Madeira gilt als DAS portugiesische Mekka für alle Wander-Fans sowie Naturliebhaberinnen und -liebhaber. Und das aus gutem Grund: Ganze 21 Wanderwege führen quer über die beliebte Blumeninsel. Dabei wandern Urlaubende an Bergen, Wäldern und Tälern entlang und können so die Hotspots der Insel entdecken. Aber es gibt auch fernab der Touristenmassen einige Orte, die Aktivurlauberinnen und -urlauber auf keinen Fall verpassen sollen. Wir verraten dir fünf Geheimtipps für deine Reise nach Madeira, die unbedingt auf deine Bucket List gehören. 

1. Feenwald „Vereda do Fanal“

Ein wahrlich mystischer Ort erwartet Urlauberinnen und Urlauber im Nordwestern der Blumeninsel: der berüchtige Feenwald „Vereda do Fanal“. Der Wald befindet sich etwa 14 Kilometer vom beliebten Küstenort Porto Moniz entfernt und lockt mit einem für die Insel einzigartigen Ambiente seit Jahren zahlreiche Touristinnen und Touristen an. 

Grund für die Begeisterung sind die vielen mehrere Hundert Jahre alten Lorbeerbäume, die im Nebel fast magisch aussehen. Der Tatsache, dass der Nebel sich wegen der Wetterverhältnisse auf Madeira vergleichsweise oft dorthin verirrt, hat der Feenwald auch seinen zauberhaften Namen zu verdanken. Auf einem rund zwei Kilometer langen Rundweg können Besucher und Besucherinnen den beeindruckenden Wald begehen. 

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Der Feenwald ist oft mit Nebel durchzogen und hat dadurch einen mystischen Charme.

Eine Garantie für Nebel gibt es allerdings auch nicht. Um das magische Flair des Feenwaldes zu erleben, gehört also auch ein bisschen Glück dazu. Aber auch ohne Nebelschwaden ist der kleine Wald auf jeden Fall einen Ausflug wert. Wer den Feenwald aber unbedingt im Nebel sehen möchte, der kann immer mal wieder dort vorbeifahren und schon vom Parkplatz aus sehen, ob Nebelschwaden um die Lorbeerbäume ziehen oder nicht.

2. Porto Santo

Auf lange, feine Sandstrände müssen die Urlaubenden bei ihrer Reise nach Madeira zunächst erst mal verzichten. Die portugiesische Blumeninsel beherbergt dafür zwar zahlreiche kleine, malerische Badebuchten und andere Naturhighlights, aber Strandurlaub? Fehlanzeige!

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Touristinnen und Touristen, die nicht auf ihren Strandtag im Urlaub verzichten möchten, können den einfach auf der Nachbarinsel Porto Santo einlegen. Dort gibt es nämlich unter anderem den neun Kilometer langen Sandstrand „Campo de Baixo“. Dort können Sonnenanbeterinnen und Badeurlauber entspannt am Meer liegen und das Rauschen des Meeres genießen. 

Porto Santo ist eine noch eher unbekannte Nachbarinsel von Madeira mit Sandstränden und einsamen Plätzen in der Natur.

Abgesehen davon gibt es auf Porto Santo zahlreiche Aussichtspunkte und Naturquellen im Meer. Perfekte Bedingungen für einen spannenden Tagesausflug also. Von Funchal aus bist du mit der Fähre in rund zweieinhalb Stunden auf der kleinen Insel. 

Diese Karte zeigt Sehenswürdigkeiten und Strände auf Madeira

3. Balcões Viewpoint

Mitten in der großen Gebirgskette Madeiras befindet sich ein beeindruckender Aussichtspunkt, der nicht nur für den atemberaubenden Blick auf die Berge der Blumeninsel bekannt ist: der Balcões Viewpoint. Von dort aus hast du einen einmaligen Blick auf den Pico Ruivo und den Pico do Arieira, zwei der höchsten Berge auf ganz Madeira. 

Der Balcoes Viewpoint gehört zu den beliebtesten Aussichtsplattformen Madeiras.

Zugegeben, das ist von vielen anderen Aussichtspunkten der Insel aus auch möglich. Was diesen Ort so besonders macht, sind vielmehr seine Bewohner: Am Viewpoint leben zahlreiche kleine Vögel, die sehr zutraulich auf die Besucher und Besucherinnen zugehen und und ihnen teilweise sogar aus der Hand fressen. 

Um den Balcões Viewpoint zu erreichen, musst du eine kurze Wanderung über einen kleinen, bewaldeten Hügel hinter dich bringen. Der Startpunkt liegt im Ort Ribeiro Frio und ist ausgeschildert. 

4. Panoramastraße E110

Aussichtspunkte sind voll dein Ding? Dann solltest du dich nicht auf einen einzigen Viewpoint beschränken, sondern am besten die gesamte Panoramastraße E110 entlangfahren. Die längste Straße der Insel führt dich einmal quer über die aufregende Hochebene Paul da Serra. Allzu schnell solltest du dabei allerdings nicht fahren, denn hinter fast jeder Ecke wartet ein neuer traumhafter Ausblick auf das Meer, die Berge und Täler der Insel oder die kleinen Dörfer Madeiras. 

Der Balcoes Viewpoint gehört zu den beliebtesten Aussichtsplattformen Madeiras.

Und wenn du schon einmal dort oben unterwegs bist, dann pack doch gleich deine Wanderschuhe ein und erklimme die höchsten Gipfel der Insel zu Fuß. Vom Pico do Arieira aus kannst du außerdem einen abenteuerlichen Pfad zum Nachbarberg Pico Ruivo nehmen. Aber Achtung: Der ist nichts für schwache Nerven oder Anfängerinnen und Anfänger.

5. Ponta do Pargo Lighthouse

Wer sich einen Leuchtturm am Ende der Welt vorstellt, der hat schnell das Bild des Ponta do Pargo Lighthouses im Kopf. Denn der Leuchtturm am südlichsten Zipfel von Madeira bietet einen Anblick, der an echte Endzeitstimmung erinnert. Während er aus der Ferne eine perfekte Kulisse für den Sonnenuntergang bietet, können Besucher und Besucherinnen vom Leuchtturm aus die Aussicht auf die beeindruckenden Steilklippen der Blumeninsel genießen. 

Der Leuchtturm Ponta do Pargo ist ein beliebtes Ausflugsziel auf Madeira.

Wer an der Geschichte des besonderen Leuchtturms interessiert ist, kann sich direkt vor Ort in einem entsprechenden Museum darüber informieren. Das absolute Highlight ist aber definitiv der Sonnenuntergang, zu dem viele Einheimische und Urlaubende mit Picknickdecke und Snacks zum Leuchtturm kommen, um diesen magischen Augenblick zu erleben.