Sand aus Vulkanasche, riesige Felsklippen und das ganze Jahr blühende Blumen und Frühlingstemperaturen: Die portugiesische Blumeninsel Madeira ist vor allem für ihre abwechslungsreiche und beeindruckende Natur bekannt. Deshalb zieht es vornehmlich Wander-Fans sowie Naturliebhaberinnen und -liebhaber auf die Insel, die rund 900 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt im Atlantik liegt. 

Wer die ganze Vielfalt der Insel erkunden möchte, der muss mindestens zehn Tage für den Madeira-Urlaub einplanen. Damit du dabei auch die schönsten Ecken von Madeira siehst, zeigt der reisereporter dir die acht beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel im Überblick. 

Karte für Madeira – schönste Sehenswürdigkeiten und Strände

1. Cabo Girão

Madeiras Küste ist geprägt von schroffen Felsen, Steinstränden und beeindruckenden Steilklippen. Die wohl höchste von ihnen ist das Cabo Girão. Mit ihren 580 Metern ist sie sogar die höchste Steilklippe in ganz Europa. Wer den Aufstieg wagt, der wird, oben angekommen, mit einer traumhaften Aussicht über die Südküste der Insel und das offene Meer belohnt. 

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Die Felsklippe Cabo Girao auf Madeira ist die höchste in ganz Europa.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der kann sich das Ganze auch vom Skywalk aus anschauen. Dabei stehen Besucherinnen und Besucher auf einer (sehr dicken) Glasscheibe und können unter sich das Brechen der Wellen an der Steilklippe beobachten. In einem Café um die Ecke gibt es dann Snacks für die Stärkung nach diesem Adrenalinkick. 

Übrigens: Besonders magisch wird der Besuch des Cabo Girão zum Sonnenuntergang. Solltest du noch Zeit haben, lohnt sich zudem ein Besuch im Câmara de Lobos – dem ältesten Fischerdorf der Insel.

2. Monte Palace Tropical Garden

Madeira ist allgemein als Blumeninsel Portugals bekannt. Da liegt es nur nahe, dass Touristen auf der Insel auch einen der schönsten Gärten der Welt finden. Der „Monte Palace Tropical Garden“ liegt im Vorort Monte direkt neben der Insel-Hauptstadt Funchal. Das botanische Paradies bietet eine große Artenvielfalt an Pflanzen aus aller Welt, Statuen und Zugang zum gleichnamigen historischen Schloss. 

Der historischer Palast Monte Palace Tropical Garden beherbergt auch einen See und Wasserspiele im botanischen Garten.

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Zusammen mit dem Schwanenteich, dem Japanischen Garten und einem Museum ist der Ort für einen Besuch ein echtes Highlight eines jeden Madeira-Urlaubes. Am besten erreichst du die Gartenanlage von Funchal aus mit der Seilbahn. Das Areal ist täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 12,50 Euro für Erwachsene ab 15 Jahren.

3. Risco-Wasserfall

Ein beliebtes Ziel vieler Wanderer und Wanderinnen ist der Risco-Wasserfall im Rabaçal-Naturschutzgebiet. Und bei dieser Sehenswürdigkeit ist bereits der Weg ein echtes Highlight. Denn die Wanderung führt Urlaubende entlang der Levada do Risco und der Levada das 25 Fontes, die für sich schon eine Sehenswürdigkeit sind. 

Levadas werden künstliche Wasserläufe, die das Regenwasser aus Regionen mit mehr Niederschlag in Regionen mit weniger Regen befördern sollen. Dementsprechend finden sich diese Wasserläufe auf der gesamten Insel verteilt oft an Wanderwegen wieder. 

Auf der portugiesischen Insel Madeira finden Naturliebhaber jede Menge Wasserfälle – besonders beliebt ist der Risco-Wasserfall.

Folgst du nun einem der beiden Levadas vom Parkplatz der Hochebene Paúl da Serra aus, dann wanderst du rund zwölf Kilometer durch die grüne Natur der Insel, bis du den Risco-Wasserfall erreichst. Der fällt aus etwa 100 Metern Höhe in einen kleinen, klaren Teich. 

4. Pico Ruivo und Pico do Arieiro

Auf Madeira geht es gern auch mal hoch hinaus – zum Beispiel auf einen der höchsten Berge der Blumeninsel. Der Pico Ruivo ist mit 1862 Metern dabei der Spitzenreiter, dicht gefolgt von seinem Nachbarn Pico do Ariero mit 1818 Metern. Die grandiose Aussicht vom Gipfel aus können dabei aber nicht nur Profi-Bergsteiger genießen: Eine Straße führt direkt zur Bergspitze des Pico do Arieiro. 

Der Berg Pico Ruivo ist der höchste Berg auf der Blumeninsel.

Bei guten Wetterverhältnissen können Urlauberinnen und Urlauber von dort aus nahezu die gesamte Insel mit ihren kleinen Dörfern, den Wäldern, Bergen und Tälern überblicken. Wer Glück hat, der kann sogar bis zur Nachbarinsel Porto Santo schauen. Aber auch bei schlechter Sicht lohnt sich ein Ausflug in die Bergwelt – denn dann kannst du vom Gipfel aus die Nebelwolken unter dir bewundern. 

Fortgeschrittene Bergsteigerinnen und Bergsteiger sowie mutige Wander-Fans können vom Pico do Arieiro außerdem zum Pico Ruivo wandern. Aber Vorsicht: Der steinige, enge Pfad zwischen den beiden Bergen führt dich an Klippen entlang, durch Täler hindurch und auch mal steil hinauf. Taschenlampe und Kletterausrüstung solltest du also für dieses Abenteuer dabeihaben. 

5. Naturschwimmbecken Porto Moniz

Das Naturschwimmbecken Porto Moniz ist ein typischer Badeplatz für Madeira – und darf deshalb in diesem Überblick auf keinen Fall fehlen. Die besonderen Schwimmbecken direkt im Meer sind vor Tausenden von Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden. Die Lava ist ins Meer gelaufen und dort erstarrt, an manchen Orten so praktisch, dass dort heute richtige Schwimmbecken zu finden sind. 

Das wohl bekannteste Naturschwimmbecken liegt direkt vor dem Küstenort Porto Moniz im Nordwesten Madeiras. Für einen geringen Eintrittspreis von 1,50 Euro können Badeurlauber und -urlauberinnen dort in einem abgeschlossenen Schwimmbecken im Meer baden und von den Annehmlichkeiten eines normalen Schwimmbades profitieren. Wer das echte Madeira erleben möchte, der sollte auf jeden Fall einmal in ein Naturschwimmbecken eintauchen.

6. Mercado dos Lavradores

An welchem Ort kommt man am besten mit Einheimischen ins Gespräch? Klar – auf dem Wochenmarkt. Den gibt es auf Madeira gleich mehrfach, der wohl größte und bekannteste findet allerdings in der Insel-Hauptstadt Funchal statt. Die ist übrigens auch abgesehen vom Mercado dos Lavradores einen Besuch wert. Etwa, um durch die historische Altstadt zu schlendern und die vielen kleinen Lädchen und Galerien zu bummeln.

Wer die Kultur Madeiras erleben möchte, der sollte den Mercado dos Lavradores – also den großen Markt – in der Inselhauptstadt Funchal besuchen.

Mitten in der Stadt finden Touristinnen und Touristen dann auch die große Markthalle, in der auf drei Etagen alles Mögliche angeboten wird. Ganz egal, ob frisches Obst und Gemüse, Handwerksware oder Kleidung – dort findest du alles. Da der Markt allerdings sehr beliebt bei Touristen und Touristinnen ist, sind die Preise oft sehr hoch. Unser Tipp: Versuche unbedingt zu handeln. 

Die Markthalle ist montags bis donnerstags von 8 bis 19 Uhr, freitags von 7 bis 19 Uhr und samstags von 7 bis 14 Uhr geöffnet.

7. São Vicente Caves

Madeira ist eigentlich für die ganzjährig milden Temperaturen und trockenen Tage bekannt. Aber auch auf der „Insel des ewigen Frühlings“ regnet es ab und zu mal. Im Schnitt gibt es zwischen vier und sieben Tagen Regen pro Monat. Und falls du während deiner Reise auf die portugiesische Insel einen solchen Tag erwischen solltest, dann ab zu den São Vicente Caves.

In den Vulkangrotten von São Vicente können Touristinnen und Touristen die Unterwelt der Insel erkunden.

Die Grotten von São Vicente eröffnen Touristinnen und Touristen ein einmaliges Naturschauspiel und nehmen Besucher und Besucherinnen mit in die Unterwelt der Vulkaninsel. Im Kern besteht Madeira nämlich aus einem riesigen Lavatunnelsystem, das vor rund 900.000 Jahren durch zahlreiche Vulkanausbrüche enstanden ist. Seit 1996 ist etwa ein Kilometer dieser magischen Welt im Rahmen einer Führung für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

Dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr für 6 Euro können Touristinnen und Touristen die halbstündige Tour entlang skurriler Steinformationen, dunkler Gänge und kristallklarer Höhlenseen buchen. 

8. Calhau das Achadas

Auch Freundinnen und Freunde von Lost Places kommen auf Madeira auf ihre Kosten. An der Westküste der Insel finden Urlaubende den verlassenen Ort Calhau das Achadas. Das Dorf gehört zu den ruhigsten und entlegensten Gegenden der Blumeninsel und bietet optimale Bedingungen, um den Touristenmassen der Hotspots mal zu entfliehen. 

Das verlassene Dorf Achadas da Cruz zeigt das Madeira der Vergangenheit.

Ganz nebenbei bekommen Reisende dort auch noch die Gelegenheit, die Vergangenheit der Insel etwas besser kennenzulernen und die alten Gebäude im naturbelassenen Ort an der Küste zu erkunden. Am besten kommst du zu Fuß an den verlassenen Ort oder mit der Seilbahn.