Sie erfreuen sich auch bei uns in Deutschland immer größerer Beliebtheit: schnuckelige Tiny Houses, die gerade mal 15 bis 37 Quadratmeter groß sind. Der Trend kommt aus den USA, die sonst eher für große Superlative bekannt sind. Dabei ging’s vor allem um knappen Wohnraum. Aber auch beim Urlaub wollen sich heute viele auf das Wesentliche reduzieren. Wir beantworten dir alle Fragen, die dir zu den Minihäusern auf der Zunge liegen, im Überblick.

1. Tiny House – was ist das überhaupt?

Welche Größe hat so ein Minihaus eigentlich? Richtige Vorgaben gibt es bei uns in Deutschland nicht. In den USA, wo der Trend seinen Anfang nahm, werden so Wohnstätten mit maximal 400 Squarefeet, umgerechnet etwa 37 Quadratmeter, definiert.

Ob fest stehend oder mobil – beides ist beim Tiny House möglich. Bei der mobilen Variante ist der Vorteil, dass die Häuschen auf Anhängern stehen und somit theoretisch jederzeit von A nach B ziehen können. Das bietet natürlich maximale Flexibilität und ein Gefühl von Freiheit für die Bewohnerinnen und Bewohner auf Zeit.

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Ein mobiles Tiny House bringt einige Vorteile mit sich.

Neben diesem Punkt bieten die Tiny Houses weitere interessante Vorteile: Sie sind nachhaltig und umweltfreundlich, da der Verbrauch in so einer kleinen Bleibe geringer ist und nur das Nötigste vorhanden sein muss. Somit kannst du dich auf das Wichtigste besinnen und dich herrlich frei fühlen, während du auch noch Gutes tust.

2. Welche Gründe sprechen für den Urlaub im Minihaus?

Ins Leben gerufen wurde die Idee der Minihäuser aus recht pragmatischen Gründen: Während der Wirtschaftskrise zogen viele Amerikaner aus der Not heraus in solche Kleinsthäuser, weil ihnen das Geld knapp wurde. Auch heute noch treiben hohe Miet- oder Kaufkosten sowie der begrenzte Wohnraum viele Leute auf die Suche nach Alternativen.

Inzwischen ist das „Tiny House Movement“ ein echter Trend: Neben der enormen Kostenersparnis schätzen immer mehr Menschen die ökologischen Vorteile, welche die kleinen Häuser mit sich bringen. Wer im Tiny House lebt, macht sich frei von materiellen Dingen und beschränkt sich auf das Nötigste. Das kann auch im Urlaub befreiend sein – Minimalismus liegt auch bei uns in Deutschland voll im Trend.

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Außerdem werden heute viele der Tiny Houses extra nachhaltig und ökologisch gebaut – Solaranlagen auf dem Dach sorgen zum Beispiel für Strom, das Regenwasser wird für deine morgendliche Dusche genutzt und alles kompostiert, was sich dafür eben anbietet.

Immer mehr Tiny Houses werden mit Solaranlagen ausgestattet – so wie dieses Exemplar in Holland.

Mittlerweile sind viele so überzeugt von den Vorteilen der Minihäuser, dass sie dauerhaft in einem Tiny House leben möchten. Nicht zuletzt, weil die mobilen Versionen maximale Freiheit versprechen – mit dem eigenen Haus ans Meer reisen kann schließlich auch nicht jeder, oder? Außerdem gibt es immer mehr Tiny-House-Siedlungen, in denen die kleinen Häuschen sich aneinanderreihen.

3. Kannst du mit dem mobilen Tiny House reisen?

Das Tiny House ist optimal geeignet, um damit durch die Gegend zu reisen. Dabei bekommst du das maximale Gefühl von Freiheit und fühlst dich trotzdem wie zu Hause. Herrlich! Aber natürlich gibt es auch hier einiges zu beachten, bevor du dich auf die Socken machst. Die wichtigsten Dinge im Überblick:

  • Führerschein der Klasse BE (Anhängerführerschein) erforderlich.
  • Minihaus darf Maximalgewicht von 3,5 Tonnen nicht überschreiten.
  • Campingplätze erlauben meist Tiny Houses mit drei Metern Höhe und maximal 50 Quadratmetern.

In unserem großen Überblick findest du alle Regeln noch einmal im Detail. 

Mobile Minihäuschen sind ohne Zweifel absolut im Trend.

4. Tiny House mieten oder kaufen?

Ähnlich wie beim Wohnwagen stellt sich auch beim mobilen Tiny House die Frage, was sinnvoller ist: mieten oder kaufen? Beides hat sicherlich Vor- und Nachteile. Mittlerweile kannst du einige unterschiedliche Varianten mieten, was natürlich erheblich günstiger ist. Du hast außerdem im Vorfeld keine Rennerei wegen Zulassung, TÜV, Versicherung, Führerschein-Klasse, Standort im Urlaub und der Frage: Wohin damit, wenn du gerade keinen Urlaub machst?

Nachteil: Eventuell ist dein Favorit zu der Zeit, in der du verreisen möchtest, schon ausgebucht. Außerdem musst du dich an die Vorgaben der Besitzer halten, und der Fakt, dass es nicht dein eigenes Häuschen ist, könnten dem Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit im Wege stehen. Im Internet findest du zahlreiche Angebote, wenn du dir so ein kleines Eigenheim anschaffen möchtest.

5. Welche Voraussetzungen muss das mobile Tiny House erfüllen?

Es gibt einige Fragen, die vor dem Urlaub im mobilen Tiny House beantwortet werden müssen: Braucht dein Häuschen einen Anschluss an die Kanalisation oder nutzt du eine Campingtoilette? Und wie sieht es mit Strom aus? Idealerweise ist eine eigene Solaranlage auf dem Dach.

Wer mit seinem Tiny House die Gegend unsicher machen möchte, sollte im Vorfeld klären, wie der Transport vonstattengeht: Wie steht es um die Anhängerkupplung, darfst du mit deinem Führerschein überhaupt damit fahren? Außerdem darf das mobile Eigenheim maximal vier Meter hoch, 2,55 Meter breit, zwölf Meter lang und bis zu 3,5 Tonnen schwer sein; ansonsten brauchst du eine Sonderzulassung.

Sinnvoll ist es sicherlich, wenn du erst mal in einem Tiny House zur Miete einen Urlaub verbringst und danach beurteilst, ob sich der Aufwand eines eigenen Minihäuschens für deine individuellen Befürfnisse lohnt.