Zum Start haben wir uns Obernfeld ausgesucht. Die Rundtour kann aber von jedem beliebigen Ort auf der Strecke begonnen werden. Das Auto lassen wir im Ort stehen - der Wandertreff am Friedhof bietet sich dafür an - und radeln über einen Schotterweg gleich zum ersten Ziel, der Josephs-Quelle nur wenige Hundert Meter entfernt vom Dorfkern.

Das schattige Plätzchen haben Wanderfreunde im Sportverein Obernfeld 1993 für Naturliebhaber als Rastplatz eingerichtet. Es handelt sich um ein hübsches Fleckchen Erde, das selbst mancher Eichsfelder noch nicht besucht haben dürfte. Ein echter Geheimtipp also. Sitzbänke und Tische bieten Platz zum Verweilen, kleine Stege überbrücken den Bachlauf, der Wasser aus dem Hennenberg führt. An Geländern können sich die Besucher festhalten.

Weiter geht es zurück zum Dorf und in Richtung Rollshausen, wo wir - dem Motto entsprechend - ein kleines Gewässer am Rande der Strecke liegenlassen und weiter über Germershausen in Richtung Bernshausen radeln. Dort ließe sich ganz wunderbar ein Stopp am Seeburger See einbauen. Das wir heute aber die unbekannten “Feuchtgebiete” erkunden wollen, fahren wir weiter durch Seeburg hindurch und parallel zur Bundesstraße 446 in Richtung Krebeck.

Dort haben wir einen Besuch des Lausebrunnens vorgesehen, der sich im Krebecker Wald verbirgt. Deutlich gebeutelt stellt sich dieser derzeit dar - auch hier sind die Spuren des Klimawandels zu erleben. Es wird bereits aufgeforstet; bleibt zu hoffen, dass sich der Wald gut erholt.

Am Lausebrunnen angekommen - Achtung, wer mit dem Rennrad unterwegs ist, sollte sich die Tour durch den Wald dem Bike zuliebe sparen! - wird deutlich, warum dieses Flecken Erde ein bei den Eichsfeldern beliebtes Ausflugsziel ist. Ein Rastplatz mit Getränkeversorgung, quasi: Sogar zwei Becher sind angebracht, damit man sich am Wasser aus dem Brunnen laben kann. Dazu die freundliche Ermahnung: “Wanderer, lass den Becher hier, denn so mancher trinkt kein Bier.” Sehr hübsch!

Nach einer kurzen Pause machen wir kehrt und radeln durch den Wald zurück und von Krebeck aus in Richtung Ebergötzen. Die Strecke bietet beeindruckende Sicht auf den Radolfshäuser Forst und führt schließlich in den Wald hinein zum Hördelbrunnen. Die Beschilderung zeigt Richtung Göttingen und führt am Weißwasser entlang, das mal als Rinnsal, mal als Bach, mal als Teich daherkommt. Sehr idyllisch - und nicht ganz so unbekannt wie die beiden anderen Ausflugsziele, wie es scheint, denn hier herrscht etwas mehr Betrieb. Dennoch bleibt Gelegenheit, das Plätschern aus dem Buntsandstein heraus zu betrachten und einige Zeit im Schatten der Bäume am Brunnen zu verweilen.

Retour geht es wieder durch den Wald. Durch Ebergötzen hindurch führt uns die Route, die im mittleren Abschnitt nicht frei von Steigungen ist, über Wollbrandshausen, Bernshausen und Rollshausen zurück nach Obernfeld.

Das sind die Eckdaten: 

  • Länge: 5,7 Kilometer
  • Dauer: 2 Stunden

Tipps:

Die Klingenberg-Quelle bei Katlenburg-Lindau

Zu Fuß oder mit dem Rad über den Rhume-Leine-Erlebnispfad erreichbar, liegt bei Katlenburg-Lindau die Klingenberg-Quelle. Sie hat einen täglichen Ausstoß von etwa 20.000 Litern, wie eine Hinweistafel verrät. Zwischen Mordmühle und Bilshausen gelegen, möbliert und hergerichtet, befindet sich hier idyllisch gelegen ein wundervoller Rastplatz mitten in der Natur.

Die Klingenberg Quelle hat täglichen Ausstoß von etwa 20.000 Litern.

Das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen

"Wasser marsch" heißt es auch im Brotmuseum in Ebergötzen: Eine Wassermühle, die ursprünglich aus dem Tiroler Gerlostal stammt, ist dort zu sehen. 1971 wurde sie nach Mollenfelde gebracht und 2004 ebenfalls ein zweites Mal umgesetzt und restauriert. Heute steht sie - betriebsfähig - am Auebach. Das Museum ist freitags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Aktuelle Infos gibt es auf der Website.

Das Brotmuseum in Ebergötzen

Brehmelauf und Duderstädter Brunnen

Mitten durch die Fußgängerzone schlängelt sich in Duderstadt die Brehme. Wann immer es der Grundwasserspiegel zulässt, führt sie Wasser. Bei einem Stadtrundgang haben Ausflügler die Möglichkeit, sehr unterschiedlich gestaltete Brunnen auf kurzem Wege kennenzulernen - vom Schützenbrunnen bis zum Wiedervereinigungsbrunnen.

Der Schützenbrunnen an der oberen Marktstraße.Christina Hinzmann / GT