Bonjour et salut! Frankreich gehört zu den liebsten Reisezielen der Deutschen. Nach einer heftigen zweiten Welle zu Beginn des Jahres ist die Lage inzwischen entspannter – und auch deutlich entspannter als in Deutschland. Einem romantischen Winterurlaub in unserem Nachbarland steht derzeit nichts im Wege, allerdings müssen ein paar Corona-Regeln einhalten werden. 

Die wenigsten Gebiete Frankreichs sind von der deutschen Seite noch als Risikogebiet klassifiziert. Nur die beiden französischen Überseegebiete Neukaledonien und Französisch-Guayana sind als solche eingestuft, ungeimpfte Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer müssen nach der Heimreise für fünf Tage in Quarantäne. 

In Frankreich musst du als Deutscher auch nicht in Quarantäne. Du kannst also jederzeit einen Trip in die französischen Alpen, an die Côte d’Azur, in die Bretagne, ins Elsass, in die Provence oder in die wunderschöne Stadt Paris planen. Wir informieren dich über die aktuelle Lage, die Regeln für die Einreise, vor Ort sowie für die Rückreise nach Deutschland.

Aktuelle Deals

Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Frankreich?

Die Zahlen steigen wieder: Frankreich hatte eine heftige zweite Welle der Corona-Pandemie erlebt, doch auch wenn die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen sind, ist die Lage in Frankreich deutlich besser als in Deutschland. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich lag nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde am 13. November noch bei 104,6 (Stand: 17. November). Im Vergleich zu anderen Nachbarländern steht Frankreich damit aktuell gut da. Dennoch gibt es einige Regeln: 

 

Welche Regeln gelten für die Einreise nach Frankreich?

Die Einreise nach Frankreich ist für alle Bürgerinnen und Bürger aus der EU – also auch für Deutsche – grundsätzlich möglich. Für die Einreise wird der digitale EU-Impfpass (oder gedruckte Nachweise) benötigt. Für Ungeimpfte gelten seit Kurzem verschärfte Einreiseregeln: Notwendig ist nun ein maximal 24 Stunden alter negativer PCR-Test oder Antigen-Schnelltest. 

Wer nach Frankreich einreisen möchte, muss einen der folgenden Nachweise haben: 

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

  • Corona-Test: maximal 24 Stunden vor Reisebeginn entnommener PCR-Test oder Antigen-Schnelltest mit negativem Ergebnis
    oder
  • Impfung: Nachweis über vollständigen Impfstatus mit einem von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassenen Impfstoff
    oder
  • Genesung: Nachweis über höchstens sechs Monate alte Genesung von Covid-19-Infektion

Kinder bis zwölf Jahre erhalten automatisch den Status ihrer Eltern, ab der Vollendung des 12. Lebensjahres müssen die Kinder zudem einen negativen Corona-Test vorweisen. 

Bei der Einreise muss zudem ein Formular zur Symtomfreiheit ausgefüllt werden.

Ausnahmen von der Testpflicht gelten laut dem Auswärtigen Amt für Einreisen auf dem Landweg bei einer Dauer von weniger als 24 Stunden und in einem Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort, für beruflich veranlasste Reisen, deren Dringlichkeit oder Häufigkeit solche Tests nicht zulassen und für bestimmte berufliche Reisen. Das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes müssen Reisende nachweisen.

Besonderheiten für die Reise nach Korsika

Wer nach Korsika reisen will, muss einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder maximal 48 Stunden alten Antigen-Test mit sich führen und eine Gesundheitserklärung schriftlich ausfüllen. Das gilt für die Einreise per Flugzeug und Fähre. Ausgenommen von der Testpflicht sind Geimpfte, die den Nachweis (zum Beispiel über die CovPass-App) bei sich führen.

Besondere Bestimmungen gelten zum Teil auch für Reisen in die karibischen Überseegebiete und La Réunion, schreiben die deutschen Auslandsvertretungen

Der Jachthafen von Bonifacio auf Korsika gilt als Herzstück des Städtchens.

Diese Corona-Regeln gelten in Frankreich

In Frankreich gelten weiterhin Beschränkungen des öffentlichen Lebens, an die sich auch Touristinnen und Touristen halten müssen. 

  • Maskenpflicht für alle Menschen ab elf Jahren in allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen (zum Beispiel Flughäfen, Bahnhöfe und Züge, Geschäfte). Die generelle Maskenpflicht im Freien gibt es nicht mehr, sie greift allerdings bei Menschenansammlungen und beispielsweise auf Märkten. Die Maskenpflicht gilt auch in den Warteschlangen am Skilift.
  • Cafés und Restaurants haben geöffnet, ein 3G-Nachweis ist erforderlich. 
  • Museen, Sehenswürdigkeiten und Theater dürfen unter strengen Hygieneauflagen wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen. In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos gilt die 3G-Regel. 
  • Shoppen ist möglich, die Geschäfte sind geöffnet.
  • Hotels, Pensionen und Campingplätze dürfen Urlauberinnen und Urlauber aus der EU aufnehmen. 
  • Veranstaltungen dürfen wieder mit maximal 5000 Gästinnen und Gästen stattfinden dürfen. Dazu zählen Festivals, Konzerte und Sportevents. Alle Gästinnen und Gäste müssen aber einen Gesundheitsnachweis (Test, Impfung) vorlegen.
  • Discos dürfen öffnen, Gästinnen und Gäste müssen aber einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung nachweisen (zum Beispiel über den CovPass).
  • An Flughäfen wird bei allen Ausreisenden vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, schreibt der ADAC.

Skiurlaub in Frankreich: Diese Regeln gelten auf der Piste

Nach einer langen Durststrecke hoffen die Betreiber der Skigebiete in Frankreich auf einen guten Winter. Die ersten Pisten sind bereits geöffnet: In Tignes-Val d'Isère hat die Saison bereits gestartet. 

Derzeit ist das Skifahren generell noch ohne den sogenannten „Pass Sanitaire“ möglich, mit dem Menschen nachweisen müssen, dass sie geimpft, genesen oder binnen 48 Stunden getestet sind. Für den Besuch im Restaurant oder beim Après-Ski ist ein Nachweis notwendig.

Eine Maskenpflicht gilt in den Wartebereichen vor den Skiliften und Seilbahnen. In den Liften selbst ist keine Maske mehr notwendig. Die Einführung des 3G-Nachweises auf den Pisten Frankreichs ist aber dennoch zeitnah möglich: Sollte die Inzidenz den kritischen Wert 200 erreichen, muss der „Pass Sanitaire“ vorgewiesen werden. 

Das gilt bei der Rückreise von Frankreich nach Deutschland

Für die Rückreise nach Deutschland müssen Reisende ebenfalls einiges beachten, auch wenn Kontinental-Frankreich kein Risikogebiet mehr ist. 

Wer zurück nach Deutschland reist, muss einen 3G-Nachweis vorlegen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, benötigt also einen Corona-Test. Der Antigen-Schnelltest darf maximal 48 Stunden alt sein, der PCR-Test maximal 72 Stunden.

Wer ungeimpft oder nicht genesen aus Neukaledonien oder Französisch-Guayana kommt, muss nach der Rückkehr für fünf Tage in Quarantäne und kann sich danach freitesten. Zudem müssen die Reisenden aus den beiden Überseegebieten noch vor der Einreise eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.