Viele Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland sind bereits unterwegs oder sitzen auf gepackten Koffern. Denn: Von deutschen Flughäfen aus sind nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wieder 86 Länder erreichbar, davon 48 außerhalb Europas.

Die beliebtesten Flugziele im Juli und August 2021 sind Spanien, Türkei, Griechenland, Portugal, Kroatien und Italien.

Traumziel für deutsche Touristen: Auf Platz Eins der Flugbuchungen steht Mallorca.

Die Zahl der Buchungen liegt laut BDL zwar 70 Prozent unter dem Vergleichszeitraum im Jahr 2019. Das Reise-Interesse steige seit Ende April aber wieder „spürbar“ an.

Auch der Deutsche Reiseverband freut sich über die steigende Nachfrage. Ein Urlaub im zweiten Corona-Jahr berge aber weiterhin Gefahren. Daher sollten Reisende diese Checkliste beachten, um entspannt ihr Ziel zu erreichen. Klick dich zu dem Thema, das dich interessiert:

Aktuelle Deals

Das solltest du bei der Buchung beachten:

  • Checke als erstes die Corona-Regeln für die Einreise in dein Urlaubsland. Das Auswärtige Amt, das Robert Koch-Institut sowie das Gesundheits- und das Innenministerium stellen dafür alle Informationen bereit.
  • Ganz wichtig: die Quarantäne-Vorgaben. Gelten sie in deinem Urlaubsland auch für Geimpfte, Genesene und Getestete?
  • Erkundige dich bei Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften oder deiner Krankenkasse über separate Reiseversicherungen. In vielen Angeboten sind die Kosten dafür bereits inbegriffen.
  • Ist ein Corona-Test notwendig und falls ja, welcher? Wie viele Stunden vor der Einreise muss der Test gemacht werden?
  • Musst du dich in eine elektronische Einreisedatei eintragen? Oftmals brauchst du dafür einen QR-Code.
  • Welche Regeln gelten für die Rückreise nach Deutschland?

Die Aufregung steigt: Tipps für die Zeit vor dem Reiseantritt

Endlich Kofferpacken: Wichtige Dokumente solltest du immer griffbereit haben.

  • Hast du alle Tests im korrekten Zeitraum vorgenommen?
  • Falls erforderlich: Hast du dich online für die Reise im Zielland angemeldet?
  • Ist dein Ausweis oder Reisepass noch gültig?
  • Prüfe die Vorgaben für das Handgepäck. Plane so wenig wie möglich ein.
  • Du hast Flüssigkeiten (Mengen-Regeln beachten!) und Elektronik im Handgepäck? Dann solltest du diese Dinge griffbereit packen.
  • Nutze den Online-Check-in und lade, falls möglich, alle Nachweise vorab hoch.
  • Dokumente und Nachweise griffbereit verstauen.
  • Nutze den Vorabend-Check-in, um Gedränge am Flughafen zu vermeiden.
  • Wenn nötig, reserviere vorab einen Parkplatz am Flughafen.
  • Snacks für den Flug einplanen.
  • Suche nach Smartphone-Apps, die für deinen Urlaub hilfreich oder vorgeschrieben sind.
  • Lade dein Telefon auf und packe das Ladekabel ein.
  • Nicht vergessen: Pass, Ausweis, Nachweise über Impfungen, Genesung, Tests und medizinische Schutzmasken.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Endlich geht es los: Das solltest du am Flughafen beachten

Trotz aller Vorfreude solltest du im Flughafen Gedränge vermeiden und zügig zur Kontrolle gehen.

  • Mehr Zeit einplanen, früh da sein und Geduld mitbringen.
  • An den Flughäfen müssen medizinischen Masken getragen werden. Ausnahme: kinder unter sechs Jahren. Abstand (1,5 Meter) einhalten, Hände regelmäßig waschen oder desinfizieren.
  • Falls du online noch nicht eingecheckt bist: Nutze möglichst die Check-in-Terminals und Gepäckautomaten.
  • Am Schalter: Ausweis, Nachweise und Einreiseanmeldung griffbereit haben.
  • Nach dem Check-in direkt zur Sicherheitskontrolle gehen.

Auf geht’s: Diese Regeln gelten beim Flug

Anflug auf das Urlaubsziel: Auch im Flugzeug musst du in Coronazeiten einige Regeln beachten.

  • Beim Boarding nicht drängeln und Abstand zu anderen Passagierinnen und Passagieren halten.
  • Maskenpflicht (OP-, FFP2- oder KN95/N95-Maske ohne Ventil) beim Boarding, Flug und Deboarding.
  • Zum Essen und Trinken darfst du die Maske abnehmen.
  • Schlangenbildung vor den Toiletten vermeiden.
  • Geordnetes Deboarding: Erst aufstehen und aussteigen, wenn die Crew dich dazu auffordert.

Endlich angekommen: Was gilt im Zielgebiet?

Andere Länder, andere Corona-Regeln: Bei deiner Ankunft solltest du die Vorgaben vor Ort stets im Blick behalten.

  • Gilt Maskenpflicht, zum Beispiel im Transferbus, im ÖPNV, im Hotel, in der Gastronomie und in Kultureinrichtungen?
  • Gibt es Ausgangsbeschränkungen?
  • Wo ist mit Gedränge zu rechnen? Möglichst immer den Mindestabstand (1,5 Meter) einhalten.
  • Welche Besonderheiten gibt es bei den regionalen Corona-Regeln?
  • Der Status deines Reiselandes kann sich jederzeit ändern. Die Entwicklung der Corona-Lage solltest du stets im Blick behalten.

Die Rückreise steht bevor: Noch mal alles prüfen!

Für einen entspannten Rückflug solltest du nochmal die aktuellen Einreisebestimmungen checken

  • Die Einreiseregeln in Deutschland solltest du bestenfalls schon einige Tage vor dem Rückflug prüfen.
  • Wenn du in einem Risikoland, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet unterwegs bist, musst du vor der Einreise nach Deutschland eine Digitale Reiseanmeldung (DEA) ausfüllen. Informiere dich genau über die speziellen Einreise-Regeln. Bei der Rückreise aus einem Virusvariantengebiet musst du zum Beispiel grundsätzlich 14 Tage in Quarantäne – auch wenn du schon geimpft bist.
  • Für den Rückflug nach Deutschland musst du einen Nachweisüber einen negativen Corona-Test, eine Corona-Impfung oder eine Genesung vorlegen. PCR-Tests dürfen maximal 72 Stunden und Antigen-Schnelltests maximal 48 Stunden alt sein. Informiere dich rechtzeitig über die Testmöglichkeiten vor Ort.
  • Plane ausreichend Zeit für die Anreise zum Flughafen ein.
  • Die Nachweise für Impfung, Test oder Genesung am besten vorab bei der DEA hochladen und für Kontrollen vor dem Abflug griffbereit haben.

Du hast dir eine Corona-Infektion eingefangen – was nun?

Vor der Abreise:

  • Du hast Corona-Symptome? Bleib zu Hause, informiere dich telefonisch bei einem Arzt oder einer Ärztin und tritt die Reise nicht an.
  • Dein Corona-Test ist positiv? Arzt oder Ärztin kontaktieren und Umbuchungsmöglichkeiten prüfen.

Während der Reise:

  • Bei Symptomen unverzüglich einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren und gegebenenfalls in Quarantäne bleiben.
  • Informiere deine Airline und den Reiseveranstalter. Prüfe deine Umbuchungsmöglichkeiten.
  • Frage bei deiner Krankenkasse, deinem Reiseveranstalter oder der Airline, welche Leistungen im Ausland übernommen werden.

Angst vor einem Reise-Reinfall? So reduzierst du das Risiko:

Je mehr Sicherheit, umso größer die Reiselust. Deshalb bieten Fluggesellschaften und Reiseveranstalter flexible Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten an. Besonders beliebt sind deshalb die Pauschalreisen – sieben von zehn Reisenden buchen laut BDL und DRV über einen Reiseveranstalter. Denn das hat zusätzliche Vorteile.

Mit der Buchung im Reisebüro lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Und bei Problemen gibt es einen hilfsbereiten Ansprechpartner.

  • Informiere dich über Pauschalreisen. Anders als im Individualurlaub gibt es in der Regel feste Ansprechpartner oder Ansprechpartnerinnen, ein Krisenmanagement und eine Reiseleitung vor Ort. Und du wirst von der Buchung bis zur Rückkehr mit relevanten Informationen versorgt.
  • Buche über ein Reisebüro. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen die Regeln und sind für Rückfragen erreichbar.
  • Die Absicherung für eine Corona-Infektion ist oft im Preis inbegriffen oder hinzubuchbar.
  • Einige Zielgebiete (beispielsweise Mallorca) übernehmen im Fall einer Corona-Infektion die Kosten.

Kann ich eine Pauschalreise kostenlos stornieren?

Bei Pauschalreisen gestaltet sich die Stornierung in Zeiten der Corona-Krise in der Regel ohne große Komplikationen.

So können Urlauberinnen und Urlauber ihre Pauschalreise dann kostenlos stornieren, wenn sie durch die außergewöhnlichen Umstände an ihrer gebuchten Reise gehindert werden. „Das trifft etwa zu, wenn die Infrastruktur am Reiseziel noch nicht wieder aufgebaut ist, sie bei einem Badeurlaub den Hotelpool nicht nutzen können oder das gebuchte All-inclusive nicht nutzen können“, sagt Reiserechtsanwalt Paul Degott.

Wenn der Reiseveranstalter die Stornierung wegen außergewöhnlicher Umstände allerdings nicht selbst vornimmt, dann obliegt die Beweispflicht der Reisenden oder dem Reisenden. Konkret bedeutet das, dass Kunden belegen müssen, wieso sie die gebuchte Reise aktuell nicht wahrnehmen können. „Wer sich unsicher ist, wie die Lage an seinem Urlaubsort ist, der kann sich bei gängigen Medien und auf der Website des Auswärtigen Amtes informieren“, sagt der Reiserechtsanwalt.

Wann kann ich meinen Flug kostenfrei stornieren?

Individualreisende, die alle Leistungen einzeln gebucht haben, könnten schon größere Probleme bei der Stornierung bekommen. Denn: „Bei einem gebuchten Flug trägt immer der Passagier das Verwendungsrisiko.“

Wenn Urlauber in das Reiseziel also grundsätzlich einreisen dürfen, wird es sehr schwer, eine kostenfreie Stornierung umzusetzen, da keine Argumentationsgrundlage gegeben ist. In einem Fall aber ist eine kostenfreie Stornierung möglich: „Sollte ein Einreiseverbot herrschen oder Quarantäne-Pflicht, dann kann das ein Stornierungsgrund sein.“

Außerdem bieten viele Airlines derzeit aus Kulanz kostenlose Umbuchungen an.