Bonjour et salut! Frankreich gehört zu den liebsten Reisezielen der Deutschen. Doch das Land steckt nun mitten im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle. Aufgrund der vielen Corona-Neuinfektionen stuft die Bundesregierung Frankreich seit dem 19. Dezember als Hochrisikogebiet ein – inklusive des Übersee-Departements Réunion. Ungeimpfte Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer müssen somit nach der Heimreise für fünf Tage in Quarantäne. 

In Frankreich musst du als Deutscher allerdings nicht in Quarantäne. Du kannst also jederzeit einen Trip in die französischen Alpen, an die Côte d’Azur, in die Bretagne, ins Elsass, in die Provence oder in die wunderschöne Stadt Paris planen. Wir informieren dich über die aktuelle Lage, die Regeln für die Einreise, vor Ort sowie für die Rückreise nach Deutschland.

Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Frankreich?

Die Zahlen steigen wieder: Noch vor einem Monat lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich bei rund 100. Seither ist diese drastisch gestiegen. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde lagt die Inzidenz am 15. Dezember bei 526. War die Lage also im November noch deutlich besser als in Deutschland, steht das Nachbarland nun wieder schlechter da. Denn die Bundesrepublik hat eine Inzidenz von 315,4 (Stand: 19. Dezember). Daher gilt Frankreich aus Deutscher Sicht ab sofort als Hochrisikogebiet. 

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Welche Regeln gelten für die Einreise nach Frankreich?

Die Einreise nach Frankreich ist für alle Bürgerinnen und Bürger aus der EU – also auch für Deutsche – aber weiterhin grundsätzlich möglich. Für die Einreise wird der digitale EU-Impfpass (oder gedruckte Nachweise) benötigt. Für Ungeimpfte gelten seit Kurzem verschärfte Einreiseregeln: Notwendig ist nun ein maximal 24 Stunden alter negativer PCR-Test oder Antigen-Schnelltest. 

Wer nach Frankreich einreisen möchte, muss einen der folgenden Nachweise haben: 

  • Corona-Test: maximal 24 Stunden vor Reisebeginn entnommener PCR-Test oder Antigen-Schnelltest mit negativem Ergebnis
    oder
  • Impfung: Nachweis über vollständigen Impfstatus mit einem von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassenen Impfstoff
    oder
  • Genesung: Nachweis über höchstens sechs Monate alte Genesung von Covid-19-Infektion

Kinder bis zwölf Jahre erhalten automatisch den Status ihrer Eltern, ab der Vollendung des 12. Lebensjahres müssen die Kinder zudem einen negativen Corona-Test vorweisen. 

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Bei der Einreise muss zudem ein Formular zur Symtomfreiheit ausgefüllt werden.

Ausnahmen von der Testpflicht gelten laut dem Auswärtigen Amt für Einreisen auf dem Landweg bei einer Dauer von weniger als 24 Stunden und in einem Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort, für beruflich veranlasste Reisen, deren Dringlichkeit oder Häufigkeit solche Tests nicht zulassen und für bestimmte berufliche Reisen. Das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes müssen Reisende nachweisen.

Besonderheiten für die Reise nach Korsika

Wer nach Korsika reisen will, muss einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder maximal 48 Stunden alten Antigen-Test mit sich führen und eine Gesundheitserklärung schriftlich ausfüllen. Das gilt für die Einreise per Flugzeug und Fähre. Ausgenommen von der Testpflicht sind Geimpfte, die den Nachweis (zum Beispiel über die CovPass-App) bei sich führen.

Besondere Bestimmungen gelten zum Teil auch für Reisen in die karibischen Überseegebiete und La Réunion, schreiben die deutschen Auslandsvertretungen

Der Jachthafen von Bonifacio auf Korsika gilt als Herzstück des Städtchens.

Diese Corona-Regeln gelten in Frankreich

In Frankreich gelten weiterhin Beschränkungen des öffentlichen Lebens, an die sich auch Touristinnen und Touristen halten müssen. 

  • Maskenpflicht für alle Menschen ab elf Jahren in allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen (zum Beispiel Flughäfen, Bahnhöfe und Züge, Geschäfte). Die generelle Maskenpflicht im Freien gibt es nicht mehr, sie greift allerdings bei Menschenansammlungen und beispielsweise auf Märkten. Die Maskenpflicht gilt auch in den Warteschlangen am Skilift.
  • Cafés und Restaurants haben mit einer Auslastung von 50 Prozent geöffnet. Pro Tisch sind zudem nur bis zu sechs Personen erlaubt, ein 3G-Nachweis ist erforderlich. 
  • Museen, Sehenswürdigkeiten und Theater dürfen unter strengen Hygieneauflagen für Besucherinnen und Besucher öffnen. In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos gilt die 3G-Regel. 
  • Shoppen ist möglich, die Geschäfte sind geöffnet.
  • Hotels, Pensionen und Campingplätze dürfen Urlauberinnen und Urlauber aus der EU aufnehmen. 
  • Veranstaltungen dürfen wieder mit maximal 5000 Gästinnen und Gästen stattfinden dürfen. Dazu zählen Festivals, Konzerte und Sportevents. Alle Gästinnen und Gäste müssen aber einen Gesundheitsnachweis (Test, Impfung) vorlegen.
  • Discos dürfen öffnen, Gästinnen und Gäste müssen aber einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung nachweisen (zum Beispiel über den CovPass).
  • An Flughäfen wird bei allen Ausreisenden vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, schreibt der ADAC.

Doch Achtung: Personen über 65 Jahre gelten nur noch dann als vollständig geimpft, wenn ihre Impfung nicht länger als sieben Monate zurückliegt oder sie über eine zusätzliche Booster-Impfung verfügen. Ab 15. Januar greift diese Regelung dann für alle Personen ab 18 Jahren.

Aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante plant Frankreich aber noch weitere Verschärfungen im Land – vorrangig für Ungeimpfte. So könnte bald die 3G-regelung abgeschaft werden. Nur wer eine Auffrischungsimpfung erhalten habe oder genesen sei, werde künftig noch einen gültigen Pass besitzen, kündigte Premierminister Jean Castex an. Die Regierung will Anfang Januar dem Parlament einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Skiurlaub in Frankreich: Diese Regeln gelten auf der Piste

Nach einer langen Durststrecke hoffen die Betreiber der Skigebiete in Frankreich auf einen guten Winter. Die meisten Pisten sind bereits geöffnet: In Tignes-Val d'Isère ist die Saison bereits im November gestartet. 

Derzeit ist das Skifahren generell nur noch mit den sogenannten „Pass Sanitaire“ möglich, mit dem Menschen nachweisen müssen, dass sie geimpft, genesen oder binnen 48 Stunden getestet sind. Dieser Nachweis ist auch den Besuch im Restaurant oder beim Après-Ski  notwendig.

Eine Maskenpflicht gilt in den Wartebereichen vor den Skiliften und Seilbahnen. Und auch in den Liften selbst ist eine Maske notwendig.

Das gilt bei der Rückreise von Frankreich nach Deutschland

 Reisende müssen folgende Regeln beachten:

Nachweispflicht: Bei der Einreise muss der Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Coronatest vorliegen. Möglich ist ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test oder ein maximal 48 Stunden alter negativer Antigen-Schnelltest. Die Nachweispflicht gilt für Kinder ab zwölf Jahren.

Einreise­anmeldung: Alle Reise­rückkehrerinnen und Reise­rückkehrer aus Hochrisiko­gebieten müssen die digitale Einreise­anmeldung ausfüllen. Hier muss der Test-, Impf- oder Genesenen­nachweis hoch­geladen werden.

Quarantäne­pflicht: Für Reise­rückkehrerinnen und Reise­rückkehrer aus Hochrisiko­gebieten besteht eine Quarantäne­pflicht – auch für Kinder! Menschen ab zwölf Jahren müssen sich für bis zu zehn Tage isolieren. Die Quarantäne kann durch einen freiwilligen Corona-Test ab dem fünften Tag nach der Rück­kehr verkürzt werden. Geimpfte und Genesene sind von der Quarantäne­pflicht befreit, ihre ungeimpften Kinder aber nicht. Allerdings endet für Kinder unter zwölf Jahren die Quarantäne automatisch nach dem fünften Tag.