Bonjour et salut! Frankreich gehört zu den liebsten Reisezielen der Deutschen. Und das Land öffnet sich nach einer heftigen zweiten Welle samt Lockdown langsam wieder. Kurz vor den Sommerferien gelten seit dem 9. Juni vereinfachte Einreiseregeln: Es reicht ein Antigen-Schnelltest, zuvor war ein PCR-Test erforderlich.

Ab dem 20. Juni gelten außerdem gesamt Kontinentalfrankreich sowie die französischen Übersee-Departments Martinique und Saint-Barthélemy nicht mehr als Risikogebiete. Du planst einen Urlaub am Meer an der Côte d’Azur, in der Bretagne, im Elsass, in der Provence oder in der wunderschönen Stadt Paris? Wir informieren dich über die aktuelle Lage, die Regeln für die Einreise, vor Ort sowie für die Rückreise nach Deutschland.

Wie ist die Corona-Lage in Frankreich?

Auch, wenn die Zahlen zurückgehen: Frankreich ist von der Corona-Pandemie derzeit noch stärker betroffen als Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz in unserem Nachbarland liegt nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde aktuell bei 29,4 (Stand: 18. Juni) – und damit unterhalb des kritischen 50er-Wertes. 

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Diese Ziele in Frankreich gelten nicht mehr als Risikogebiet

Nicht mehr auf der risikogebietes-Liste des Robert Koch-Institutes stehen diese französischen Destinationen (Stand: 18. Juni):

  • gesamt Kontinentalfrankreich
  • Korsika
  • sowie die französischen Übersee-Departments Martinique, Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien, Neukaledonien und Saint-Barthélemy

Welche Regeln gelten für die Einreise nach Frankreich?

Die Einreise nach Frankreich ist für alle Bürgerinnen und Bürger aus der EU – also auch für Deutsche – grundsätzlich möglich.

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Bei der Reisen nach Frankreich müssen Deutsche seit Mittwoch, 9. Juni, nur noch einen Antigen-Schnelltest (maximal 72 Stunden alt) vorweisen, weiterhin ist auch die Einreise mit einem PCR-Test (maximal 72 stunden alt) möglich. Geimpfte sind von der Testpflicht befreit, sie müssen einen entsprechenden Impf-Nachweis mit sich führen.

Akzeptiert werden die von der EU zugelassenen Covid-Impfstoffe Pfizer, Moderna, Astrazeneca sowie Johnson & Johnson, wie die Agentur für die touristische Entwicklung Frankreichs (Atout) mitteilt. Der Impfnachweis wird Atout zufolge nur dann anerkannt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • zwei Wochen nach der zweiten Spritze mit einem Impfstoff, der aus zwei Dosen besteht (Pfizer, Moderna, Astrazeneca)
  • vier Wochen nach einem Covid-Impfstoff, der einmalig verabreicht wird (Johnson & Johnson)
  • zwei Wochen nach der Impfung Genesener

Wichtig: Für die Einreise nach Frankreich muss die im Land noch bis zum 20. Juni geltende Ausgangssperre beachtet werden. Urlauberinnen und Urlauber müssen vor 23 Uhr am Reiseziel ankommen.

Besonderheiten für die Reise nach Korsika

Wer nach Korsika reisen will, muss einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder Antigen-Test mit sich führen und eine Gesundheitserklärung schriftlich ausfüllen. Das gilt für die Einreise per Flugzeug und Fähre. Bei letzterer Reiseform werden Touristinnen und Touristen vorab vom Anbieter per E-Mail oder SMS informiert. 

Besondere Bestimmungen (PCR-Testpflicht, siebentägige Quarantäne, danach erneuter Test) gelten auch für Reisen in die karibischen Überseegebiete und La Réunion, schreiben die deutschen Auslandsvertretungen. Reisen nach Französisch-Polynesien und Neukaledonien sind weiterhin nur mit einem besonderen Reisegrund gestattet.

Der Yachthafen von Bonifacio auf Korsika gilt als Herzstück des Städtchens.

Diese Corona-Regeln gelten in Frankreich am Strand und im Restaurant

In Frankreich gelten weiterhin Beschränkungen des öffentlichen Lebens, über welche die deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich im Detail informieren:

  • Die landesweite Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr gilt noch einschließlich bis zum 19. Juni, Touristische Aktivitäten sind in dieser Zeit verboten. Ab dem 20. Juni können sich alle Personen wieder zu jeder Uhrzeit frei bewegen.
  • Maskenpflicht für alle Menschen ab elf Jahren in allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen (zum Beispiel Flughäfen, Bahnhöfe und Züge, Geschäfte). Seit dem 17. Juni 2021 ist die grundsätzliche Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien entfallen, ausgenommen sind besondere Umstände wie Menschenansammlungen in Warteschlangen oder auf Märkten, wo die Pflicht weiterbesteht.
  • Cafés und Restaurants dürfen in den Außenbereichen 50 Prozent der Kapazitäten nutzen, pro Tisch sind maximal sechs Personen erlaubt. Die Innengastronomie ist seit dem 9. Juni geöffnet.
  • Museen, Sehenswürdigkeiten und Theater dürfen unter strengen Hygieneauflagen wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen.
  • Shoppen ist möglich, die Geschäfte sind geöffnet.
  • Hotels, Pensionen und Campingplätze dürfen Urlauberinnen und Urlauber aus der EU aufnehmen. Viele Unterkünfte sind aber noch geschlossen.
  • Veranstaltungen dürfen wieder mit maximal 5000 Gästinnen und Gästen stattfinden dürfen. Dazu zählen Festivals, Konzerte und Sportevents. Alle Gästinnen und Gäste müssen aber einen Gesundheitsnachweis (Test, Impfung) vorlegen.
  • An Flughäfen wird bei allen Ausreisenden vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, schreibt der ADAC.

Das gilt bei der Rückreise von Frankreich nach Deutschland

Für die Rückreise nach Deutschland müssen Reisende beachten, ob sie mit dem Flugzeug oder auf dem Landweg (per Auto, Bahn oder Bus) unterwegs sind und ob sie aus einem Risikogebiet in Frankreich kommen.

Regeln für Flugreisende: Wer mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückreist, muss beim Check-in im Reiseland einen Corona-Test vorzeigen. Der Antigen-Schnelltest darf maximal 48 Stunden alt sein, der PCR-Test maximal 72 Stunden. Damit entfällt automatisch die Quarantänepflicht, sollten Reisende aus einem französischen Risikogebiet kommen. Genesene und Geimpfte sind generell von der Test- und Quarantänepflicht ausgenommen.

Alle Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland müssen sich vor der Einreise vorab online registrieren auf www.einreiseanmeldung.de. Dort können auch entsprechende Nachweise (Test, Impfung, Genesung) hinterlegt werden.

Rückreise mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus: Wer auf dem Landweg zurückreist und nicht aus einem Risikogebiet kommt, kann frei und ohne Beschränkungen einreisen. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss spätestens 48 Stunden nach der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen können. Wer schon vor der Einreise einen Antigentest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) macht, kann so die Quarantänepflicht komplett umgehen, diese würde sonst zehn Tage betragen.

Für Genesene und Geimpfte entfällt die Test- und Quarantänepflicht, sie müssen sich aber wie alle Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten auch vor der Einreise auf dem Landweg anmelden auf www.einreiseanmeldung.de und dort entsprechende Nachweise hochladen.