Von Anfang August bis Mitte September blüht die Sommerheide besonders schön – aber auch im Winter können Touristinnen und Touristen die Farbenvielfalt der Heide bestaunen. Wahrscheinlich wird ihnen dabei auch die ein oder andere Heidschnucken-Herde begegnen.

Aber: Natürlich ist das noch lange nicht alles, was die Lüneburger Heide ausmacht! Ausgedehnte Wald- und Wiesengebiete laden zum Wandern ein, charmante Altstädte zum Flanieren, urige Dörfer zum Entschleunigen, und das Moor verzaubert mit seiner ganz eigenen Mystik. Wir zeigen ganz besondere Orte in der Lüneburger Heide – zwischen Celle und Hamburg.

Heidedorf Wilsede – ab in die Kutsche

Hier lässt es sich so richtig gut zur Ruhe kommen: In dem kleinen Heidedörfchen Wilsede ticken die Uhren noch anders. Katzen, Hunde und Kinder können bedenkenlos über die alten Höfe flitzen – Autos sind hier nämlich ein Tabu. Aber zu Fuß, mit dem Rad oder per Pferdekutsche lässt sich das idyllische Naturschutzgebiet sowieso viel besser genießen.

Besonders beliebt ist hier außerdem ein Besuch im Heimatmuseum Dat Ole Huus. Ebenfalls lohnenswert sind der Wilseder Berg und der Totengrund. Kleine, gemütliche Gaststätten laden anschließend zu einer ausgiebigen Stärkung mit regionalen Spezialitäten ein.

In Wilsede kannst du prima mit der Kutsche von A nach B kommen.

Aktuelle Deals

Zu Besuch bei den Heidschnucken: Hof Höpen

Warum ist die Heidschnucke eigentlich so wichtig in der Lüneburger Heide? Das Wappentier vor Ort hält die Heide immer auf einer bestimmten Länge und trägt so dazu bei, dass die blühende Schönheit nicht „erstickt“. Die Herden ziehen quer durch die Gebiete und verhindern so, dass nichts zuwächst.

Unterstützt werden die Heidschnucken auf ihrem Weg von den Bauern vor Ort, zum Beispiel vom Hof Höpen. Dort kannst du dir ein Bild davon machen, wie die Tiere gehalten werden, und täglich den öffentlichen Heidschnuckenauftrieb miterleben. Auch andere Hoftiere wie Schafe oder Pferde sowie Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier.

Auf dem Bauernhof Höpen kannst du dir die Heidschnucken beim Auftrieb live ansehen.

Strahlend weiß: Schloss Celle

Das Schloss Celle sollte bei einem Besuch in der Lüneburger Heide nicht fehlen! Der idyllische Schlosspark ist nur ein Grund dafür, dort kannst du wunderbar spazieren gehen und dir ein schattiges Plätzchen zum Verweilen suchen. In strahlend weißer Farbe thront das malerische Gebäude auf einer kleinen Anhöhe. Direkt im Schloss findest du das älteste Barocktheater Deutschlands.

Das prachtvolle weiße Schloss in Celle.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Das große Pietzmoor

Im schönen Schneverdingen lohnt sich ein Abstecher ins mystische Pietzmoor. Mit ganzen 2,5 Quadratkilometern ist es das größte Hochmoor des Naturparks – also pass auf, dass du beim Wandern auf Kurs bleibst!

Etwa 8000 Jahre hat das Pietzmoor auf dem Buckel, auf dem etwa fünf Kilometer langen Rundwanderweg kannst du es noch besser kennenlernen. Auf Bohlenwegen durchquerst du die einmalige Moorlandschaft und lernst auf speziellen Infotafeln einiges über die Entstehung sowie Flora und Fauna.

Das Pietzmoor bei Schneverdingen ist einen Abstecher wert. Hier kannst du herrlich deine Ruhe genießen.

Hauptstadt Lüneburg

Der Namensgeber der Lüneburger Heide und zugleich die Hauptstadt: Die Hansestadt Lüneburg sollte bei deinem Besuch natürlich nicht fehlen. Hier gibt es einiges zu sehen: den Alten Hafen, den Stintimarkt, die pittoreske Altstadt, das Rathaus, das Senkungsgebiet und das Wasserviertel – um nur einige Beispiele zu nennen.

Besonders charmant: In den kleinen Gassen des Senkungsgebietes stehen die Häuser ein bißchen schief. Der Grund dafür ist, dass vor vielen Jahren im Untergrund Salz abgebaut wurde. Der Abbau hat der Hansestadt übrigens ihren Reichtum beschert.

Die urige Altstadt von Lüneburg am Fluss Ilmenau mit dem historischen Hafenviertel.

Fischbeker Heide: Hamburgs Alternative

Tatsächlich beginnt die Heide bereits in Hamburg! Am südlichen Ende der Hansestadt findest du das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide. Um dem Großstadttrubel zu entfliehen, kannst du ganz einfach in die S-Bahn steigen. In wenigen Minuten zu Fuß bist du von den Stationen Hamburg-Neugraben oder Fischbek am Ziel.

Auch hier blüht die Heide von August bis September in prachtvollem Lila. Auch interessant: In der Fischbeker Heide startet der bekannte Heidschnuckenweg, falls du anschließend noch ein bisschen wandern möchtest.

Die Fischbeker Heide ist ebenfalls wunderschön anzusehen.

Wandern auf dem Heidschnuckenweg

Wunderschön und in ganz Norddeutschland bei Wander-Fans bekannt: der Heidschnuckenweg. Von Hamburg bis nach Celle – quer durch die Lüneburger Heide kannst du auf 13 Etappen 223 Kilometer weit durch die malerische Landschaft wandern. Los geht’s am Bahnhof Hamburg-Neugraben, das Ziel ist übrigens am Schloss Celle.

Wenn dir das zu weit ist, kannst du dir natürlich auch einzelne Etappen herauspicken oder entlang der herrlichen Heideflächen, Wälder und Wiesen einfach einen gemütlichen Spaziergang machen und dabei der einen oder anderen Heidschnucke begegnen.

Einmal quer durch die Lüneburger Heide wandern: Auf dem Heidschnuckenweg geht das besonders gut.

Walsrode – wo der Papagei dem Pinguin Gute Nacht sagt

Im Südwesten der Lüneburger Heide, direkt im Städtedreieck Hamburg–Hannover–Bremen, befindet sich die Stadt Walsrode. Bekannt ist sie vor allem für ihren Weltvogelpark. Hier kannst du mehr als 4000 Vögel aus über 650 verschiedenen Arten bestaunen. Tägliche Flugshows und Schaufütterungen bringen dich den pussierlichen Tierchen näher.

Der herrliche Klostersee bei Walsrode lädt zum Verweilen ein.

Aber auch landschaftlich ist Walsrode schön, die Eckernworth zum Beispiel lädt zu ausgedehnten Spaziergängen auf verschiedenen Wanderwegen ein. Auch Kinder werden auf den Spielplätzen und den herrlichen Teichen unterwegs ihren Spaß haben. Kulturell lohnen sich unter anderem das Heidemuseum Rischmannshof – das älteste Freilichtmuseum Deutschlands – oder das evangelische Kloster Walsrode.

Bispingen – der größte Ferienort

Herrliche Naturlandschaften mit vielfältigen Wanderwegen und Radwegen findest du im größten Ferienort der Lüneburger Heide: in Bispingen. Außerdem lohnt sich hier ein Besuch des Wilseder Berges oder des Brunausees. Heideflächen gibt es in Behringen, Niederhaverbeck, Oberhaverbeck oder Volkwardingen.

Im Snow Dome in Bispingen findest du interessante Modellbau-Welten.

Auch für seine zahlreichen Freizeitangebote ist Bispingen bekannt. Hier befindet sich zum Beispiel die Skihalle Snow Dome, die Ralf-Schumacher-Kart-Bahn, die Trampolinhalle oder das verrückte Haus.