gut markierte Fußpfade miteinander verbunden. Bei Wanderungen ins Umland gilt aber seit Kurzem ein strenges Verbot für ungeeignetes Schuhwerk. Da sich Reisende beim Erkunden der Landschaft in Flip-Flops immer wieder verletzten, sind diese nun beim Wandern verboten.

Wie aus einem Buch wirkt Manarola mit seinen Steilhängen.

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Mit Bären an den Strand gehen ist in Israel verboten

Die meisten Gesetze basieren auf echten Ereignissen, die in Zukunft unterbunden werden sollen. Ob das auch auf diese Regelung zutrifft? In jedem Fall ist es in Israel explizit verboten, mit einem Bären an den Strand zu gehen. Dabei sind nicht Teddybären gemeint, sondern echte lebende Bären.

Keine Sandburgen im italienischen Eraclea und auf Sylt erlaubt

In Eraclea nahe Venedig ist es verboten, Sandburgen zu bauen. Der Grund: Durch die dabei entstehenden Löcher und Türme könnten Spazierende stolpern und sich verletzen. Gleiches gilt für Rettungsschwimmer. Außerdem könnten Sandburgen oder Löcher Krankenwagen im Ernstfall behindern, wenn sie wegen der Bauwerke stecken bleiben. Daher kann der Bau einer Sandburg mit bis zu 450 Euro bestraft werden.

Mit diesem Verbot steht Eraclea aber nicht allein da. Auch auf Sylt sowie an einigen Stränden der Insel Fehmarn und an vielen Stränden Tenerifas sind Sandburgen aus denselben Gründen nicht erlaubt.

Sandburg am Meer.

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Nacktbaden nur für Männer in Palermo verboten

FKK ist an vielen Stränden an Nordsee und Ostsee möglich. Dort können Frauen und Männer gleichermaßen ihre Nacktheit ausleben. In Palermo, der Hauptstadt Siziliens, ist es hingegen verboten, nackt am Strand zu sein – allerdings nur für Männer. Frauen ist es dagegen erlaubt, blank zu ziehen. Von Gleichberechtigung also keine Spur.

Nur enge Badehosen in einigen Schwimmbädern Frankreichs erlaubt

In einigen Schwimmbädern in Frankreich dürfen Männer ausschließlich kurze und eng anliegende Badehosen tragen. Denn weite Badehosen gelten aus französischer Sicht als unhygienisch. Der Grund: In den Taschen der Shorts könnte sich nach dem Baden beispielsweise in einem fließenden Gewässer Dreck und Sand sammeln, die dann die Pool-Filteranlagen verstopfen.

Junger Mann in roter Badehose springt einen See.

Liegestuhl reservieren ist in dieser spanischen Stadt verboten

Schnell mit einem Handtuch noch vor dem Frühstück einen Liegestuhl und einen Sonnenschirm reservieren – das ist in Málaga bereits seit sieben Jahren untersagt. Wer gegen die Regelung verstößt und Gegenstände reserviert, dem werden sie wieder weggenommen.

Kussverbot in den Vereinigten Arabischen Emiraten – und in Paris?!

Das Küssen und der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten strengstens verboten. Wer sich nicht daran hält, dem droht eine Gefängnisstrafe.

Auch in Frankreich und somit ebenfalls in Paris sind Abschiedsküsse auf Bahnsteigen per Gesetz seit 1910 verboten. Der Grund: So sollen Zugverspätungen vermieden werden. Allerdings wird dieses Verhalten heute nicht mehr bestraft. Dennoch gibt es offizielle „Kuss-Zonen“, auf die sich Liebende beschränken sollen.

küssendes Pärchen.

Sand und Steine mitnehmen ist auf Sardinien untersagt

Wer ein kleines Andenken an den Strand-Urlaub auf Sardinien mitnehmen möchte, sollte nicht zum Sand greifen – das Mitnehmen des Sandes steht nämlich unter Strafe. Dasselbe gilt für ganz normale Steine. Denn wenn jeder Reisende ein Glas voller Sand mitnimmt, kommt am Ende ganz schön viel zusammen.

Einem Bericht von „CNN“ zufolge wurden im vergangenen Jahr mehr als 100 Kilogramm Sand, Muscheln und Steine von Sardiniens Stränden durch Touristinnen und Touristen entwendet. Das Diebesgut stellte die Polizei bei Routinekontrollen an Sardiniens Flughafen oder auf Auto-Fähren sicher. Für ihr Vergehen müssen Sanddiebe und -diebinnen mit 500 bis 3000 Euro Strafe rechnen. 

Keine High Heels in der Akropolis von Athen

Sightseeing ausschließlich in High Heels ist nirgends eine gute Idee – allein schon deinen Füßen zuliebe. Aber beim Besuch von antiken Stätten solltest du grundsätzlich auf Pfennigabsätze verzichten. Denn die Schuhe könnten den Boden beschädigen. Das ist auch der Grund, weshalb in der Akropolis von Athen das Tragen von High Heels nicht gestattet ist. Die Schuhe mit dem dünnen Absatz könnten Löcher im antiken Marmor hinterlassen. Um die Akropolis für die Nachwelt zu erhalten, sind flache Schuhe daher zwingend notwendig.

Bei einer Reise zur Akropolis in Athen solltest du deine High Heels im Koffer lassen. Das Schuhwerk ist dort verboten.

Rauchen von E-Zigaretten ist in diesen Ländern verboten

In Deutschland ist das Rauchen, der Besitz oder der Kauf von E-Zigaretten völlig legal. In einigen anderen Ländern sieht das aber anders aus. Mancherorts ist der Besitz oder die Einfuhr verboten, sodass eine hohe Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe droht. Daher sollten Reisende vor ihrem Urlaub checken, ob sie ihren Dampfer mitnehmen dürfen. Hier eine Übersicht:

  • Thailand: E-Zigaretten sind verboten, die Einfuhr wird streng bestraft. Wer dagegen verstößt, muss mit einer hohen Geldstrafe oder einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen, so das Auswärtige Amt
  • Brasilien: E-Zigaretten gelten als gesundheitsschädlich und sind daher verboten.
  • Malaysia: In Salangor ist das Dampfen in der Öffentlichkeit verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 2000 Euro rechnen. Im schlimmsten Fall droht eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren.
  • Singapur: Das Dampfen mit einer E-Zigarette ist illegal, Verstöße werden mit bis zu 10.000 Dollar oder einem halben Jahr Gefängnis bestraft.
  • Indien: Einfuhr und Nutzung von E‑Zigaretten ist seit November 2019 untersagt. Aber nur sieben indische Bundesstaaten setzen das Verbot durch. Wer in Jammu, Karnataka, Kaschmir, Kerala, Maharashtra, Mizoram oder Punjab gegen die Vorschriften verstößt, muss mit einer hohen Geldstrafe oder einer Gefängnisstrafe rechnen.
  • Panama: E-Zigaretten dürfen nicht eingeführt oder benutzt werden.
  • Venezuela: Die Einreise mit E-Zigaretten ist verboten, sie zu benutzen ebenfalls.
  • Australien: Der Besitz und der Import von nikotinhaltigen Liquids ist in einigen Staaten illegal. Mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung dürfen sie aber eingeführt werden.
  • Japan: Auch dort ist die Einfuhr von nikotinhaltigen Liquids verboten.

Keine Camouflage-Klamotten in diesen Ländern

Camouflage-Kleidung kann ziemlich stylish sein, aber in einigen Ländern solltest du lieber darauf verzichten. Denn der Military-Look ist dort eben nur dem Militär verbehalten. Das ist auf einigen karibischen Inseln der Fall. Wer die Tarnfarben dennoch trägt, muss meist mit einer Geldstrafe rechnen. In Südafrika droht sogar eine Gefängnisstrafe. In diesen Ländern solltest du deine Camouflage-Klamotten lieber nicht mitnehmen:

  • Antigua und Barbuda
  • Bahamas
  • Barbados
  • Dominica
  • Ghana
  • Grenada
  • Jamaika
  • Nigeria
  • Oman
  • Philippinen
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Saudi-Arabien
  • Südafrika
  • Trinidad und Tobago
  • Uganda
  • Sambia
  • Simbabwe