Die Azoren bestehen aus neun Inseln – und eine ist schöner als die andere. Dabei besticht jede einzelne mit einem eigenen Charme und hat individuelle Vorteile. Während São Jorge zum Beispiel das Paradies für Wanderfans ist, zieht es Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter eher nach Santa Maria. Aber welche Insel der beliebten Inselgruppe Portugals passt nun am besten zu deinem Urlaubstyp? Der reisereporter stellt dir die neun Inseln der Azoren vor – und verrät, welche Insel die beste für deine Reise ist. 

Karte für die Azoren: Strände und Sehenswürdigkeiten

São Miguel – das Herz der Azoren

Die grüne Insel São Miguel ist das Zentrum der portugiesischen Inselgruppe. Sie ist nicht nur die größte der neun Inseln, sondern beherbergt auch mehr als die Hälfte aller Einheimischen der Azoren. Touristinnen und Touristen können auf São Miguel deshalb aus dem Vollen schöpfen und von einem vielfältigen touristischen Urlaubsangebot profitieren. 

Der Lagoa das Sete Cidades ist ein See im Krater von Sete Cidades im Kreis Ponta Delgada auf der portugiesischen Azoreninsel São Miguel.

Auf São Miguel findest du also eine große Auswahl an Unterkünften, Restaurants und Aktivitäten für einen abwechslungsreichen Inselurlaub mitten im Atlantischen Ozean. Da dort außerdem der Airport der Inselgruppe ist, startet ohnehin jeder Urlaub auf der belebten Insel. Und wer einmal dort ist, der sollte sich unbedingt auch die Vulkanlandschaft anschauen – denn sie ist die aktivste der gesamten Azoren. Konkret bedeutet das: Atemberaubende Vulkankrater, heiße Quellen und karge Lavareste warten nur darauf, Naturfans zu verzaubern. 

São Miguel passt zu dir, wenn du Lust auf Abwechslung, Begegnungen mit Einheimischen und eine beeindruckende Landschaft hast. 

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Santa Maria – die Sonneninsel

Strandurlaub auf den Azoren – das geht am besten auf Santa Maria. Die kleine Insel überrascht anders als ihre Nachbarn nämlich mit gleich mehreren feinen, weißen Sandstränden und einem vergleichsweise ruhigen Meer. Ein weiterer Pluspunkt für einen Badeurlaub auf Santa Maria sind die vergleichsweise vielen Sonnentage. Ihren Spitznamen Sonneninsel hat die Insel nämlich aus gutem Grund: Sie bekommt mit Abstand die meiste Sonne der Azoren ab. 

Die halbmondförmige Bucht der Baía de São Lourenço liegt an der Ostküste von Santa Maria.

Die Azoren-Insel ist aber auch sonst etwas Besonders, denn sie ist die wohl älteste ihrer Gruppe. Auf Santa Maria finden Urlauberinnen und Urlauber vor allem eine flache Landschaft mit vielen Wäldern und Wiesen, die im Osten etwas felsiger und schroffer wird. 

Santa Maria passt zu dir, wenn du dein Azoren-Abenteuer mit einem Badeurlaub verbinden möchtest.

Faial – das Segler-Mekka

Von der Karibik aus Richtung Europa steuern etliche Segelschiffe die Hafenstadt Horta an. Die wiederum liegt auf der Insel Faial. Nicht umsonst gilt Faial als das Segler-Paradies der Azoren. In der charmanten Hafenstadt treffen Segelfreundinnen und ‑freunde aus aller Welt aufeinander und verleihen dem Ort mit ihren Schiffen und ihren internationalen Einflüssen einen ganz eigenen Charakter. 

Die Hafenstadt Horta ist ein beliebter Anlaufpunkt für Segler aus aller Welt.

Faial ist aber auch für die vielen blauen Hortensienfelder bekannt, für abenteuerliche Wandertouren durch die felsige und hügelige Vulkanlandschaft und für malerische Naturschwimmbecken, die sich kunstvoll in die beeindruckende Felsenküste der Insel einfügen. 

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Faial passt zu dir, wenn du Freude am Segeln hast, dich für schöne Hafenstädtchen begeistern kannst oder einfach eine blumenreiche Landschaft fernab der Touristenmassen genießen möchtest. 

Pico – die Insel der Superlative

Der höchste Punkt der Azoren befindet sich stolze 2351 Meter über dem Meeresspiegel – und ist gleichzeitig auch der höchste Berg in ganz Portugal. Die Rede ist vom Ponte Pico. Und weil der inaktive Vulkan die Landschaft auf der gleichnamigen Insel so nachhaltig prägt, ist er auch über die Inselgrenzen hinaus berühmt. Wanderinnen und Wanderer aus aller Welt zieht es zu dem Berg, um ihn zu umwandern – oder im Rahmen einer Tagestour zu erklimmen.

Die Landschaft auf der Azoren-Insel Pico ist geprägt durch den gleichnamigen Vulkan, Wacholderbäume und Feuchtgebiete.

Aber die Insel Pico ist noch aus einem anderen Grund ein Ort der Superlative: Von dort aus kannst du den stillen Riesen des Meeres ganz nah kommen: Blauwale, Finnwale, Pottwale und Buckelwale leben nämlich unweit der Küste und können im Rahmen von entsprechenden Bootstouren in ihrem natürlichen Lebensraum besucht werden. 

Pico passt also zu dir, wenn du die Herausforderung suchst und gern den höchsten Berg Portugals entdecken möchtest – oder einem Wal mal ganz nah kommen willst.

Corvo – das Nesthäkchen

Die kleinste bewohnte Insel der Azoren ist Corvo. Im Nordwesten der Inselgruppe gelegen, beherbergt sie auf 17 Quadratkilometern lediglich eine Straße, einen inaktiven Vulkankrater mit mehreren Seen und einen Ort. Das kleine Dorf Vila do Corvo gehört zu den kleinsten Städten in ganz Europa. 

Blick auf den Krater Caldeirão auf der Azoren-Insel Corvo.

Viel los ist auf der beschaulichen, grünen Insel deshalb so gut wie nie. Stattdessen ist Ruhe und Idyll an der Tagesordnung. Es gibt nur sehr wenige touristische Angebote und Unterkünfte. Die Insel lässt sich aber auch im Rahmen eines Tagesausfluges von der Nachbarinsel Flores aus erkunden. 

Corvo passt also zu dir, wenn du Abgeschiedenheit willst oder dich während deines Azoren-Urlaubes nach einem Tag Ruhe und Entspannung sehnst und dabei trotzdem neue Eindrücke sammeln möchtest.

Flores – die Blumeninsel

Auf der Azoren-Insel Flores ist der Name Programm. Denn auf Deutsch heißt Flores „Blumen“ – und davon gibt es auf der ruhigen Insel, die übrigens der westlichste Punkt Europas ist, mehr als genug. Es wachsen Hortensien, Azaleen, Moos und Lorbeerbäume.

Wer sich nicht gerade in der 4000-Einwohner-Inselhauptstadt Santa Cruz de Flores aufhält, kann die unberührte Natur mit Seen, Wasserfällen, Basaltklippen sowie saftigen grünen Wiesen und Wäldern beim Wandern erkunden. 

Lagoa dos Patos und Wasserfälle Poco da Alagoinha, bei Faja Grande, Insel Flores, Azoren, Portugal, Europa *** LAGOA Dos Patos and Waterfalls POCO there at Faja Grande Island Flores Azores Portugal Europe Copyright: imageBROKER/HarryxLaub ibxhal04577419.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung! imago/imagebroker

Der höchste Berg der Insel ist der erloschene Vulkan Marro Alto. Fast die gesamte Insel ist Naturschutzgebiet – und das Innere ist nicht besiedelt. Die meisten Menschen leben in Santa Cruz de Flores oder in einem der kleinen Küstendörfer.

Flores passt zu dir, wenn du dich über Blumenwiesen freuen kannst, nach einem ruhigen Ort in der Natur suchst oder einfach fernab von Touristenmassen auf Wanderschaft gehen möchtest. 

Terceira – die Kulturhochburg

Die traumhafte Natur ist der Hauptgrund für eine Reise auf die Azoren. Aber die Inselgruppe kann auch Kultur – vor allem auf der drittgrößten Insel Terceira. Dort finden Touristinnen und Touristen die älteste Stadt der Azoren: Angra do Heroísmo. Die ist Unesco-Weltkulturerbe und wurde nach einem Erdbeben im Jahr 1980 wieder aufgebaut.

Portugal, Azores, Terceira Island, Angra do Heroismo, elevated town view with Igreja da Misericordia and Santissimo Salvador da Se churches. imago images/Walter Bibikow

Seitdem ist sie ein beliebtes Ausflugsziel für einen Kulturtag auf den Azoren. Das liegt nicht zuletzt auch an ihrer Geschichte – und der traumhaft bunten, typisch portugiesischen Kapelle. Apropos Kapelle: Davon gibt es auf der gesamten Insel zahlreiche in den unterschiedlichsten Farben und Formen. 

Terceira passt also zu dir, wenn du die kulturelle Welt der portugiesischen Inselgruppe erkunden möchtest, dabei aber auf die Naturhighlights nicht verzichten willst.

Graciosa – die elegante Abwechslung

Im Gegensatz zu ihren Nachbarn ist die zweitkleinste Insel der Azoren die wohl eleganteste. Statt schroffer Felsen und karger Vulkanlandschaften finden Urlauberinnen und Urlauber dort idyllische Landzüge mit flachen Gebirgsketten und sattgrünen Wiesen und Wäldern.

Wahrzeichen der kleinen Insel mit insgesamt vier bewohnten Orten sind die vielen Windmühlen aus dem 19. Jahrhundert. Die eignen sich übrigens auch perfekt als Kulisse für das Urlaubsfoto. 

Paus, Wassertank in Santa Cruz, Insel Graciosa, Azoren, Portugal, Europa *** Paus water tank in Santa Cruz island Graciosa Azores Portugal Europe Copyright: imageBROKER/KarolxKozlowski iblkoz04658206.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung! imago/imagebroker

Graciosa passt zu dir, wenn du für deine Wandertour auf den Azoren abwechslungsreiche, aber leichte Routen suchst. 

São Jorge – das Wanderparadies

Steile Vulkankrater, atemberaubende Höhenzüge und mystische Wälder – São Jorge ist das Paradies für alle eingefleischten Wanderer. Wer sich auf die hohen Aussichtspunkte der Insel traut, kann oft gleich bis zur Nachbarinsel hinüberschauen. Bei Einheimischen ist São Jorge vor allem als Dracheninsel bekannt. Der Grund: In den Tälern wimmelt es nur so von zauberhaften Drachenbäumen. 

Landscape near Sao Jorge - Madeira island, Portugal imago images/ccat82

o Jorge passt zu dir, wenn du das Wandern liebst und deine Leidenschaft gern in einer traumhaften Landschaft voller seltener Pflanzen und eindrucksvoller Vulkankrater ausleben möchtest.