Du planst einen Urlaub auf der portugiesischen Blumeninsel Madeira– hast aber noch einige Fragezeichen im Kopf? Kein Problem: Um dir die Reiseplanung so bequem und einfach zu machen, wie möglich, verraten wir dir alle wichtigen Infos für deine Reise nach Madeira. 

Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?

Portugals Blumeninsel Madeira ist allgemein auch als „Insel des ewigen Frühlings“ bekannt. Und das spiegelt sich auch im Wetter wider: Auf der Insel herrschen das ganze Jahr über milde Temperaturen zwischen 13 und 25 Grad. Für einen klassischen Badeurlaub ist das zwar im Zweifel zu kalt, aber wer die Insel erkunden möchte oder von einem Aktivurlaub auf Madeira träumt, kann das grundsätzlich das ganze Jahr über tun.

Im Frühjahr und Sommer sind die Temperaturen dabei am angenehmsten, der Wind ist weniger prägnant und die Regentage pro Monat gehen von acht auf durchschnittlich vier zurück. Wanderer, Naturliebhaber und Sonnenanbeter strömen dann zur Blumeninsel und tummeln sich in den Küstenorten, an den Stränden oder auf den insgesamt 21 Wanderwegen. Und auch, wenn Madeira nicht die erste Wahl für einen klassischen Badeurlaub ist, können Touristen und Touristinnen in den Sommermonaten bei Wassertemperaturen von bis zu 23 Grad und bis zu zehn Sonnenstunden entspannt im Meer baden. 

Anders sieht das allerdings im Herbst und Winter aus. Ab Oktober wird es vor allem im Norden der Insel immer regnerischer und wolkiger, die Temperaturen sinken auf bis zu 13 Grad Celsius ab. Badeurlauberinnen und -urlauber sind in dieser Zeit mit lediglich vier Sonnenstunden und 17 Grad Wassertemperatur auf Madeira eher weniger gut aufgehoben. 

Was muss ich bei der Buchung beachten?

Wer einen Urlaub auf Madeira buchen möchte, steht vor einer Vielzahl an Buchungsmöglichkeiten. Von komplett individuell bis hin zu all inclusive ist da alles dabei. Die Frage dabei ist: Welche Buchungsart ist die richtige für deinen Madeira-Urlaub?

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Wenn du vor allem Entspannung suchst, die Sicherheit einer Pauschalreise genießen möchtest und bereit bist, dich nach festen Essenszeiten zu richten, dann lautet die Antwort wohl: ab ins All-inclusive-Resort. Bei dieser Reiseart kannst du außerdem die Kosten deutlich besser kalkulieren, da du bereits im Vorfeld genau weißt, was dich Unterkunft und Speisen kosten werden. 

Touristinnen und Touristen, die lieber unabhängig reisen und vor Ort auf Spontanität setzen wollen, sollten sich hingegen für eine andere Reiseart entscheiden. Denn dann bleibt dein Platz am Buffet im Zweifel leer, weil du die vielfältigen kulinarischen Angebote in der Umgebung ausprobieren möchtest – und du zahlst am Ende doppelt.

Abgesehen von der Verpflegung lohnt sich außerdem ein Blick auf das Transferangebot. Da der Airport oftmals mehrere Autostunden von deinem Reiseziel entfernt ist, sollte ein Hoteltransfer inbegriffen sein. Dadurch sparst du dir am Flughafen Zeit und Stress, ein Taxi zu suchen. Außer natürlich, du buchst dir ohnehin einen Mietwagen für deine Zeit auf der Blumeninsel.

Karte für Madeira: Sehenswürdigkeiten und Strände

Wie komme ich am besten nach Madeira?

Die Anreise nach Madeira erfolgt mit dem Flugzeug. Vom Flughafen Frankfurt am Main aus sind Reisende mit dem Flugzeug innerhalb von vier Stunden am Airport Flughafen „Cristiano Ronaldo“ (FNC). Dieser befindet sich bei Santa Cruz und ist 16 Kiometer von der Insel-Hauptstadt Funchal entfernt. Es sind auch Flüge mit Stopover in Lissabon möglich.

Wer einen Einzelflug bucht, der zahlt zur Hauptsaison für Hin- und Rückflug mindestens 400 Euro. Im Rahmen einer Pauschalreise zahlen Urlauber für eine Woche im Hochsommer rund 700 Euro.

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Die coolsten Sehenswürdigkeiten auf Madeira

Auf der Blumeninsel Portugals gibt es jede Menge zu entdecken. Die aufregende Mischung aus Natur und Kultur ist überall auf Madeira bemerkbar und verzaubert immer mehr Touristinnen und Touristen aus aller Welt. Diese Sehenswürdigkeiten dürfen auf deiner Bucket List nicht fehlen:

Cabo Girão: 

Madeiras Küste ist geprägt von schroffen Felsen, Steinstränden und beeindruckenden Steilklippen. Die wohl höchste von ihnen ist das Cabo Girão. Mit ihren 580 Metern ist sie sogar die höchste Steilklippe in ganz Europa. Wer den Aufstieg wagt, der wird, oben angekommen, mit einer traumhaften Aussicht über die Südküste der Insel und das offene Meer belohnt. 

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der kann sich das Ganze auch vom Skywalk aus anschauen. Dabei stehen Besucherinnen und Besucher auf einer (sehr dicken) Glasscheibe und können unter sich das Brechen der Wellen an der Steilklippe beobachten. In einem Café um die Ecke gibt es dann Snacks für die Stärkung nach diesem Adrenalinkick. 

Die Felsklippe Cabo Girao auf Madeira ist die höchste in ganz Europa.

Übrigens: Besonders magisch wird der Besuch des Cabo Girão zum Sonnenuntergang. Solltest du noch Zeit haben, lohnt sich zudem ein Besuch im Câmara de Lobo, dem ältesten Fischerdorf der Insel.

Monte Palace Tropical Garden: 

Madeira ist allgemein als Blumeninsel Portugals bekannt. Da liegt es nahe, dass Touristen und Touristinnen auf der Insel auch einen der schönsten Gärten der Welt finden. Der Monte Palace Tropical Garden liegt im Vorort Monte direkt neben der Insel-Hauptstadt Funchal. Das botanische Paradies bietet eine große Artenvielfalt an Pflanzen aus aller Welt, Statuen und Zugang zum gleichnamigen historischen Schloss.

Zusammen mit dem Schwanenteich, dem Japanischen Garten und einem Museum ist der Garten für einen Besuch ein echtes Highlight eines jeden Madeira-Urlaubes. Am besten erreichst du die Gartenanlage von Funchal aus mit der Seilbahn. Das Areal ist täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 12,50 Euro für Erwachsene ab 15 Jahren.

Der historischer Palast Monte Palace Tropical Garden beherbergt auch einen See und Wasserspiele im botanischen Garten.


Naturschwimmbecken Porto Moniz: 

Das Naturschwimmbecken Porto Moniz ist ein typischer Badeplatz für Madeira – und darf deshalb in diesem Überblick auf keinen Fall fehlen. Die besonderen Schwimmbecken direkt im Meer sind vor Tausenden von Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden. Die Lava ist ins Meer gelaufen und dort erstarrt, an manchen Orten so praktisch, dass dort heute richtige Schwimmbecken zu finden sind. 

Im Küstenort Porto Moniz finden Urlaubende ein Naturschwimmbecken mitten im Meer sowie heiße Thermalquellen.


Das wohl bekannteste Naturschwimmbecken liegt direkt vor dem Küstenort Porto Moniz im Nordwesten Madeiras. Für einen geringen Eintrittspreis von 1,50 Euro können Badeurlauberinnen und -urlauber dort in einem abgeschlossenen Schwimmbecken im Meer baden und von den Annehmlichkeiten eines normalen Schwimmbades profitieren. Wer das echte Madeira erleben möchte, der sollte auf jeden Fall einmal in ein Naturschwimmbecken eintauchen.

Die schönsten Strände auf Madeira

Auch wenn Madeira nicht das bekannteste Reiseziel für einen Badeurlaub ist, gibt es einige Traumstrände auf der Blumeninsel. Wir zeigen dir, an welchen Orten am Meer du am besten entspannen kannst.

Prainha Beach:

Der Prainha Beach auf Madeira gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel. Das liegt vor allem daran, dass der Strand einer der wenigen feinen Sandstrände auf der Blumeninsel ist. Während die meisten anderen Strände aus Vulkansand oder Steinen bestehen, können sich Urlaubende in der kleinen Badebucht auf echten Sand freuen. Natürlich mischen sich aber auch dort immer wieder schwarze Vulkansandkörner und kleine Steinchen in den gelben Sand. 

Der Prainha Beach auf Madeira gehört zu den bekanntesten der Insel.

Wer aber einen ruhigen Platz zum Baden sucht, der findet ihn am Prainha Beach auf jeden Fall. Denn die kleine Bucht unweit des bekannten Ponta de São Lourenço an der Südostküste der Insel ist selbst im Hochsommer nicht überfüllt und bietet deshalb jedem Badeurlauber und jeder Badeurlauberin ein lauschiges Plätzchen am Atlantischen Ozean. Das kleine Café direkt am Strand bietet außerdem einige Leckereien für eine kleine Stärkung zwischendurch an. 

Praia Formosa: 

Die Praia Formosa in Madeiras Insel-Metropole Funchal ist alles andere als ein Geheimtipp. Denn der Strand, der aus einer Mischung aus Steinen und schwarzem Sand besteht, ist der längste öffentliche Strand der gesamten Insel. Das führt zum einen dazu, dass es im Sommer dort auch mal voll werden kann. Zum anderen haben sich deshalb dort aber auch zahlreiche Hotels, Restaurants und Bars angesiedelt, die den Besucherinnen und Besuchern jede Menge Annehmlichkeiten anbieten. 

Am öffentlichen Strand Praia Formosa befinden sich einige der größten Hotels von Madeira.


Touristinnen und Touristen, die gern die Gegend erkunden möchten, statt sich nur die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, können vom Praia Formosa aus einen ausgiebigen Spaziergang zum benachbarten Lido-Strand oder zum Hafen von Camara de Lobos unternehmen. Außerdem bietet das Sportzentrum direkt am Strand jede Menge Möglichkeiten, sich im Wassersport auszuprobieren. 

Praia do Garajau: 

Der kleine Küstenort Ponta do Garajau lockt mit seinen schroffen Klippen und steilen Abhängen vor allem naturbegeisterte Wander-Fans und adrenalinhungrige Abenteurer und Abenteurerinnen an. Aber am Fuße der hohen Klippen des Ortes befindet sich auch ein kleiner Strand aus dunklen Kieselsteinen: die Praia do Garajau.

Die Praia do Garajau auf Madeira bietet guten Schutz vor Wind und Wellen.

Dank der Klippen, die den Strand einrahmen, ist das Meer an dieser Stelle besonders klar und still – optimal für einen Badeausflug an den Atlantik. Außerdem gibt es ein kleines Café mit Snacks und Getränken sowie eine Erste-Hilfe-Station für den Fall der Fälle. Du erreichst diesen schönen Ort entweder zu Fuß über einen schmalen Weg über die Klippen. Oder du wählst den bequemen Abstieg – und steigst für einen schmalen Taler in die neue Seilbahn.

Die besten Wanderrouten auf Madeira

Klar, Wanderinnen und Wanderer sind auf Madeira wohl unter allen Urlaubenden mit am besten aufgehoben. Denn nahezu jede Ecke der Insel ist mit mindestens einem der insgesamt 21 Wanderwege erreichbar. Wir zeigen dir, welche Touren sich besonders lohnen. 

Die 25 Quellen und der Risco-Wasserfall: 

Ein beliebtes Ziel vieler Wander-Fans ist der Risco-Wasserfall im Rabaçal-Naturschutzgebiet. Die Wanderung beginnt in Rabaçal auf der Hochebene Paúl da Serra und führt Urlauberinnen und Urlauber entlang der Levada do Risco. Alternativ können Reisende sich für den Levada das 25 Fontes (25 Quellen) entscheiden. 

Levadas werden übrigens künstliche Wasserläufe genannt, die das Regenwasser aus Regionen mit mehr Niederschlag in Regionen mit weniger Regen befördern sollen. Dementsprechend finden sich diese Wasserläufe auf der gesamten Insel verteilt oft an Wanderwegen wieder.

Der Risco-Wasserfall ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge.

Folgst du nun einem der beiden Levadas vom Parkplatz der Hochebene Paúl da Serra aus, dann wanderst du rund zwölf Kilometer durch die grüne Natur der Insel, bis du den Risco-Wasserfall erreichst. Der fällt aus etwa 100 Metern Höhe in einen kleinen, klaren Teich.

Übrigens: Wer bereits auf dem Weg zum Risco-Wasserfall die Schönheit der Natur erleben möchte, der sollte sich wohl eher für den Levada das 25 Fontes entscheiden. Er führt dich an zahlreichen Lorbeerbäumen und kleinen Wasserfällen entlang, die auch für den Namen des Wanderweges verantwortlich sind. 

Pico Ruivo und Pico do Arieiro:

Auf Madeira geht es gern auch mal hoch hinaus – zum Beispiel auf einen der höchsten Berge der Blumeninsel. Der Pico Ruivo ist mit 1862 Metern dabei der Spitzenreiter, dicht gefolgt von seinem Nachbarn Pico do Arieiro mit 1818 Metern. Die grandiose Aussicht vom Gipfel aus können dabei aber nicht nur Profi-Bergsteiger und -Bergsteigerinnen genießen: Eine Straße führt direkt zur Bergspitze des Pico do Arieiro. 

Bei guten Wetterverhältnissen können Urlauberinnen und Urlauber von dort aus nahezu die gesamte Insel mit ihren kleinen Dörfern, den Wäldern, Bergen und Tälern überblicken. Wer Glück hat, der kann sogar bis zur Nachbarinsel Porto Santo schauen. Aber auch bei schlechter Sicht lohnt sich ein Ausflug in die Bergwelt – denn dann kannst du vom Gipfel aus die Nebelwolken unter dir bewundern.

Der Berg Pico Ruivo ist der höchste Berg auf der Blumeninsel.


Fortgeschrittene Bergsteigerinnen und Bergsteiger und mutige Wanderer und Wanderinnen können vom Pico do Arieiro außerdem zum Pico Ruivo wandern. Aber Vorsicht: Der steinige, enge Pfad zwischen den beiden Bergen führt dich an Klippen entlang, durch Täler hindurch und auch mal steil hinauf. Taschenlampe und Kletterausrüstung solltest du also für dieses Abenteuer dabeihaben. 

Tour zum Ponta de São Lourenço: 

Ponta de São Lourenço, der äußerste Ostzipfel Madeiras, hat bereits einen festen Platz auf der Bucket List zahlreicher Madeira-Urlauberinnen und -Urlauber. Die Klippen aus roten Steinen und erkalteter Lava ragen hier besonders weit ins Meer und bieten dadurch einen traumhaften Ausblick. 

Die Halbinsel Ponta de São Lourenço ist ein beliebtes Ziel vieler Wanderer.

Von der Insel-Hauptstadt Funchal aus bringen dich gleich mehrere Shuttle-Busse zum Start der Wanderroute. Eine Karte brauchst du für diese Tour nicht, denn es führt nur ein Weg zum Ost-Ende Madeiras. Vom Startpunkt aus wanderst du – meistens gemeinsam mit zahlreichen anderen Urlauberinnen und Urlaubern – rund drei Kilometer bis zum ersten Highlight: dem kleinen Museum Casa do Sardinha. 

Von dort aus können Wanderer und Wanderinnen entweder zum 162 Meter hohen Pico do Furado aufsteigen oder den Weg zum Gipfel des Ponta de São Lourenço fortsetzen. Während der gesamten Wanderung hast du einen tollen Ausblick auf die Steilklippen und das offene Meer.