Lange Sandstrände, türkisblaues Wasser und zahlreiche Kultur-Hotspots im ganzen Land – Italien gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Wer eine Reise in das begehrte Urlaubsland plant, der steht aber oft vor einigen Fragezeichen.

Was ist bei der Buchung zu beachten, wie reise ich am besten an und was darf ich vor Ort auf keinen Fall verpassen? Der reisereporter beantwortet dir die wichtigsten Fragen im Überblick, damit deinem Italien-Urlaub nichts mehr im Wege steht.

Was muss ich bei der Buchung beachten?

Buche ich nun einen All-inclusive-Urlaub in Italien oder lasse ich es drauf ankommen und erkunde Land und Leute komplett auf eigene Faust? Die Entscheidung zwischen All-inclusive-Urlaub und Individualreise fällt oft nicht ganz so leicht.

Einfach mal richtig ausspannen im Urlaub und sich um möglichst wenig selbst kümmern – wenn es das ist, was sich Urlauberinnen und Urlauber von ihrer Italien-Reise wünschen, dann ist ein All-inclusive-Urlaub vielleicht die richtige Wahl für sie.

Eigentlich ist Italien mit den vielen Traumstränden und malerischen Badeorten, etlichen landestypischen Restaurants und zahlreichen spannenden Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten aber prädestiniert für eine Individualreise. Wer also nicht nur am Strand oder am Hotelpool entspannen möchte, sondern die Gegend erkunden will, der sollte höchstens Frühstück im Hotel mitbuchen.

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Wann ist die beste Reisezeit für Italien?

Italien ist dank der langen Stiefelform in gleich mehrere Klimazonen eingeteilt. Während im Norden des Landes vor allem in der Alpenregion hochalpines Klima mit einem langen Ski-Winter herrscht, werden es im Süden des Landes mit einem mediterranen und tropischen gerne auch mal über 30 Grad im Sommer. 

Norditalien besteht aus den italienischen Alpen, dem Alpenvorland und den norditalienischen Seen. Im Winter zieht es vor allem Skifahrer in die Region, da hier am längsten Schnee liegt. Im Sommer ist die Region vor allem für Wanderer interessant, da die Temperaturen nur selten über 25 Grad steigen und es immer mal wieder regnet. 

Mittelitalien beherbergt mit der Toskana, Venedig und Florenz einige Touristenhotspots des Landes. Dort wird es im Sommer sehr warm und trocken und auch der Winter ist meist mild. An der Küste werden die warmen Temperaturen das ganze Jahr über allerdings durch eine frische Meeresbrise angenehm gemacht.

Die Toskana ist eine tolle Destination für Badeurlaub. Sandstrände wechseln sich mit Steinklippen ab.

In Süditalien herrscht hingegen typisches Mittelmeerklima. Das heißt: Die Winter sind windig und regnerisch, die Sommer trocken und heiß. Am wärmsten wird es dabei in der italienischen Hauptstadt Rom. Für einen Badeurlaub in Süditalien ist also die beste Reisezeit in den Sommermonaten. Wer die Region gerne beim Wandern erkunden möchte, der kann auch im Herbst und Winter nach Süditalien reisen. 

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Wie reise ich am besten nach Italien?

Aber wie kommst du denn nun eigentlich nach Italien? Auf dem Landweg gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Eine sehr beliebte Variante ist die Anreise mit dem eigenen Auto. Das liegt vor allem daran, dass man auf dem Weg sehr viel von Land und Leuten sieht und neben Italien automatisch mindestens noch ein Land bereist. Denn um von Deutschland aus in das Urlaubsland zu gelangen, müssen Reisende entweder durch Österreich oder durch die Schweiz fahren. 

Von Deutschland über Österreich oder die Schweiz nach Italien

Die Route über Österreich eignet sich vor allem für alle Urlauber, die im östlichen Teil Deutschlands leben. Sie führt über die Brenner-Autobahn nach Südtirol. Da Reisende dabei gleich mehrere mautpflichtige Autobahnen in Österreich befahren, müssen sie eine Vignette für 9,60 Euro kaufen. Die gibt es meist kurz nach der Grenze an einer Tankstelle. Von Berlin zum Gardasee sind es über diese Route knapp 1000 Kilometer. 

Bis zu 5000 Euro Strafe - Österreich erhöht Bußgelder für Raser. Wie sieht es mit Strafen in den anderen Ländern aus?

Wer im Westen Deutschlands lebt, der ist mit der Tour über die Schweiz nach Italien gut beraten. Wer zum Beispiel in Dortmund startet, der fährt dann durch den berühmten Gotthard-Tunnel oder über den San-Bernadino-Pass in der Schweiz in die italienische Lombardei. Die Strecke von Dortmund zum Gardasee umfasst dann auch knapp 1000 Kilometer. 

Mit Bus, Zug oder Flug nach Italien reisen

Wem das dann doch zu anstrengend ist, der kann auch bequem mit dem Zug oder Bus anreisen. Die Deutsche Bahn bietet dafür gleich mehrere praktische Direktverbindungen von Deutschland nach Italien an. So kannst du ab 46,90 Euro zum Beispiel von Hamburg nach Verona, Rom oder Venedig reisen. Der Fernbusriese Flixbus verbindet München außerdem noch mit den italienischen Metropolen Bologna, Mailand und Verona – hier beträgt die Fahrtzeit allerdings sieben bis zwölf Stunden. 

Wer gerne schnell nach Italien reisen möchte, der kann sich stattdessen für die Anreise mit dem Flieger entscheiden. Alleine vom Airport in Frankfurt am Main werden etliche Verbindungen nach Italien angeboten: 

  • Venedig 
  • Mailand
  • Pecara 
  • Cagliari
  • Rom
  • Palermo
  • Catania
  • Bologna 
  • Neapel
  • Alghero 
  • Turin
  • Florenz 
  • Pisa
  • Bari

Italien-Urlaub: Das ist nicht erlaubt

Italien ist ein beliebtes Reiseziel und gehört mit rund 40 Millionen Besuchern pro Jahr zu den am meisten bereisten Ländern der Welt. Damit dadurch im Land nicht alles drunter und drüber geht, hat die Regierung allerdings einige Regeln aufgestellt, die du bei deinem Italien-Urlaub unbedingt beachten solltest. Vor allem diese drei Dinge solltest du vermeiden: 

  1. Auf der Spanischen Treppe in Rom sitzen: Tust du es trotzdem, musst du bis zu 400 Euro Strafe zahlen. Es ist übrigens auch verboten, einen Koffer oder einen Kinderwagen über eine der 135 Stufen zu ziehen.
  2. Schwarzmarkt-Tickets kaufen: Fast-Lane-Tickets, mit denen du an der Warteschlange vorbeigehen und direkt eintreten darfst, sind vielerorts nicht mehr zugelassen. Bei Verstoß gibt es für den Verkäufer und den Käufer ein Bußgeld.

  3. In Rom Alkohol trinken: Immer wieder benehmen sich betrunkene Touristen in Rom daneben – das will die Stadt eindämmen. Daher sind geführte Bar-Touren in großen Gruppen verboten. Bei Verstoß gibt es ein Bußgeld für Anbieter und Touristen. Außerdem ist in einer neuen Polizeiverordnung geregelt, dass Urlaubende zwischen 22 und 7 Uhr keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken dürfen. Auch Bars dürfen nur noch bis 2 Uhr morgens alkoholische Getränke ausschenken.

Stell dich hinten an: Fast-Lane-Tickets vor historischen Attraktionen wie dem Vatikan zu kaufen ist nicht mehr erlaubt.

Die schönsten Strände in Italien

Italien ist zu großen Teilen vom Meer umgeben und beherbergt deshalb unzählige Traumstrände und malerische Buchten. Wir verraten dir unsere Lieblings-Strände in dem beliebten Urlaubsland: 

  1. La Cinta Beach (Sardinien): Ein drei Kilometer langer, weißer Sandstrand wartet auf Sardinien auf den Besuch von sonnenhungrigen Badeurlaubern. Der Strand, der zu den längsten der Insel gehört, fällt sanft ins türkisblaue, glasklare Meer ab und ist deshalb besonders für Familien mit Kindern ein beliebtes Ausflugsziel. An einer kleinen Strandpromenade gibt es außerdem einige Cafés und Restaurants, die zu leckeren Speisen und kleinen Snacks für zwischendurch einladen. 
     
  2. Cala del Gesso (Toskana): Auf der Halbinsel Monte Agentario in der italienischen Toskana finden Badeurlauberinnen und -urlauber den traumhaften, naturbelassenen Strand Cala del Gesso. Und obwohl der Strand zu den wohl schönsten des ganzen Landes gehört, ist er selbst in den Sommermonaten eher leer als überfüllt. 
     
  3. San Vito lo Capo (Sizilien): Ein langer Sandstrand, der im Zusammenspiel mit schroffen Felsen und einer belebten Promenade ein echter Hotspot für Badeurlauber auf Sizilien ist. Unweit des kleinen Badeortes San Vito finden Urlaubende am Strand San Vito lo Capo ein echtes Paradies am Meer. Touristinnen und Touristen können dort entspannen, Wassersport treiben und sich in einem der vielen Restaurants kulinarisch verwöhnen lassen. 

Der La Cinta Beach auf der italienischen Insel Sardinien.

Die coolsten Sehenswürdigkeiten in Italien

Italien kann nicht nur Strand, sondern auch Kultur. Vor allem auf dem Festland finden Touristen zahlreiche Hotspots, die zum Staunen einladen. Dabei solltest du diese drei Sehenswürdigkeiten auf keinen Fall verpassen: 

  1. Kolosseum (Rom): Wer an Rom denkt, der hat schnell das antike Wahrzeichen der geschichtsträchtigen Stadt im Kopf: das Kolosseum. Der einstige Schauplatz brutaler Gladiatorenkämpfe gehört heute zu den sieben neuen Weltwundern. Und wohl zu den bekanntesten und am meisten besuchten Orten in ganz Italien. Und mit einem Umfang von rund 530 Metern und einer Höhe von knapp 50 Metern gibt es dabei jede Menge zu entdecken. 

    Das Kolosseum in Rom ist das größte je gebaute Amphitheater.

  2. Schiefer Turm von Pisa (Pisa): Kaum eine Sehenswürdigkeit ist so eng mit ihrer Stadt verbunden wie der Schiefe Turm von Pisa. Kein Wunder also, dass rund um das sagenumwobene Bauwerk in Pisa eine komplette touristische Infrastruktur mit Führungen, Cafés und Souvenir-Shops entstanden ist. In Pisa selbst finden Urlaubende zahlreiche Hotels für ihren Aufenthalt in der interessanten kleinen Stadt. 
     
  3. Petersdom (Vatikan): Der Petersdom bildet wortwörtlich das Zentrum des Vatikans. Von den Italienern liebevoll San Pietro genannt, gehört die Basilika zu den wichtigsten Kirchen weltweit und ist eine von insgesamt sieben Pilgerkirchen in ganz Rom. Und das aus gutem Grund: Der Petersdom ist eine Kirche der Superlative. Im Inneren ist Platz für bis zu 2000 Besucherinnen und Besucher, die Kuppel hat einen Durchmesser von 40 Metern und von der Aussichtsplattform des Doms hast du einen Blick auf den gesamten Vatikan.