Traumhafte Strände, einsame Buchten, malerische Inseln und spannende Metropolen wie Barcelona und Madrid: Spanien ist nicht umsonst eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Allein rund 3,5 Millionen machten vor Corona pro Jahr Urlaub auf ihrer Lieblingsinsel Mallorca.

Infolge sinkender Corona-Zahlen steht einem Urlaub in den Sommerferien in ganz Spanien auch kaum noch etwas im Wege. Wir informieren dich über die aktuelle Lage, die Regeln für die Einreise, vor Ort sowie für die Rückreise.

Wie ist die Corona-Lage in Spanien?

Die Lage in Spanien entwickelt sich positiv – das Land gehörte seit Beginn der Pandemie zu den am stärksten betroffenen Ländern in Europa. Inzwischen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut dem spanischen Gesundheitsministerium aktuell landesweit bei 54,46 (Stand: 4. Juni). Die Inseln der Balearen, der Kanaren sowie Teile des spanischen Festlands gelten aus deutscher Sicht nicht mehr als Risikogebiete.

Lage auf den Balearen: Die Inselgruppe mit Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera steht sehr gut da, sie hat aktuell nur noch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 19,55 (Stand: 4. Juni).

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Lage auf den Kanaren: Auch die beliebte Inselgruppe, zu der unter anderem Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote gehören, weist eine Inzidenz deutlich unter der kritischen 50er-Marke auf. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 33,78 (Stand: 4. Juni).

Diese Ziele in Spanien gelten noch als Risikogebiet

Einige autonome Gemeinschaften Spaniens gelten noch als Corona-Risikogebiet. Das sind nach Angaben des Robert Koch-Institutes (Stand: 7. Juni): 

  • Andalusien (seit 14. August 2020)
  • Aragon (seit 31. Juli 2020)
  • Kastilien und León (seit 14. August 2020)
  • Katalonien (seit 31. Juli 2020)
  • Madrid (seit 14. August 2020)
  • Melilla (seit 14. August 2020)
  • Navarra (seit 31. Juli 2020)
  • Baskenland (seit 14. August 2020)
  • La Rioja (seit 3. April. 2021)

Welche Regeln gelten für die Einreise nach Spanien?

Die Einreise aus Deutschland nach Spanien ist grundsätzlich möglich. Weil Deutschland aber als Risikogebiet gilt, ist dafür entweder ein negativer PCR-, TMA-Test oder Antigen-Schnelltest (maximal 48 Stunden alt) nötig. Diese Pflicht gilt für alle Menschen ab sechs Jahren.

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Ausgenommen von der Testpflicht sind Geimpfte und Genesene. Sie müssen darüber einen Nachweis mit sich führen.

Urlaub planen 2021: Zwei Frauen sitzen in einem Café und schauen aufs Handy. (Symbolfoto)

Außerdem gilt: Jeder Flugreisende muss auf dem Spain-Travel-Health-Portal oder in der SpTH-App ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Dieses erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Die Registrierung kann frühestens 48 Stunden vor beabsichtigter Einreise erfolgen. In Ausnahmefällen kann auch ein Formular in Papierform ausgefüllt werden, schreibt das Auswärtige Amt.

Diese Corona-Regeln gelten in Spanien am Strand und im Restaurant

Der Notstand in Spanien wurde am 9. Mai aufgehoben, nach sechseinhalb Monaten. Damit wurden die zum Teil sehr strengen Beschränkungen in vielen Orten abgeschafft. Die Menschen in Spanien dürfen auch wieder zwischen den Regionen reisen, die Ausgangssperre wurde ebenfalls in den meisten Regionen aufgehoben. 

Wichtig: Reisende sollten sich immer detailliert informieren, denn wegen des Endes des Notstandes gibt es keine landesweit einheitlichen Corona-Beschränkungen mehr. Alle 18 Regionen können nun ihre eigenen Regeln umsetzen. 

Abstandsregeln, Maskenpflicht und Rauchverbot

  • Abstandsregeln: Vorgeschrieben sind 1,5 Meter Abstand zu Menschen, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammen.
  • Maskenpflicht gilt im öffentlichen Raum, also auch im Freien, für alle Menschen ab sechs Jahren. Abgenommen werden darf der Mund-Nasen-Schutz beim Liegen am Strand und beim Baden im Meer und Pool oder beim Wandern (wenn der Mindestabstand gegeben ist). Die spanische Regierung erwägt, die Maskenpflicht im Freien Ende Juni zu beenden.
  • Rauchverbot gilt im Freien, wenn ein Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Regeln im Hotel, im Restaurant und am Strand

Die Restaurants dürfen öffnen, es gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen. In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 dürfen Clubs wieder öffnen, Sperrstunde ist um 3 Uhr. Am Strand müssen die Badegäste einen Abstand zu Menschen aus anderen Haushalten einhalten. Die Sonnenliegen müssen nach Gebrauch desinfiziert werden. Die Hotels informieren ihre Gäste vor Ort über die jeweils geltenden Regeln, zum Beispiel am Buffet oder am Pool.

Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera: Besonderheiten auf den Balearen

Die Corona-Beschränkungen auf den Balearen wurden in den letzten Wochen, wie im Rest des Landes, schrittweise gelockert. Seit dem 3. Juni sind nach einem Gerichtsurteil auch wieder private Treffen uneingeschränkt möglich, auch die Ausgangssperre wurde aufgehoben. Die Regionalregierung der Balearen empfiehlt aber dringend, private Treffen in der Öffentlichkeit auf maximal 15 Menschen im Freien und maximal zehn Menschen in Innenbereichen zu beschränken.

Blick auf die Insel Mallorca – ein Urlaub ist dort wieder ohne Quarantäne möglich. Die Reisewarnung wird aufgehoben.

Restaurants, Cafés und Kneipen auf den Balearen dürfen ihre Außen- und Innenbereiche seit dem 6. Juni durchgehend von 6 Uhr bis Mitternacht bewirten. Dann dürfen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera an einem Tisch im Freien maximal zehn Personen Platz nehmen, in Innenräumen sind es sechs Personen, so das „Mallorca Magazin“. 

Doch an den Partymeilen von Mallorca bleibt die Regierung strenger. So sollen unter anderem an der Playa de Palma drinnen wie draußen nur vier Personen zusammensitzen dürfen, das berichtet die „Mallorca Zeitung“. 

Die Maskenpflicht im Freien gilt auch auf den Balearen – der Mund-Nasen-Schutz muss also auch an der Strandpromenade sowie beim Spaziergang am Strand getragen werden.

Das gilt bei der Rückreise von Spanien nach Deutschland mit dem Flugzeug oder Auto

Für die Rückreise-Regeln müssen Reisende unterscheiden, ob sie mit dem Flugzeug oder auf dem Landweg (per Auto, Bahn oder Bus) unterwegs sind und ob sie aus einem Risikogebiet in Spanien kommen.

Regeln für Flugreisende: Wer mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückreist, muss hingegen schon beim Check-in im Reiseland einen Test- oder Genesenen- oder Impfnachweis vorzeigen. Der Antigen-Schnelltest darf maximal 48 Stunden alt sein, der PCR-Test maximal 72 Stunden. Damit entfällt automatisch die Quarantänepflicht, sollten Reisende aus einem spanischen Risikogebiet kommen. Genesene und Geimpfte sind davon ausgenommen.

Alle Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich vor der Einreise registrieren auf www.einreiseanmeldung.de. Dort können auch entsprechende Nachweise (Test, Impfung, Genesung) hinterlegt werden.

Rückreise mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus: Wer auf dem Landweg zurückreist und nicht aus einem Risikogebiet kommt, kann frei und ohne Beschränkungen einreisen. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss spätestens 48 Stunden nach der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen können. Wer schon vor der Einreise einen Antigentest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) macht, muss nicht in Quarantäne.

Für Genesene und Geimpfte entfällt die Test- und Quarantänepflicht, sie müssen sich aber wie alle Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten vor der Einreise anmelden auf www.einreiseanmeldung.de und dort entsprechende Nachweise hochladen.