Eigentlich wollte Niedersachsen zunächst nur seinen eigenen Einwohnerinnen und Einwohnern Urlaub ermöglichen. Doch per Gericht wurde die Regelung gekippt: Seit dem 18. Mai wurde der Tourismus für alle geöffnet – und mit ihm Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätze. 

Menschen aus ganz Deutschland dürfen in Niedersachsenübernachten, sofern in den jeweiligen Landkreisen und Städten die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Die Corona-Regeln sehen außerdem vor, dass Touristinnen und Touristen bei Anreise einen negativen Schnelltest, eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen. Im Urlaub müssen Reisende pro Woche jeweils zwei Corona-Tests machen. Geimpfte und Genesene sind davon ausgenommen.

So, nun aber nicht lang schnacken – Koffer packen! Und nichts wie los zu den schönsten Reisezielen an Niedersachsens Nordseeküste.

Wangerland: Wo sich Familien und Sportler im Urlaub austoben

Im Wangerland weht ordentlich Wind. Für den Urlaub mit der Familie bedeutet das: Die Kinder bekommen auf jeden Fall viel frische Luft ab! Noch dazu wurde die Region an der Nordsee mehrfach für ihr familienfreundliches Angebot ausgezeichnet. Hier können Eltern und Kinder an Stränden und auf Spielplätzen toben, durchs Watt wandern, Drachen steigen lassen, Sandburgen bauen, reiten, schwimmen, surfen und kiten.

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Die Aktivitäten am und auf dem Wasser funktionieren aber auch prima, wenn du ohne Kinder unterwegs bist. Nicht umsonst zieht das Wangerland auch sportliche Reisende an, die etwa beim Kitesurfing über die Wellen hinwegfegen – und sich fast wie Kinder darüber freuen, dass vor Ort ordentlich Wind weht.

Wangerland ist windig – damit herrschen ideale Bedingungen zum Drachensteigenlassen oder Kitesurfing.

Juist: Abschalten auf der autofreien Insel

Statt eines Hupkonzerts hörst du auf Juist maximal ein Hufkonzert. Auf der ostfriesischen Insel fehlt von Autos jede Spur. Dafür kannst du hier im Urlaub umso besser spazieren gehen, Fahrrad fahren oder bei einer Kutschfahrt die Insel in gemütlichem Tempo erkunden. 

Ruhig und entspannt geht es auch sonst auf der rund 16 Quadratkilometer großen ostfriesischen Insel zu. Am weißen Sandstrand bei Sonnenuntergang spazieren gehen, in den Dünen abtauchen, auf die Nordsee blicken, die Gedanken schweifen und die Seele baumeln lassen: Abschalten kannst du auf Juist, dem „Töwerland“ (Zauberland), ganz wunderbar. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Juist ist eine autofreie Insel – perfekt für eine Fahrradtour!

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Cuxhaven: Schiffe gucken, Strand genießen

Alte Liebe rostet nicht – schon gar nicht in Cuxhaven. Von der Aussichtsplattform „Alte Liebe“ aus hast du den besten Blick auf die Schiffe, die in der Nähe in Richtung Neuwerk, nach Helgoland oder zu den Sandbänken mit den Seehunden ablegen. Vielleicht steigst du im Urlaub aber auch einfach selbst an Bord? Auch die nahe gelegenen Hansestädte Stade, Buxtehude und Hamburg an der Elbe bieten sich für einen Ausflug an.

Oder du bleibst einfach in Cuxhaven: Die Nordsee, der Strand und das Wattenmeer warten auf dich! Im alten Hafen bummelst du vorbei an den Fischkuttern, die im Hafenbecken schaukeln, während am neuen Hafen der große Fang vor Grönland und Island von Bord geht – und in den Restaurants auf den Tellern landet. 

Ein Frachtschiff schippert vor Cuxhaven über die Nordsee. Rechts im Bild: die Kugelbake an der Elbmündung.

Wurster Nordseeküste: Urlaubsregion mit maritimer Tradition

Zwischen Bremerhaven und Cuxhaven befindet sich die Wurster Nordseeküste. Um die Wurst geht es bei dem ungewöhnlichen Namen übrigens nicht: Als Wurtsassen oder Wursaten werden im Niederdeutschen die Bewohnerinnen und Bewohner von Wurten genannt. Das sind künstlich aufgeschüttete Hügel, die die Menschen früher vor Hochwasser und Sturmfluten schützten, als es noch keine Deiche gab.

Allein der Name der Wurster Nordseeküste steckt voller Geschichte. Und auch sonst entdeckst du in der Region noch heute viele Spuren ihrer maritimen Vergangenheit. Im Urlaub spazierst du durch Kutterhäfen oder erfährst im Museum für Wattenfischerei, wie die Fischer und ihre Familien vor Jahrhunderten lebten. Und auch ein Besuch beim „Kleinen Preußen“ darf nicht fehlen: Der zehn Meter kleine, schwarz-weiße Leuchtturm ist eine Attraktion von großer Strahlkraft!

Der Leuchtturm Kleiner Preuße bei Wremen an der Wurster Nordseeküste.

Wilhelmshaven: Stadtbummel am Meer

Wilhelmshaven ist nicht Hamburg, schon klar. Trotzdem kannst du auch abseits der Millionenmetropole über den Kiez bummeln. In der Südstadt von Wilhelmshaven erwarten dich Cafés mit veganen Speisen und Vintage-Möbeln und kleine Lädchen. In dem Viertel leben vor allem jüngere Menschen, Studierende und viele Kreative, die ihre Werke ausstellen, Konzerte, Lesungen und Workshops anbieten.

Beim Urlaub in der 150 Jahre alten Hafenstadt am Jadebusen entdeckst du Schauplätze der Kaiserzeit oder mit dem Jade-Weser-Port einen modernen Containerhafen. Falls du tiefer in das Thema Hafenwirtschaft einsteigen möchtest, empfiehlt sich ein Besuch des Jade-Weser-Port-Infocenter. Die interaktive Ausstellung hat wieder geöffnet und mit ihr der Schifffahrtssimulator, Containerscanner und die Murmelbahn, die die verschiedenen Transportwege verdeutlicht.

Die Promenade am Südstrand von Wilhelmshaven.

Krummhörn-Greetsiel: Urlaub in Ostfrieslands Vorzeige-Dorf

Die einen finden es kitschig, die anderen romantisch: Das Fischerdorf Greetsiel ist Ostfriesland, wie es im Bilderbuch steht. Mit schmalen Gassen und Backsteinhäusern, kleinen Läden und Restaurants, in denen frischer Fisch und Ostfriesentee serviert werden, und den bekannten Greetsieler Zwillingsmühlen. In der Krummhörn entdeckst du 18 Warfendörfer mit typisch ostfriesischen Häusern und historischen Kirchen.

Am besten gelangst du mit dem Fahrrad von Dorf zu Dorf. Bei der etwa 80 Kilometer langen Krummhörner Kirchturmtour nimmst du außerdem noch herrliche Ausblicke auf den Nationalpark Wattenmeer und den Pilsumer Leuchtturm mit.

Die Zwillingsmühlen am Alten Greetsieler Sieltief.

Bensersiel: Camping mit Meerblick

Der Strand- und Familiencampingplatz in Bensersiel ist vom Bundesverband der Deutschen Campingwirtschaft und dem Deutschen Tourismusverband mit fünf Sternen ausgezeichnet worden – und verspricht Meerblick inklusive. Hier übernachten Camper auf Sandstellplätzen direkt an der Nordsee und starten von hier aus zum Schwimmen, Planschen und Spaziergang. Auch ein Abenteuerspielplatz, ein Meerwasser-Freibad und ein Indoor-Spielpark sind ganz in der Nähe.

Meerblick inklusive: Campingplatz am Strand von Bensersiel.

Beim Urlaub im Nordseeheilbad Esens-Bensersiel solltest du außerdem im Wattenhuus vorbeischauen. Unter dem Reetdach lernst du mehr über die Natur und Tierwelt an Nordsee und Wattenmeer und erfährst viel über das Leben der Menschen an der Küste.