Santorin – oder Santorini – ist eine der kleineren griechischen Inseln der Kykladen. Durch einen Vulkanausbruch im 16. Jahrhundert vor Christus wurde die Insel in der Ägäis verwüstet und verwandelt: Es entstand die heutige zerklüftete Landschaft. Ein Hingucker sind nicht nur die weißen, würfelförmigen Häuser der beiden Hauptorte Fira und Oia – sondern auch die Strände aus schwarzen, roten und weißen Lavasteinchen. Wir zeigen dir die Highlights der Insel Santorin:

Karte der Sehenswürdigkeiten und Strände auf Santorin

1. Der Vulkan auf Santorin

Man kann nicht über Santorin sprechen, ohne mit dem Vulkan anzufangen. Denn Santorini ist eine Insel auf dem Krater eines Vulkans. Vor etwa 200.000 Jahren erfolgte der erste Vulkanausbruch, vor 3600 Jahren entstand die Caldera in ihrer heutigen Form. Darunter versteht man die hoch aufragenden Vulkanklippen an der Ostseite Santorins. Die Küste fällt 200 bis 300 Meter senkrecht ins Meer ab.

Der imposante Vulkan auf Santorin.

Die berühmten Orte Oia und Fira sind an den Steilhängen dieser Caldera gebaut. Ein absolutes Highlight ist deshalb nicht nur der Besuch der Inselorte mit dem magischen Ausblick, sondern auch ein Ausflug rauf auf die Caldera.

2. Fira auf Santorin

Der Hauptort der Insel ist Fira. Erbaut an den Steilhängen, reihen sich hier weiß getünchte Kykladenhäuser mit blauen Fenstern und Türen wie Perlen an die Klippen. Die Aussicht ist rundum spektakulär, egal ob im Hafen, in den schmalen Gassen der Altstadt oder von einer der Terrassen in unzähligen Restaurants und Hotels. Um hoch nach oben zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: über 588 Stufen vom Hafen über die Karavolades-Treppe oder mit der Seilbahn. Es gibt auch die Möglichkeit, auf Eseln zu reiten, das solltest du aber zum Schutz der Tiere lieber lassen.

Der Hauptort der Vulkaninsel ist Fira.

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Ein besonders schöner Fotospot in Fira ist die griechisch-orthodoxe Kathedrale mit der großen Kuppel. Sie steht direkt am Kraterrand und wurde 1956 nach einem Erdbeben komplett wiederaufgebaut. Sehenswert ist auch das Archäologische Museum, in dem du zahlreiche Funde aus der Zeit der minoischen Kultur besichtigen kannst. Tipp: Das schönste Santorin-Panorama hast du bei einer Wanderung entlang des Kraters. So kannst du von Fira aus in den Nachbarort Imerovigli und auch weiter nach Oia laufen.

3. Oia auf Santorin

Mindestens genauso schön wie Fira ist Oia. Das Dörfchen Oia im Norden der Insel zählt gerade mal knapp 700 Einwohnerinnen und Einwohner, ist im Sommer allerdings durchaus voll. Zwar gibt es in Fira den größten Touristenansturm, mittlerweile haben aber auch viele, viele, viele Urlauberinnen und Urlauber Oia für sich entdeckt.

Aus gutem Grund: Es hält sich hartnäckig die Aussage, dass man in Oia die schönsten Sonnenuntergänge der Welt sieht. Deshalb sind die Straßen der Altstadt tagsüber längst nicht so voll wie in Fira, abends geht aber ein Raunen durch den Ort, wenn Hunderte Menschen kommen, um den Sonnenuntergang zu sehen.

Das Dörfchen Oia im Norden der Insel zählt gerade mal knapp 700 Einwohnerinnen und Einwohner.

Das alte Kastell über dem Ort gilt als der perfekte Ort dafür, es gibt aber auch viele Restaurants und Bars, auf deren Terrassen du das Naturschauspiel in der ersten Reihe fußfrei genießen kannst. Einzig: Du musst unbedingt einen Tisch reservieren!

4. Der Hafen von Ammoudi

In der Nähe vom Hafen in Oia liegt der Ammoudi Beach, der ein ideales Ziel ist, wenn man nach einem Stadtbummel eine Abkühlung sucht. Ammoudi ist eigentlich ein kleines Fischerdörfchen mit einem Hafen in einer Bucht. In der Hauptsaison ist es hier vor allem nachmittags voll, wenn die Kreuzfahrtschiffe hier anlegen.

Der Hafen von Ammoudi im kleinen Fischerdörfchen Oia.

Vormittags herrscht dafür mehr Ruhe und ein Spaziergang durch den kleinen Hafenort mit seinen weißgekalkten Häusern, Tavernen und Restaurants direkt am Wasser ist wunderschön. Auch der Sonnenuntergang mit dem Ausblick auf den Vulkankrater und das Meer gelten hier als besonders schön.

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5. Imerovigli und Skaros Rock

Gerade mal zwei Kilometer von der Hauptstadt Fira entfernt liegt Imerovigli, der höchstgelegene Ort am Kraterrand von Santorin. Das kleine Dorf thront 300 Meter über dem Meer auf einer Klippe. Hier findest du auch den markantesten Aussichtspunkt der Insel: den Skaros Rock. Der 20 Meter hohe Felsen befindet sich an der Spitze eines Felsvorsprungs und ist so auffällig, dass man ihn von Fira und Oia aus sehen kann.

Gerade mal zwei Kilometer von der Hauptstadt Fira entfernt liegt Imerovigli, der höchstgelegene Ort am Kraterrand von Santorin.

Die Klippe wurde aus Lavastein geformt und ist der perfekte Aussichtspunkt, um die Caldera und die Weite der Ägäis zu bewundern.

6. Cave-Houses auf Santorin

Es gibt eine ganz besondere Unterkunftsart auf Santorin: die berühmten Cave-Houses. Darunter versteht man die typischen weißen Häuschen, die direkt in den Fels geschlagen und gebaut wurden – wie kleine Höhlen.

Es gibt eine ganz besondere Unterkunftsart auf Santorin, die berühmten weißen Cave-Houses.

In Fira und Oia gibt es unzählige davon, allerdings sind die nicht gerade günstig. Dazu kommt: Viele Cave-Houses sind neu und zwar dem Inselstil nachempfunden, mit den traditionellen Höhlenwohnungen von Santorin haben sie aber nichts mehr gemeinsam. Beim Buchen solltest du dir die Angebote daher ganz genau anschauen.

7. Die Vulkanstrände von Santorin

Santorin ist keine typische Insel für einen Strandurlaub. Auf der Vulkaninsel gelten andere Bedingungen. Die Strände sind rau, wild und außergewöhnlich. Sandstrände gibt es kaum, dafür schwimmst du an magischen Orten mit schwarzem Sand.

Der schwarze Strand auf der Vulkaninsel Santorin.

Denn die dunklen Vulkanstrände auf Santorin sind berühmt. Davon gibt es einige, als besonders schön gelten der Kamari Beach, der Perivolos Beach und der Perissa Beach im Osten und der Vlychada Beach und der Eros Beach im Süden der Insel.

8. Alt-Thera

Wenn du in die Geschichte der Insel eintauchen willst, solltest du auf den Berg Mesa Vouno fahren, der zwischen Kamari und Perissa liegt. Hier befindet sich die antike Stadt Alt-Thera. Bis ins Jahr 726 war der Ort bewohnt. Erst 1904 sowie von 1990 bis 1994 wurde im Rahmen von Ausgrabungen die antike Stadt freigelegt.

Auf dem Gelände in der antiken Stadt Alt-Thera kannst du verschiedene Ruinen, ein antikes Theater und die Agora besichtigen.

Auf dem Gelände kannst du verschiedenen Ruinen, ein antikes Theater und die Agora besichtigen. Plus: Du bist hoch über der Insel und hast ein tolles Panorama über die benachbarten Orte Kamari und Perissa.

9. Ausgrabungen von Akrotiri

Eine andere Ausgrabungsstätte liegt im Süden. In Akrotiri wird noch heute gegraben, denn Fachleute gehen davon aus, dass noch nicht alle Gebäude des Ortes freigelegt wurden. Der Ort wurde einst – vermutlich um 1620 vor Christus – durch einen Vulkanausbruch verschüttet und erst 1967 wiederentdeckt.

In Akrotiri wird noch heute gegraben, denn Fachleute gehen davon aus, dass noch nicht alle Gebäude des Ortes freigelegt wurden.

Zu den Funden zählen ganze Häuser mit aufwendigen Wandmalereien, Vasen, Töpfe und Möbel. Viele der Funde sind im Prähistorischen Museum in Fira ausgestellt.

10. Leuchtturm Akrotiri

Nicht mal einen Kilometer von den Ausgrabungen in Akrotiri entfernt liegt das gleichnamige Dorf. Das Highlight hier ist ganz klar der kleine Leuchtturm des Ortes, der auf einem Felsen an der Südspitze der Insel thront.

Der Leuchtturm von Akrotiri auf Santorin.

Den kannst du zwar nicht besichtigen, aber der Blick von der Klippe aus ist einmalig. Spannend: Der Leuchtturm zeigt Schiffen, die aus Rhodos oder Kreta kommen, den richtigen Weg.

11. Das Dorf Pyrgos

Hoch hinauf geht es auch in Pyrgos, das gleich mit zwei Superlativen daherkommt: Es ist das höchstgelegene und das älteste Dorf auf Santorin. Das kleine Dorf könnte mit seinen weißen Häusern und Kirchen mit blauen Kuppeln, den schmalen Gassen und steilen Treppen aus einem Bilderbuch stammen.

Hoch hinauf geht es auch in Pyrgos mit seinen Kirchen und Kuppeln.

Mittendrin gibt es jede Menge Tavernen, Weinkeller, Restaurants, Souvenirgeschäfte und Boutiquen. Tipp: Komm zum Dinner und genieße den Blick vom höchtgelegenen Dorf über die Insel.

12. Der höchste Berg auf Santorin: Profitis Ilias

Wer gern wandert und dabei Weitblicke genießt, sollte den höchsten Berg der Insel erklimmen. Der Profitis Ilias ist 586 Meter hoch und bietet von seiner Spitze aus den besten Ausblick auf Santorin. Die meisten Urlauber und Urlauberinnen fahren mit dem Auto hinauf, denn vom Parkplatz am Gipfel aus dauert es nur wenige Minuten bis zum Aussichtspunkt.

Der Profitis Ilias ist 586 Meter hoch und bietet von seiner Spitze aus den besten Ausblick auf Santorin.

Eine Wanderung nach oben lohnt sich aber in jedem Fall. Startpunkt ist beispielsweise der Parkplatz von Alt-Thera. Von hier an ist der Weg ausgeschildert. Dieser ist zwar relativ schmal und steil, dauert aber nur eine Stunde.

13. Panagia-Episkopi-Kirche

Wer in der Gegend rund um den Profitis Ilias ist, sollte noch einen Abstecher zur Panagia-Episkopi-Kirche machen, die südöstlich von Mesa Gonia am nördlichen Ausläufer des Profitis Ilias steht. Die älteste Kirche auf Santorin ist eine ehemalige Bischofskirche und wurde 1115 nach Christus im byzantinischen Stil errichtet.

Die älteste Kirche auf Santorin ist die Panagia Episkopi.

Die Kreuzkuppelkirche ist der Jungfrau Maria geweiht. Deshalb pilgern jedes Jahr am 15. August Gläubige zur Panagia Episkopi.

14. Emporio und die venezianische Burg Goulas

Im Inselinneren kannst du eine Zeitreise ins Mittelalter machen. Im Ort Emporio steht die venezianische Burg Goulas, die während der venezianischen Ära als wichtige Festung galt.

Im Ort Emporio steht die venezianische Burg Goulas, die während der venezianischen Ära als wichtige Festung galt.

Emporio ist das griechische Wort für Handel, daher vermutet man, dass sich hier ein zentrales Handelszentrum befand. Der Ort bezaubert mit winzigen Gassen, kleinen Häusern und Kirchen, es gibt aber auch viele Tavernen und Hotels.