Camping in Österreich inmitten wunderschöner Natur, nachhaltig und kostenlos – das verspricht das Start-up „Schau aufs Land“. Dessen Plattform zeigt Reisenden freie Plätze für Zelt, Wohnwagen oder Bulli, die von landwirtschaftlichen Betrieben zur Verfügung gestellt werden, und bringt so Tourismus und Landwirtschaft zusammen.

Knapp 300 teilnehmende Bio-Bauernhöfe, Weingüter, Sennereien (also Käsereien) und Co. werden auf der Vermittlungsplattform derzeit angegeben. Diese wiederum bieten den Gästinnen und Gästen ihre regionalen Lebensmittel an, lassen sie einen Blick auf Ferkel, Kälber und Hühner in den Stall werfen oder erklären, wie sie ihre Böden ökologisch beackern oder Honig herstellen – und sollen dadurch ebenfalls profitieren.

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Kostenlos campen in Österreich: So geht’s

Und so funktioniert’s: Über die Web-Plattform oder die App (für iOS und Android) werden freie Stellplätze auf den teilnehmenden Höfen angezeigt. Auf einer Übersichtskarte mit allen gelisteten Plätzen sowie Angaben zur Art des Betriebes, zur Beschaffenheit des Stellplatzes, zu Zusatzleistungen wie Frischwasser-Versorgung, Stromanschluss, Duschen und Toiletten sowie zu Freizeitaktivitäten in der Umgebung. Wer einen freien Platz entdeckt hat, meldet sich an und kann dann zum Campingausflug starten.

Zwei kleine Haken gibt es dabei allerdings: Gästinnen und Gäste dürfen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen nicht länger als 24 Stunden an einem Ort bleiben (aber so oft wiederkommen, wie sie wollen). Außerdem sind die Stellplätze zwar kostenlos – aber für die Nutzung von „Schau aufs Land“ müssen Reisende eine Jahres-Mitgliedschaft für 34,90 Euro erwerben.

„Wir konzentrieren uns bewusst darauf, nachhaltige Betriebe in unserem Netzwerk zu listen. Zudem verstehen wir uns nicht als reines Stellplatz-Netzwerk, sondern vielmehr als Kommunikations- und Austauschplattform für verantwortungsvolle Camping-Ferien“, beschreibt Gründer Leonard Röser die Unternehmensphilosophie.

Die Gründer von „Schau aufs Land“: Leonard Röser, Karin und Christian Gruber-Steffner.

Zusammen mit dem Ehepaar Karin und Christian Gruber-Steffner betreibt er das 2020 gegründete Start-up. Mit ihrem Konzept überzeugten sie auch die Investoren von „2 Minuten – 2 Millionen“, der österreichischen Version von „Die Höhle der Löwen“.