Lange Sandstrände, Grachten in Städten wie Amsterdam, Windmühlen und Tulpen, tolle Inseln wie Texel: Die Niederlande sind ein beliebtes Reiseziel für die Deutschen – besonders Menschen aus Nordrhein-Westfalen zieht es in das umgangssprachlich auch Holland genannte Land, weil es so schön nah ist. 

Urlaub in Holland ohne PCR-Test

Deutschland gilt in den Niederlanden mittlerweile nicht mehr als Hochrisikogebiet. Reisende aus Deutschland benötigen damit keinen negativen PCR-Test mehr bei Einreise und müssen sich auch nicht in Quarantäne begeben.

Welche Regeln noch gelten? Das liest du in unserem Überblick:

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Wie ist die Corona-Lage in Holland und den Niederlanden?

Die Inzidenz in den Niederlanden liegt derzeit noch bei 44,9 (Stand: 18. Juni). Damit steht das Land aktuell schlechter da als Deutschland, doch der Wert liegt noch unterhalb der kritischen 50er-Marke, ab der ein Land oder eine Region als Risikogebiet gilt. Und so sind im Juni bereits einige Regionen der Niederlande von der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts genommen worden.

Diese Ziele in den Niederlanden gelten als Risikogebiet

Die Infektionszahlen in den Niederlanden geben es noch nicht her, dass das gesamte Land nicht mehr als Risikogebiet gewertet wird. Doch für es gibt Ausnahmen, die nicht mehr als Risikogebiet gelten (Stand 18. Juni):

Diese Provinzen der Niederlande gelten nicht mehr als Risikogebiet:

  • Friesland (seit 20. Juni)
  • Groningen (seit 20. Juni)
  • Zeeland (seit 20. Juni)

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Die Überseegebiete des Königsreichs Niederlande gelten inzwischen nicht mehr als Risikogebiete (Stand: 9. Juni):

  • Curaçao
  • Bonaire
  • Sint Eustatius
  • Saba

Regeln für die Einreise nach Holland und im Rest der Niederlande

Die Niederlande lockern die Einreisregeln: Seit Donnerstag, 10. Juni, stuft das Land Deutschland nicht mehr als Hochrisiko-, sondern nur noch als Risikogebiet ein. Damit entfällt die Pflicht, einen PCR-Test bei der Einreise vorzulegen.

Die Tjongermill-Windmühle bei Mildam in der niederländischen Provinz Friesland.

Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden nach Angaben des Auswärtigen Amtes grundsätzlich keine Grenzkontrollen statt, Stichprobenkontrollen sind jedoch möglich.

Zusätzliche Pflicht für Flugreisende: Sie müssen vorab ein Gesundheitsformular ausfüllen, das heruntergeladen werden kann.

Corona-Einschränkungen in den Niederlanden

Die Niederlande bestehen aus zwölf Regionen beziehungsweise Provinzen: Nordholland, Südholland, Zeeland, Nordbrabant, Utrecht, Flevoland, Friesland, Groningen, Drenthe, Overijssel, Gelderland und Limburg. Diese Regeln gelten im gesamten Land:

  • Abstandsregeln: 1,5 Meter sind überall Pflicht.
  • Maskenpflicht gilt für alle ab 13 Jahren in öffentlichen Verkehrsmitteln (auch Fähren) und öffentlich zugänglichen Innenräumen (auch bei Flügen der KLM und am Flughafen Schiphol in Amsterdam).
  • Kontaktbeschränkungen: In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal vier Menschen aus verschiedenen Haushalten treffen.
  • Restaurants und Cafés dürfen eingeschränkt öffnen, sie dürfen täglich von 6 bis 22 Uhr Gäste empfangen. Pro Tisch sind nicht mehr als vier Menschen aus mehreren Haushalten erlaubt, ausgenommen sind Kinder unter 13 Jahren.
  • Geschäfte sind geöffnet, es gibt jedoch Beschränkungen bei der Kundenzahl.
  • Vergnügungsparks und Zoos sind geöffnet. 

Bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen in den Niederlanden können Bußgelder bis zu 400 Euro verhängt werden.

Sind Strände und Campingplätze geöffnet?

Strandöffnungen sind abhängig von der Entscheidung der jeweiligen Gemeinden, Campingplätze können geöffnet sein.

Das gilt bei der Rückreise von Holland nach Deutschland

Da die Niederlande noch als Risikogebiet gelten, müssen sich alle Reisenden nach einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden vor der Rückkehr nach Deutschland online registrieren auf www.einreiseanmeldung.de. Dort können auch Nachweise zu Corona-Test, Impfung oder Genesung hinterlegt werden. Denn es gilt außerdem: Reiserückkehrende aus Risikogebieten müssen sich bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise auf Corona testen lassen. Das gilt auch für Kinder ab sechs Jahren.

Zwei Menschen fahren auf dem Fahrrad auf einem Weg in Holland.

Wer schon bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorweisen kann, muss nicht in Quarantäne. Ein PCR-Test darf maximal 72 Stunden alt sein, ein Antigen-Schnelltest maximal 48 Stunden. Ansonsten gilt eine Pflicht zur häuslichen Isolation, bis das negative Testergebnis vorliegt. Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Risikogebieten ausgenommen. Auch für Berufspendler, Durchreisende oder Verwandtschaftsbesuche gelten Ausnahmen.

Besonderheit für Flugreisende: Bis vorerst zum 30. Juni 2021 müssen Flugreisende ab sechs Jahren schon beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – selbst wenn sie aus einem Nicht-Risikogebiet nach Deutschland kommen. Ohne Nachweis dürfen Airlines die Passagiere nicht mitnehmen. Auch diese Pflicht gilt nicht für vollständig Geimpfte und Genesene, wenn sie einen entsprechenden Nachweis dabeihaben. 

Rückreise aus Überseegebieten der Niederlande

Damit müssen sich auch Urlauberinnen und Urlauber, die aus den überseeischen Teilen des Königreichs Niederlande in der Karibik – Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius und Saba– zurückkehren, vor der Einreise auf Corona testen lassen.