Korsika besticht mit einer Mischung aus eleganten Küstenorten, dichtem Wald und zerklüfteten Gipfeln. Fast die Hälfte der bergigen Insel im Mittelmeer gehört zu einem Park, zu dessen Wanderwegen auch der anspruchsvolle GR 20 zählt. Die Strände der Insel reichen vom belebten Pietracorbara bis hin zu den abgelegenen Saleccia und Rondinara. Seit 1768 gehört Korsika zwar zu Frankreich, bewahrt sich jedoch immer noch eine charakteristisch italienische Kultur.

Einreise nach Korsika

Während Frankreich gerade aus einer schweren dritten Pandemie-Welle kommt, wurde die Insel Korsika weitestgehend verschont. Während das Festland erst ab dem 20. Juni vom Robert Koch-Institut nicht mehr Risikogebiet ausgewiesen wird, hat die viertgrößte Mittelmeer-Insel Korsika schon länger keinen Risikostatus. Dennoch gilt es, beim Reisen zu Pandemie-Zeiten einiges zu beachten.

So ist die Einreise nach Korsika derzeit nur mit einem negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest erlaubt. Beim Einstieg darf die Probeentnahme beim PCR-Test maximal 72 Stunden, beim Antigen-Schnelltest maximal 48 Stunden zurückliegen. Ausnahmen von der Testpflicht gibt es für geimpfte Personen: ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung; ab dem 15. Tag nach der ersten Impfung, wenn zuvor eine Corona-Infektion vorlag; sowie ab dem 28. Tag nach einer Impfung mit dem Vakzin Johnson & Johnson. Kinder unter elf Jahren sind ebenfalls von der Testpflicht befreit. Zudem ist eine Online-Registrierung vor der Ankunft notwendig.

So kommst du mit der Fähre oder dem Flugzeug nach Korsika

Früher war eine Anreise nach Korsika mit dem Auto und der Fähre üblich. So gibt es ab zahlreichen Städten in Frankreich und Italien Direktverbindungen mit dem Schiff. Am schnellsten ist die Überfahrt vom italienienischen Küstenort Livorno – binnen vier Stunden erreicht die Fähre die nordkorsische Stadt Bastia.

Heute gibt es allerdings auch zahlreiche Fluglinien, die Direktflüge ab verschiedenen Städten in Deutschland anbieten. Korsika hat vier internationale Flughäfen: Bastia und Calvi im Norden, Figaro im Süden sowie den Hauptstadtflughafen Ajaccio im Westen der Insel. Direktflüge nach Korsika, das nördlich von Sardinien und damit zwischen Frankreich und Italien liegt, gibt es von Köln und Memmingen nach Calvi sowie von Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart nach Bastia. 

Corona-Regeln auf Korsika

Auch wenn es auf Korsika aktuell nur wenige Corona-Fälle gibt und die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag laut „Sortiraparis“ bei 19,7 liegt, gibt es Hygiene-Regeln, die zu beachten sind. Auf Korsika gelten aktuell die gleichen Regeln, die in ganz Frankreich angewandt werden. 

Ab dem 17. Juni ist das Tragen von Masken im Freien nur noch bei Menschenansammlungen Pflicht, das verkündete der französische Premierminister Jean Castex am 16. Juni. Außerdem entfällt die nächtliche Ausgangssperre ab 23 Uhr am 20. Juni – zehn Tage früher als geplant. die Lockerungen seien möglich, weil sich die Corona-Lage schneller als erwartet verbessert habe. Dennoch wird weiterhin empfohlen, einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen zu halten. 

Aktuelle Deals

Mit vielen weiteren Einschränkungen musst du bei deinem Urlaub auf Korsika aber nicht rechnen. Geschäfte, Restaurants, Hotels, Museen, Denkmäler und andere Sehenswürdigkeiten haben inzwischen wieder geöffnet, allerdings noch nicht alle mit voller Kapazität. Im Restaurant sind sechs Personen an einem Tisch erlaubt.

Für den 30. Juni ist angestrebt, dass Restaurants, Hotels, Museen und andere Einrichtungen wieder in den Normalbetrieb übergehen. Ob der nächste Eröffnungsschritt allerdings tatsächlich erfolgen kann, hängt an der Entwicklung der Corona-Zahlen sowie dem Fortschritt der Impf-Kampagne. Auf Korsika sind inzwischen rund 45 Prozent erstgeimpft.

Die schönsten Strände auf Korsika

Korsika hat sowohl kilometerlangen Sandstrand als auch kleine Badebuchten, bunte Steinstrände und wellentüchtige Abschnitte. Hier elf besondere Strände: 

Palombaggia: Der beliebteste Strand

Rote Steinfelsen am schneeweißen Strand – dieses Postkarten-Idyll kannst du am Strand von Palombaggia real erleben. Der Strand zählt nicht nur zu den schönsten auf Korsika, sondern auch den beliebtesten.

Der Palombaggia-Strand gehört zu den beliebtesten und schönsten auf Korsika.

Calvi: Der Strand für Familien

Die Bucht von Calvi ist fünf Kilometer lang und hat eine gute Infrastruktur mit Bars und Sonnenliegen. Der Strand fällt flach ab, weshalb er vor allem bei Familien mit kleinen Kindern beliebt ist. 

Canella: Der Strand für Schnorchler und Taucher

Über Wasser besticht die Bucht Canella mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser, unter Wasser mit dem reichen Bestand an Fischen. Taucher und Schnorchler werden dort also glücklich.

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Saleccia: Der Strand für Einsamkeit

Mitten in einem Naturschutzgebiet liegt der Strand von Saleccia, der nur über unbefestigte Schotterpisten erreichbar ist. Hierfür brauchst du einen Allradwagen. Dafür wartet das Paradies mit schneeweißem Sand und glasklarem Wasser.

Ghisonaccia: Der ewig lange Strand

Ein Sandstrand mit einer Länge von mehr als 100 Kilometern – auch das kann Korsika. Von Bastia bis Solenzara verläuft der Strand Ghisonaccia.  

Der Strand von Ghisonaccia ist mehr als 100 Kilometer lang.

Santa Giulia: Der Strand für Wassersportfans

Wer nicht nur faul am Strand liegen will, besucht den Strand Santa Giulia. Der feine Sandstrand mit dem türkisfarbenem Wasser ist nicht nur wunderschön anzusehen, es gibt auch allerlei Angebote für verschiedene Wassersportaktivitäten.

Argentella: Der bunte Strand

Während die meisten Menschen wohl möglichst feinen Sand am Strand bevorzugen, gibt es auf Korsika einen Steinstrand als Sehenswürdigkeit. Die glatten und runden Steine am Strand Argentella schimmern in der Sonne nämlich in allen erdenklichen Farben und machen den Strand somit bunt. 

Pinarello: Der duftende Strand

Viele schöne Strände gibt es in der Region Porto Vecchio. Herausragend ist der von Kiefern gesäumte Strand Pinarello. Dort gibt es auch Erholung für die Nase – denn die Kiefern duften. 

Rondinara: Der Strand der Segel-Fans

Am Strand von Rondinara findet man nicht nur viele Familien vor, sondern auch zahlreiche Segelschiffe und Motorjachten.

Roccapina: Der malerische Strand

Pittoresk ist der Strand Roccapina, der einst als Piratenbucht bekannt wurde. In Form eines Halbmondes liegt die Bucht unweit des südlichsten Punktes von Korsika. 

Algajola: Der Strand für Aktivurlauber

Windsurfen, Beachvolleyball, Schnorcheln und andere Wassersport-Aktivitäten werden am Strand von Algajola angeboten. Wer sich traut, springt von den Klippen ins Meer. 

Der Strand von Algajola ist für sein Angebot an Wassersport-Aktivitäten bekannt.

Natürliche Sehenswürdigkeiten und Wanderungen auf Korsika

Korsika punktet bei Touristen und Touristinnen vor allem mit seiner unglaublichen Landschaft und Natur. Steile Felsküsten, kilometerlange Sandstrände, Kiefern- und Pinienwälder und einzigartige Felsformationen im Gebirge im Inneren der Insel. Einige Sehenswürdigkeiten solltest du bei deiner Reise nach Korsika keinesfalls verpassen: 

Fangotal

Das Fangotal wird geprägt vom Fluss Fango und schlängelt sich durch das Innere der Insel Korsika. Du kannst entweder eine Flusswanderung machen oder aber Erfrischung beim Baden im Fango finden. Außerdem warten einige Wasserfälle, die das Naturschutzgebiet noch reizvoller machen. Übrigens: Augen auf im Fluss – dort leben Wasserschildkröten!

Calanche

Das Felsmassiv Calanche ist so etwas wie das Markenzeichen von Korsika und ein wunderhübsches Fotomotiv. Die Felsformationen zwischen Porto und Piana zählen bereits seit 1983 zum Unesco-Weltnaturerbe. Von hier aus kannst du einfach nur staunen – immerhin handelt es sich um fjordartige Buchten und beeindruckende Formationen aus rotem Granit – oder aber Wanderungen unternehmen, zum Beispiel zum Capu Rossu, zum Capu d’Ortu oder auf die Punta Castellacciu. 

Die Felsformationen Calanche wurden zum Unesco-Weltnaturerbe ernannt.

Cap Corse

Auf einer der schönsten Straßen Korsikas, einer kurvenreichen Küstenstraße, kommst du zur Halbinsel Cap Corse im Norden von Korsika. Dort findest du malerische Dörfer, spektakuläre, steil abfallende Felsküsten, den schwarzen Strand von Nonza sowie 32 Genuesentürme. Cap Corse ist übrigens als „Zeigefinger Korsikas“ berühmt geworden, denn wer auf den Umriss der Insel schaut, kann einen erhobenen Zeigefinger entdecken. 

Monte Cinto

Unweit von Balagne gelegen, findet sich der höchste Gipfel Korsikas: der Monte Cinto. 2706 Meter hoch thront er über der Insel und lädt Aktivurlauber und Aktivurlauberinnen zur ausgiebigen Erkundung ein. Es gibt einige Wanderrouten. Wer ganz nach oben möchte, sollte allerdings am frühen Morgen starten, denn auf Korsika kann es zur Mittagszeit richtig heiß werden. 

Bavella-Massiv

Eindrucksvolle Felsformationen prägen das Bild des Bavella-Massivs. Sowohl langsame Entdeckerinnen und Entdecker, die gern Bade-Stopps einlegen, als auch Bergsteigerinnen und Bergsteiger können sich auf den zahlreichen Trails im Massiv austoben. Die beste Aussicht auf die „Dolomiten Korsikas“ gibt es vom Pass Col de Bavella. Actionfans können zudem Canyoning machen.

Das Bavella-Massiv ist eine der eindrucksvollsten Landschaften auf Korsika.

Restonica-Tal

Das Restonica-Tal mit den Gletscherseen Melosee und Capitellosee ist eine malerische Gegend. Der Fluss Restonica lädt an vielen Stellen zum Baden ein, aber auch Wanderer und Kletterer finden genug Möglichkeiten, ihren Vorlieben nachzugehen. 

Capo Pertusato

Der südlichste Punkt von Korsika ist das Capo Pertusato. Von hier aus hast du einen tollen Blick auf die Meerenge zwischen dem zu Frankreich gehörenden Korsika und dem zu Italien gehörenden Sardinien. Für Freunde der Seefahrtgeschichte ist es ein bedeutender Ort, denn hier haben zahlreiche Seefahrer ihr Leben verloren. Der Grund: Oben sieht es mit dem Leuchtturm idyllisch aus, aber unter Wasser herrschen verschiedene starke Strömungen. 

Wasserfall Piscia di Gallo

Eine rund fünfeinhalb Kilometer lange und eher leichte Wanderung führt zum Wasserfall Piscia di Gallo. Im Sommer ist die Tour nicht nur bei Naturfreunden beliebt, sondern auch bei Familien mit Kindern. Der Weg führt am Oso-Bach entlang, am Ende ist etwas Steigung zu überwinden, um die Aussichtsplattform zu erreichen. 

Der Wasserfall Piscia di Gallo ist auf einer rund fünfeinhalb Kilometer langen Wanderung zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten in den Städten von Korsika

Bonifacio

Auf der schmalen Landzunge kurz vor der Meerenge zwischen Korsika und Sardinien befindet sich die südlichste Stadt der Insel: Bonifacio. Besonders die Altstadt bietet ein tolles Fotomotiv, immerhin liegt sie auf einem rund 80 Meter hohen Plateau aus weißem Kalkstein über dem Meer. Von Aussichtspunkten kann man bis Sardinien blicken. Wer schon dort ist, sollte sich eine Bootsfahrt zur Grotte von Sdragonato, die auch Drachenhöhle genannt wird, nicht entgehen lassen. 

Die Altstadt von Bonifacio auf Korsika steht auf einem rund 80 Meter hohen Fels-Plateau.

Balagne

Berge und Meer – das vereint die Region Balagne, die mit unzähligen kleinen Bergdörfern besticht. Dort kannst du entweder mit der korsischen Schmalspureisenbahn an verschiedene Orte fahren, den Wein des größten korsischen Weinanbaugebietes probieren oder Souvenirs kaufen. 

Ajaccio

Auch wenn es sehenswertere Städte auf Korsika gibt, die Hauptstadt Ajaccio solltest du dennoch nicht ganz unbeachtet lassen. Neben mediterranem Flair und Jachthäfen lädt die Altstadt zum Schlendern ein. Dabei kannst du dann auch der Geburtsstätte von Napoleon Bonaparte einen Besuch abstatten – er wurde 1769 auf Korsika geboren. 

Corte

Gern wird Corte als die heimliche Hauptstadt von Korsika bezeichnet und ist die einzige Stadt der Insel, die eine Universität hat. Corte hat alles zu bieten, was man für einen Städtetrip so braucht: Du kannst durch die engen und steilen Gassen bummeln, Museen besuchen, shoppen, essen gehen oder aber die Altstadt mit der Zitadelle besuchen, die immerhin auf einem 400 Meter hohen Hügel liegt. Die Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert ist die größte militärische Anlage Korsikas. Wenn dir das bei der Hitze zu anstrengend ist: Abkühlung gibt es im Fluss Le Lac Noir. 

Die Stadt Corte ist unter anderem für die Zitadelle auf einem Berg bekannt.

Filitosa

Zugegeben, Filitosa ist nicht wirklich eine Stadt, aber die wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte der Insel. Die Besiedlung geht auf 1800 vor Christus zurück und es gibt zahlreiche Relikte zu besichtigen.