Wer im Urlaub kein Tourist sein möchte, checkt da ein, wo die Einheimischen wohnen. Plattformen wie Airbnb, Couchsurfing und Co. versprechen authentische Reise-Erlebnisse: abseits der Touri-Hochburgen, dafür mittendrin im Alltag der anderen.

Doch die Corona-Pandemie hat die Art und Weise, wie wir 2021 reisen, gehörig durcheinandergewirbelt. Das betrifft auch den Urlaub bei privaten Gastgeberinnen und Gastgebern. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du bei der Buchung achten musst und welche Corona-Regeln für deinen Urlaub in privaten Unterkünften wichtig sind.

Urlaub, Airbnb und Corona – die wichtigsten Regeln

Auch wenn Urlaub in immer mehr Ländern und Regionen möglich ist, solltest du dich bei deiner Reiseplanung immer vorab informieren, ob touristische Übernachtungen laut den jeweils geltendenen Corona-Regeln möglich sind oder ob es ein Beherbergungsverbot gibt. Selbst wenn du bei privaten Gastgeberinnen und Gastgebern kostenlos auf der Couch übernachtest, kann dies unter ein Beherbergungsverbot fallen, sofern es eines gibt. Geschäftsreisen sind übrigens oft trotzdem möglich – aber keinesfalls sollte eine private Reise als Geschäftsreise verschleiert werden. Auf unserer Coronavirus-Themenseite findest du immer die aktuellen Einreiseregeln beliebter Reiseziele.

Aktuelle Deals

In welchem Land liegt die „most wished“ Airbnb-Unterkunft?

Neben dem Beherbergungsverbot solltest du beim Urlaub bei privaten Gastgeberinnen und Gastgebern auch die geltenden Kontaktbeschränkungen beachten. Gerade, wenn dein Host mit im Haus oder in der Wohnung lebt, sollte klar sein, wie viele Personen oder Menschen verschiedener Haushalte sich treffen dürfen.

Um trotz geschlossener Kneipen und Clubs feiern zu können, mieteten sich einige Menschen Privatunterkünfte für ihre Party. Airbnb hat daraufhin bereits im vergangenen Jahr seine Regeln verschärft: Die Plattform hat ein weltweites Partyverbot für auf Airbnb inserierte Unterkünfte verhängt, außerdem dürfen nicht mehr als 16 Personen eine Unterkunft buchen – selbst dann nicht, wenn der Gastgeber oder die Gastgeberin zustimmt.

Buchung, Gebühren, Stornierung: Wichtige Änderungen

Infolge der Corona-Pandemie haben Plattformen wie Airbnb und Couchsurfing ihre Richtlinien angepasst. Die wichtigsten Änderungen stellen wir dir hier vor.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Couchsurfing erhebt Gebühr

Die Plattform Couchsurfing erhebt seit Mai 2020 einen Nutzungsbeitrag in Höhe von 2,39 US-Dollar pro Monat, umgerechnet knapp 2 Euro oder 14,29 US-Dollar pro Jahr (knapp 12 Euro). Auf seiner Website schreibt das Unternehmen, dieser Schritt sei nötig gewesen, um die finanziellen Einbußen durch die Pandemie aufzufangen: „Aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs und der direkten Auswirkungen auf das Reisen sind die Finanzierungsquellen für Couchsurfing erschöpft, und wir haben keine andere Möglichkeit, als dich und unsere Community um Unterstützung zu bitten.“ Die Übernachtung auf einer fremden Couch bleibt aber kostenlos.

Airbnb ändert Stornierungs-Regeln

Airbnb hat infolge der Pandemie seine Regelungen zum Thema Stornierung geändert. Aufenthalte und Ausflüge sind seit dem 14. März 2020 nicht mehr durch die „Richtlinien für besondere Umstände“ abgedeckt. Laut Airbnb gehören dazu Reisewarnungen, Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen und andere coronabedingte Einschränkungen.

Über die Airbnb-App kann man eine Unterkunft buchen. Das Angebot könnte bald auf den Transport ausgeweitet werden.

„Da die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 inzwischen zu einer globalen Pandemie erklärt hat, gelten die Richtlinien für besondere Umstände nicht für neue Buchungen, da Covid-19 und seine Folgen mittlerweile nicht mehr unvorhergesehen oder unerwartet sind“, schreibt das Unternehmen auf seiner Website und verweist darauf, dass die Gastgeberinnen und Gastgeber ihre Stornobedingungen festlegen. Diese solltest du daher genau prüfen – und im Zweifel eine flexiblere Option wählen.

Flexibilität ist das Stichwort. Denn genau die hat Airbnb bei der Buchung erhöht. Neuerdings musst du bei der Suche kein genaues Datum mehr eingeben und dich auch nicht mehr auf ein genaues Ziel festlegen. Insgesamt hat Airbnb in diesem Jahr 100 neue Funktionen vorgestellt, die Reisen über die Plattform erleichtern sollen.