Traumhafte Strände, einsame Buchten, malerische Inseln und spannende Metropolen wie Barcelona und Madrid: Spanien ist nicht umsonst eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Allein rund 3,5 Millionen machten vor Corona pro Jahr Urlaub auf ihrer Lieblingsinsel Mallorca.

Lange benötigten die Deutschen für den Urlaub auf den beliebten Inseln wie Mallorca, Ibiza und Teneriffa oder aufs Festland keinen Corona-Test. Doch weil auch hierzulande die Fallzahlen wieder steigen, sind diese Zeiten wieder vorbei: Ganz Deutschland gilt in Spanien seit dem 23. August als Risikogebiet.

Spanien gilt nicht mehr als Hochrisikogebiet

In Spanien stiegen zwischenzeitlich die Corona-Zahlen drastisch – auch wegen Partytouristen. Zunächst galt ganz Spanien – mit den Balearen und den Kanaren – als Risikogebiet, dann als Hochinzidenzgebiet und als Hochrisikogebiet. Aber die Lage bessert sich: Seit dem 29. August gilt Spanien samt Mallorca nicht mehr als Hochrisikogebiet. Wir informieren über die aktuelle Lage in Spanien, die Regeln für die Einreise, vor Ort sowie für die Rückreise.

Aktuelle Deals

Wie ist die Corona-Lage in Spanien?

Spanien gehörte seit Beginn der Pandemie zu den am stärksten betroffenen Ländern in Europa, konnte die Infektionszahlen aber eine Weile senken. Mittlerweile liegt die Sieben-Tage-Inzidenz allerdings landesweit bei 108,3 (Stand 1. September 2021). Noch Ende Juli sah die Corona-Lage in Spanien Ende ganz anders aus: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag etwa am 23. Juli landesweit bei 385,2.

Lage auf den Balearen: Die Infektionszahlen auf der Inselgruppe mit Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera steigen stark, sie hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 187,5 (Stand: 20. August). Auf Mallorca werden für den steilen Anstieg vor allem Massenansteckungen unter spanischen Schülerinnen und Schülern während ihrer Abifahrten verantwortlich gemacht.

Lage auf den Kanaren: Auch die beliebte Inselgruppe, zu der unter anderem Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote gehören, gilt auch wieder als Risikogebiet. Sie weist inzwischen wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von 98,35 (Stand: 20. August) aus. Zwischenzeitlich hatte sie nur bei knapp über 30 gelegen. 

 

Welche Regeln gelten für die Einreise nach Spanien?

Die Einreise aus Deutschland nach Spanien ist möglich – aber mit gewissen Einschränkungen verbunden. Die Zeiten, in denen deutsche Reisende keinen negativen Corona-Test bei der Einreise vorzeigen mussten, sind ab dem 23. August vorerst vorbei: Dann gilt die gesamte Bundesrepublik in Spanien als Risikogebiet.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Urlaub planen 2021: Zwei Frauen sitzen in einem Café und schauen aufs Handy. (Symbolfoto)

Deutschland ist Risikogebiet in Spanien: Verschärfte Einreiseregeln

Die steigenden Corona-Fallzahlen hierzulande sorgen dafür, dass ganz Deutschland ab dem 23. August in Spanien als Risikogebiet gilt. Für Reisende aus einem Risikogebiet gelten in Spanien folgende Regeln:

  • Nachweispflicht: Reisende ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise eine vollständige Impung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negatives Corona-Testergebnis nachweisen. Bei den Coronatests werden in Spanien Antigen-Tests, PCR-, LAMP- oder TMA-Tests anerkannt. Die Testung darf laut Angaben des Auswärtigens Amts maximal 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein.
  • Anmeldung: Jeder Flugreisende muss auf dem Spain-Travel-Health-Portal oder in der SpTH-App ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Dieses erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Die Registrierung kann frühestens 48 Stunden vor beabsichtigter Einreise erfolgen. In Ausnahmefällen kann auch ein Formular in Papierform ausgefüllt werden, schreibt das Auswärtige Amt.

Diese Corona-Regeln gelten in Spanien am Strand und im Restaurant

Der Notstand in Spanien wurde am 9. Mai aufgehoben, nach sechseinhalb Monaten. Damit wurden die zum Teil sehr strengen Beschränkungen in vielen Orten abgeschafft. Die Menschen in Spanien dürfen auch wieder zwischen den Regionen reisen, die Ausgangssperre wurde ebenfalls in den meisten Regionen aufgehoben. 

Wichtig: Reisende sollten sich immer detailliert informieren, denn wegen des Endes des Notstandes gibt es keine landesweit einheitlichen Corona-Beschränkungen mehr. Alle 18 Regionen können nun ihre eigenen Regeln umsetzen. 

So hat beispielsweise der Corona-Hostpot Katalonien erneut nächtliche Ausgangssperren beschlossen. In Barcelona müssen nach Mitternacht Bars, Restaurants, Kultur- und Sportlokale schließen.

Überblick über allgemeine Regeln in Spanien

Abstandsregeln, Maskenpflicht und Rauchverbot

  • Abstandsregeln: Vorgeschrieben sind 1,5 Meter Abstand zu Menschen, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammen.
  • Maskenpflicht: Die generelle Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben. Eine Maske muss nur noch dann getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Menschen außerhalb des Haushaltes eingehalten werden kann.
  • Rauchverbot gilt im Freien, wenn ein Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Regeln im Hotel, im Restaurant und am Strand

Die Restaurants dürfen öffnen, es gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen. In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 dürfen Clubs wieder öffnen, Sperrstunde ist um 3 Uhr. Am Strand müssen die Badegäste einen Abstand zu Menschen aus anderen Haushalten einhalten. Die Sonnenliegen müssen nach Gebrauch desinfiziert werden. Die Hotels informieren ihre Gäste vor Ort über die jeweils geltenden Regeln, zum Beispiel am Buffet oder am Pool.

Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera: Besonderheiten auf den Balearen

Die Corona-Beschränkungen auf den Balearen wurden in den letzten Wochen, wie im Rest des Landes, schrittweise gelockert. Seit dem 3. Juni sind nach einem Gerichtsurteil auch wieder private Treffen uneingeschränkt möglich, auch die Ausgangssperre wurde aufgehoben. Die Regionalregierung der Balearen empfiehlt aber dringend, private Treffen in der Öffentlichkeit auf maximal 15 Menschen im Freien und maximal zehn Menschen in Innenbereichen zu beschränken.

Doch aufgrund des Corona-Anstiegs werden die Regeln nun wieder verschärft, beispielsweise müssen Strände auf Mallorca seit dem 24. Juli wieder um 22 Uhr schließen.

Blick auf die Insel Mallorca – ein Urlaub ist dort wieder ohne Quarantäne möglich. Die Reisewarnung wird aufgehoben.

Besonderheiten in Gebieten mit hoher Inzidenz

In Spanien können die autonomen Gemeinschaften bei einer hohen Inzidenz selbständig Beschränkungen einführen, dazu zählen zum Beispiel strenge Ausgangssperren. Infos zu den Maßnahmen in den einzelnen Regionen gibt es auf der Webseite des spanischen Gesundheitsministeriums (auf Spanisch).

Das gilt bei der Rückreise nach Deutschland

Spanien gilt nicht als Hochrisikogebiet. Damit entfällt zum einen die Anmeldepflicht für alle Reisende sowie die Quarantänepflicht für Rückreisende, die weder geimpft noch genesen sind. Folgende Regeln müssen Urlauberinnen und Urlauber, die nach Deutschland zurückkehren, dennoch beachten: 

  • Nachweispflicht: Mit der neuen Einreiseverordnung vom 1. August müssen alle Reiserückkehrenden bereits bei der Einreise nach Deutschland einen der folgenden Nachweise vorlegen können: aktueller Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Die neuen Einreise-Regeln gelten für alle Länder unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist.