Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen werden im Sommer 2021 wieder mehr Urlaubsreisen gebucht – vor allem innerhalb Deutschlands. Laut der Ferienhaussuchmaschine „Holidu“ ist die Zahl der Suchanfragen nach Ferienhäusern seit Mai um mehr als 500 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. „Hometogo“ berichtet, dass für den Sommer 2021 rund 80 Prozent mehr Reiseziele in Deutschland gesucht werden als 2020.

Datenerhebungen der Suchmaschinen und der Mietwagen-Vergleichsplattform „billiger-mietwagen.de“ zeigen, wo du trotz Buchungsansturm in diesem Jahr bei Ferienunterkünften und Mietwagen in Europa ein Schnäppchen machen kannst. Und sie verraten auch, welche Regionen bereits ausgebucht sind. Klick dich einfach zu dem Thema, das dich interessiert:

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Ostsee fast ausgebucht – Ferienhäuser gleichzeitig am teuersten

In Deutschland stehen weiterhin beliebte Reiseziele wie die Ostsee und die Nordsee hoch im Kurs. Nur noch 7 Prozent der Unterkünfte sind „Holidu“ zufolge Ende Juli und Anfang August an der Ostsee buchbar – 16 Prozent sind es an der Nordsee. Über wenig Kapazitäten verfügen auch die Chiemgauer Alpen (12 Prozent frei), Garmisch-Partenkirchen (11 Prozent) und die Bodensee-Region (10 Prozent). 

Gleichzeitig sind diese Ziele auch die teuersten: In Garmisch-Partenkirchen kostet eine Ferienunterkunft durchschnittlich 198 Euro pro Tag, am Tegernsee sind es 197 Euro. An der Ostsee schlagen Unterkünfte im Sommer mit 155 Euro zu Buche.

Ähnliche Werte zeigt die Datenerhebung von „Hometogo“. Am teuersten ist es an der Ostsee. Dort liegen die Median-Preise pro Nacht und pro Unterkunft im Juli bei 128 Euro und im August bei 123 Euro. Auf Fischland-Darß-Zingst kosten Ferienwohnungen in den Sommermonaten im Schnitt etwa bei 134 Euro, in der Schleiregion zwischen 145 und 125 Euro und an der mecklenburgischen Ostseeküste sind es 131 Euro.

Ferienhäuser an der Ostsee.

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Überblick: Preise und Verfügbarkeiten von Ferienunterkünften Sommer 2021

Deutschland: Wo gibt es noch günstige Ferienhäuser im Sommer 2021?

Ist das zu teuer, kann auf Alternativen wie den Bayerischen Wald und den Thüringer Wald (beide 94 Euro), den Mittenwald (110 Euro) oder den Harz (112 Euro) ausgewichen werden. Gleichzeitig sind in vielen dieser Regionen auch noch zahlreiche Ferienhäuser und Ferienwohnungen frei: Der Bayerische Wald punktet laut „Holidu“ mit 51 Prozent Verfügbarkeit, und im Allgäu sind noch rund ein Drittel der Unterkünfte frei.

Die Daten von „Hometogo“ zeigen ebenfalls, dass Urlauberinnen und Urlauber in Bayern im Schnitt 95 Euro im Juli und 96 Euro im August zahlen. Noch günstiger ist es nur im Harz. Dort liegt der Median-Preis im August bei 89 Euro pro Nacht für eine Ferienunterkunft.

Wie ist die Lage für Ferienhäuser in Europa?

Ein Blick auf beliebte Urlaubsorte in Europa bei „Holidu“ zeigt: Auf Teneriffa sind im Sommer 55 Prozent, auf Sardinien 38 Prozent und auf Mallorca 34 Prozent der Unterkünfte frei. An der Algarve sind allerdings nur noch 29 Prozent, auf Elba 26 Prozent und auf Ibiza 25 Prozent frei. 

Am teuersten in Europa sind Ferienhäuser auf Mallorca: Dort müssen Reisende mit 359 Euro pro Tag rechnen. Relativ günstig kommen sie hingen auf den Kanarischen Inseln Teneriffa (121 Euro) und Gran Canaria (140 Euro) weg. 

„Hometogo“ kommt auf folgende Median-Preise pro Nacht und Unterkunft:

  • Italien: Juli 126 Euro, August 131 Euro
  • Frankreich: Juli 130 Euro, August 135 Euro
  • Kroatien: Juli 132 Euro, August 140 Euro
  • Österreich: Juli 134 Euro, August 146 Euro
  • Niederlande: Juli 142 Euro, August 125 Euro
  • Portugal: Juli 143 Euro, August 135 Euro
  • Dänemark: Juli 149 Euro, August 90 Euro
  • Mallorca: Juli 254 Euro, August 244 Euro

In welchen Ländern kann ich günstig Mietwagen buchen?

Bisher können Reisende in allen Urlaubs-Regionen noch einen Mietwagen buchen. Allerdings rechnen die Fachleute damit, dass auf den Inseln die Verfügbarkeit bald erschöpft sein wird, heißt es von „billiger-mietwagen.de“. Ein Grund dafür ist, dass die Vermieter während der Pandemie ihre Flotten radikal verkleinern mussten. Außerdem hindere der Chipmangel der Autohersteller sowie die finanzielle Situation viele Vermieter daran, ihre Kapazitäten entsprechend der steigenden Nachfrage kurzfristig zu erhöhen.

Daher steigen im Sommer die Preise vielerorts weiter an. In Dänemark müssen Urlauberinnen und Urlauber für einen Mietwagen 92 Euro pro Tag zahlen – damit ist ein Mietwagen 158 Prozent teurer als 2020. Und in Griechenland, der Türkei und Großbritannien sind die Preise zwischen 50 und 60 Prozent höher als im Jahr zuvor.

Besonders kräftig angezogen haben die Kosten für Mietwagen seit 2019 auf Mallorca: 138 Prozent mehr zahlen Reisende als noch vor zwei Jahren. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist der Tagespreis um 85 Prozent gestiegen. Vergleichsweise geringe Preissteigerungen gibt es in Italien mit 25 Prozent und in Frankreich 24 Prozent.

Die günstigsten Mietpreise findest du hingegen in Schweden. Diese sind dort um 48 Prozent günstiger als noch im Jahr zuvor. In Österreich sind sie 45 Prozent und in Portugal 10 Prozent günstiger.