Kroatien hat für einen Urlaub jede Menge zu bieten – von schier unzähligen Stränden an der Adria über die mehr als 1200 Inseln bis zu 1830 Meter hohen Bergen sowie historischen Sehenswürdigkeiten und urigen Dörfern im Landesinneren. Besonders beliebt ist das Land bei Badeurlaubern und -urlauberinnen, denn das Land überzeugt mit klarem Wasser, viel Sonne und sauberen Stränden.

Reisende an der Küste sollten aber nicht nur das Sonnenbad am Meer genießen und schnorcheln. Sie sollten sich unbedingt auch Zeit nehmen, um Land und Leute kennenzulernen. Zu sehen gibt es genug bei einer Küstenlänge von 1777 Kilometern auf dem Festland – zählt man die Inseln dazu, sind es sogar mehr als 6000 Kilometer. Von Dalmatien über die Kvarner Bucht bis nach Istrien: Wir zeigen die schönsten Küstenorte in Kroatien, wo Urlauberinnen und Urlauber einen Stopp einlegen sollten, ob bei einem Ausflug oder bei einem Roadtrip.

Sibenik | Vis | Silba | Nin | Bol | Primosten | Crikvenica | Korcula | Porec | Dubrovnik | Pula | Split | Rovinj

Karte für Kroatien – die schönsten Orte an der Küste

Sibenik – an der Meerenge

Sibenik zeichnet sich durch seine besondere Lage aus, denn die Stadt mit gut 46.000 Einwohnern befindet sich am Fluss Krka und ist nur durch eine schmale Meerenge mit der Adria verbunden. Neben Zadar ist Sibenik eine der größten Metropolen im Norden der Region Dalmatien. Kulturfans haben eine große Auswahl an Museen, Galerien und historischen Sehenswürdigkeiten. Zu diesen zählt die St.-Anna-Festung – von den Einheimische auch Mihovil-Festung genannt.

Blick auf den Strand mit Primosten in Sibenik-Knin – ein beliebter Ort für Urlaub in Kroatien.

Das Zentrum ist unterteilt in einen westlichen Teil, in dem schmale, enge Gassen dominieren. In dem Altstadtkern stehen zahlreiche Kirchen, Klöster und Paläste. Eines der wichtigsten historischen Bauwerke ist die Kathedrale des Heiligen Jakobs, deren Bau 100 Jahre gedauert hat. Der neuere Teil der Stadt befindet sich im Norden und Südosten, dort befinden sich auch die meisten Ferienunterkünfte.

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Komiza und Vis auf der Insel Vis

Einsame Buchten, Weinberge und Mandelbäume: Vis in Dalmatien ist ein echter Urlaubstraum. Und auf der etwa 44 Kilometer vom Festland entfernten Insel locken nicht nur Strände, sondern auch charmante kleine Küstenstädtchen.

Vis ist der Hauptort des gleichnamigen Eilandes, dort kommen auch die Fähren beispielsweise aus Split an. 

Ein echter Hingucker ist auch das kleine Komiza, das bereits von den alten Griechen besiedelt war. Touristinnen und Touristen können heute noch Mauerreste und Mosaiken aus dem ersten Jahrhundert besichtigen. 

Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen grüne Berge: Das ist Komiza auf der Insel Vis.

Silba – ruhiger Ort im Zadarer Archipel

Weder Autos noch Motorräder fahren auf Silba: Die Insel ohne größere Straßen ist eine Ruheoase im Zadarer Archipel. In der gleichnamigen Siedlung gibt es Restaurants, Cafés, Bars, Geschäfte, eine Kirche und eine Post. Eine nette Sehenswürdigkeit ist der Liebesturm Toreta. Das Dorf zieht sich dem Reisevermittler „Kroati“ zufolge über ein wirres Netz aus schmalen Gassen zum Fährhafen im Westen bis zur Küste im Osten.

Das Highlight der gut acht Kilometer langen Insel, die in der Mitte nur 700 Meter breit ist, sind aber die kleinen Buchten. Es gibt sowohl feine Sandstrände als auch Kiesstrände, die über Wege und Alleen an der Küste gut erreichbar sind. Wenig besucht sind die Buchten von Nozdre und Dobre Vode. Letztere ist etwa drei Kilometer von Silba entfernt, der Fußweg führt durch den Wald. 

Die nächste Großstadt ist etwa 50 Kilometer entfernt, es handelt sich dabei um Zadar auf dem Festland. Täglich verkehren Fähren und Boote auf die Insel, mehrmals pro Woche gibt es auch Fahrten zu den Nachbarinseln sowie nach Rijeka und Pula.

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Nin – romantische Kleinstadt in Dalmatien

Die kleine Altstadt von Nin liegt in einer Lagune auf einer künstlich geschaffenen Insel. Über zwei Steinbrücken ist sie mit dem Festland verbunden, auf dem sich die meisten Feriensiedlungen befinden. 

Nin gilt als älteste königliche Stadt Kroatiens. Zu besichtigen sind unter anderem die Ruinen eines römischen Tempels sowie die Heilig-Kreuz-Kirche aus dem Jahr 800, die auch als „kleinste Kathedrale der Welt“ bezeichnet wird. Strandfans finden außerdem etliche schöne Lagunen, darunter die Kraljicina Plaza, Prodorica oder Zrdijac. Durch die geringe Meerestiefe liegt die Meerestemperatur dort bis zu drei Grad höher als im offenen Meer.

Eine historische Brücke führt in den Ort Nin.

Bol auf Brac hat Kroatiens berühmtesten Strand

Die Insel Brac kennen viele Urlauberinnen und Urlauber wohl vor allem wegen des berühmten Sandstrandes Zlatni Rat: Die Landzunge vor der Küstenstadt Bol reicht mehrere Hundert Meter in die Adria hinein. Wegen dieser Form und des hellen Sandes wird sie auch „Goldenes Horn“ genannt. Der kleine Ort mit nur 1600 Einwohnern hat aber noch viel mehr zu bieten. Lohnenswert ist beispielsweise eine Wanderung auf den Berg Vidova Gora – der Aufstieg dauert etwa 2,5 Stunden.

Die Promenade am Wasser von Bol lädt zu Spaziergängen ein.

Ein weiteres Ausflugsziel in den Bergen ist das Eremitenkloster Blaca. Es wurde von Mönchen errichtet, die sich vor osmanischen Übergriffen schützen wollten. Das Kloster schmiegt sich förmlich in ein Felsmassiv und verschmilzt farblich damit. Heute befindet sich in dem Gebäudekomplex eine Sternenwarte.

Die Anreise nach Brac erfolgt mit der Fähre von Split aus.

Primosten – ehemaliges Fischerdorf in Dalmatien

Enge Altstadtgassen, versteckte Hinterhöfe und blühende Gärten machen das ehemalige Fischerdorf Primosten in der Gespanschaft Sibenik-Knin zu einem pittoresken Urlaubsort. Über dem Zentrum thront die Pfarrkirche Sv. Juraj. Nach einem Stadtbummel oder einem Tag am Stand zieht es Touristinnen und Touristen in eine der Bars an der Uferpromenade.

Zu mediterranen Spezialitäten und frischem Fisch wird gern ein Glas Babic getrunken – die Trauben für den Rotwein wachsen nämlich direkt vor den Toren der Stadt in den Weingärten von Bucavac Veliki, wie das Ferienhaus-Portal „Adria-Istrien“ schreibt.

Primosten ist eine kroatische Stadt in Mitteldalmatien zwischen Split und Sibenik an der Adriaküste.

Crikvenica – Familien-Badeort an der Riviera

Crikvenica ist ein toller Ort für den Familienurlaub – vor allem durch die flach ins Meer abfallenden Strände. Als der schönste gilt der goldgelbe Sandstrand Gradska Kupaliste. Bereits im 19. Jahrhundert hat die Elite des österreich-ungarischen Reiches diesen acht Kilometer langen Küstenabschnitt für sich entdeckt, schreibt „Kroati“. Kein Wunder, es befinden sich viele Villen der Belle Époque dort. Diese beherbergen heute Hotels und Restaurants.

Der Bootshafen von Crikvenica in der Kvarner-Buch in Kroatien.

Ebenfalls ein Hingucker sind die palmengesäumte Uferpromenade und ein Skulpturenpark. Entlang der Riviera gibt es viele familienfreundliche Sandstrände, aber auch ruhige Abschnitte und Hundestrände. Taucher und Schnorchler können vor Crikvenica auch das Wrack Peltastis sehen.

Korcula – pittoreske Hafenstadt in Dalmatien

Die Insel Korcula gehört zur Region Dalmatien – und der gleichnamige Inselhauptort ist eine der schönsten Hafenstädte Kroatiens. Oberhalb der weiß getünchten Häuser mit roten Dächern erhebt sich die Markuskathedrale auf einem Hügel. Darin zu sehen ist das weltberühmte Altarblatt von Jacopo Tintoretto.

Viele der historischen Bauten der Altstadt, die sich auf einer kleinen Halbinsel befindet, stehen unter Denkmalschutz. Entlang des Hafens verlaufen die westlichen Stadtgrenzen zwischen zwei Wehrtürmen. Wie an vielen Orten des Landes haben auch in Korcula Griechen, Römer, Illyren und Venezianer ihre Spuren hinterlassen. Vor allem Letztere sind deutlich erkennbar, da vielerorts der Markuslöwe vertreten ist. 

Die Altstadt von Korcula in den frühen Morgenstunden.

Angeblich soll der bekannte Asienreisende Marco Polo im Jahr 1254 auf der Insel geboren worden sein, es gibt sogar das vermeintliche Geburtshaus zu besichtigen. Allerdings gibt es keine validen Belege dafür, dass Polo tatsächlich dort auf die Welt kam. Auch Venedig beansprucht dies für sich.

Porec – beliebter Ort in Istrien

Porec gehört zu den beliebten Küstenstädten Kroatiens – jeder Strand dort verfügt über eine gute Infrastruktur. Doch der kleine Ort ist auch ein toller Ausgangspunkt für Kulturinteressierte, die Trubel nicht scheuen. Das historische Ortszentrum liegt auf einer Halbinsel, es wird von einer gut erhaltenen Befestigungsmauer aus dem 15. bis 18. Jahrhundert umschlossen. Deutlich älter ist die Eufrasia-Basilika, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört: Der byzantinische Sakralbau wurde im sechsten Jahrhundert errichtet und mit aufwendigen Mosaiken verziert.

Blick über die Dächer von Porec in Istrien in Kroatien.

Ebenfalls weit zurück, sogar bis in die Römerzeit, reicht die Geschichte der Hauptstraße Decumanus, die heute von kleinen Läden und Souvenir-Shops gesäumt ist.

Dubrovnik – der Klassiker in Kroatien

Dubrovnik ist bei Weitem kein Geheimtipp, im Gegenteil: Vor allem seit der Serie „Game of Thrones“ zieht es Scharen von Touristinnen und Touristen in die Stadt, sodass in Zeiten vor Corona die Probleme des Overtourism im Fokus standen. Trotzdem darf der Ort in dieser Liste nicht fehlen, denn die auch „Perle der Adria“ genannte Stadt gilt als schönste Kroatiens. 

Dubrovnik im Süden von Kroatien hat neben schönen Stränden auch eine spannende mittelalterliche Altstadt.

Die prächtigen Paläste, Kirchen und Museen sind aus hellem Stein erbaut – sie versetzen Kulturfans ebenso in Verzückung wie die offenen Plätze, die engen Kopfsteinpflastergassen und die antiken Stätten. Griechen, Römer, Venezianer und Habsburger haben ihre Spuren in Dubrovnik, am südlichen Abschnitt der kroatischen Adria, hinterlassen.

Die historische Stadtmauer von Dubrovnik gilt mit ihren 16 Türmen als eine der besterhaltenen der Welt. Bei einem Spaziergang haben Reisende einen umwerfenden Blick auf die Stadt und das Meer. Zeit für einen Strandtag? Dann ab an die Stadtstrände Banje Beach und Buza Beach.

Pula in Istrien – berühmte Kulturstätte

Auch Pula ist kein Geheimtipp mehr unter Reisenden, doch die Küstenstadt auf der Halbsinsel Istriens ist für Kulturinteressierte ein Muss. Die Geschichte Pulas reicht 3000 Jahre zurück, das macht sie zur ältesten Stadt Kroatiens. In der Stadt haben sowohl Römer als auch Venetier Spuren hinterlassen, die unübersehbar sind.

Unweit des Meeres steht das sechstgrößte römische Amphitheater der Welt. Knapp 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben hier früher Gladiatorenkämpfe verfolgt, heute dient die Arena als Open-Air-Bühne mit Kino und Konzerten. Oberhalb der Stadt thront das 1630 von Venetiern erbaute Kastell von Pula: Früher sollte es den Hafen vor Piratenüberfällen bewahren, heute beherbergt es das historische Museum Istriens.

Luftaufnahme von Pula in Istrien.

Badefans finden an den vielen windegschützten Stränden ein schönes Plätzchen, Naturfans starten von Pula aus in den Brijuni-Nationalpark mit seinen 14 Inseln. Und auch die kleinste Stadt der Welt ist nur einen Ausflug entfernt: Hum hat gerade mal 18 Einwohner – seit dem Mittelalter hat sich dort nur wenig verändert.

Split – große Stadt, große Sehenswürdigkeiten

Split kennt jeder Kroatien-Fan – zu Recht. Die Altstadt wird vom Diokletianspalast dominiert, dort verbrachte der römische Kaiser Diokletian die letzten Jahre seines Lebens. Der gesamte alte Teil der Stadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Wer sich einen Überblick über die Hafenstadt mit knapp 170.000 Einwohnern verschaffen will, der muss auf den Turm der Kathedrale Sv. Duje steigen. Vom Campanile aus blicken Besucherinnen und Besucher über den westlichen Teil der Stadt zum Marjanberg, der die Altstadt überragt. Von dort oben ist auch erkennbar, dass Split auf der Marjan-Halbinsel an der Adriaküste liegt, der alte Stadtkern befindet sich am östlichen Ende.

Lohnenswert ist auch ein Bummel auf der Stadtpromenade Riva Obala Hrvatskog narodnog preporoda – oder ein Ausflug auf eine der vorgelagerten Inseln. Von Split starten zum Beispiel Fähren nach Brac, Hvar, Solta und Ciovo.

Split in Kroatien – einer unserer Tipps für die Pfingsttage.

Rovinj – Kroatien oder Venedig?

Ist das noch Kroatien oder doch Italien? Das malerische Rovinj gehörte früher zur Republik Venedig, zu Österreich-Ungarn und zu Jugoslawien. Die abwechslungsreiche Geschichte hat die hübsche Stadt geprägt.

Das italienische Erbe sieht man Rovinj ganz klar an: Der hohe Glockenturm der Domkirche wurde nach venezianischem Vorbild erbaut. Und auch durch die Treppengassen weht ein Hauch italienischen Flairs – das liegt auch an den Häusern, die dicht gedrängt aneinander und am Wasser stehen.

Und noch ein Punkt erinnert an Venedig: Im Westen und Südwesten ist die Stadt vom Adriatischen Meer umgeben, im Norden vom Limski-Kanal. Ursprünglich war Rovinj eine eigene Insel, sie wurde erst im Jahr 1763 mit dem Festland verbunden. Übrigens gehören auch noch 11 Prozent der Einwohner Rovinjs der italienischen Minderheit an. 

Freu dich auf deinen Urlaub auf deinen Urlaub in Kroatien.

Den Eingang in die Altstadt bildet die venezianische Porta Balbi aus dem Jahr 1680 – die durch einen geflügelten Löwen geschmückt ist. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle das Haupttor der Stadtbefestigung. Sehenswert ist auch das älteste Gebäude der Stadt, der außerhalb der Halbinsel siebeneckige romanische Bau des Dreifaltigkeitsbaptisteriums. Und auch Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter kommen in Rovinj auf ihre Kosten: Rund um die Stadt locken zahlreiche Strände.