Wassermassen krachen aus schwindelerregenden Höhen in die Tiefe. Feinste Tröpfchen wirbeln umher und legen sich kühl auf deine Haut. Es rauscht, donnert, poltert und platscht. Klarer Fall: Wasserfälle zählen zu den wohl spektakulärsten Naturphänomenen – und deshalb zu den Top-Ausflugszielen auf Reisen!

Für den Fall der Fälle, dass du gerade einen Urlaub in Kroatien planst und noch ein paar Highlights suchst, kannst du jetzt einfach weiterscrollen. Wir haben die schönsten Wasserfälle des Landes für dich zusammengestellt. Wasser marsch!

Karte: Die 16 schönsten Wasserfälle in Kroatien 

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1. Veliki Slap im Nationalpark Plitvicer Seen

Warum der Veliki Slap bei uns ganz oben steht? Na, weil er der höchste Wasserfall Kroatiens ist! Aus 78 Metern Höhe stürzt das Wasser in die Tiefe. Vielleicht kommt dir der Gigant sogar bekannt vor: In dem Nationalpark wurden in den 1960er-Jahren mehrere Szenen für die Karl-May-Verfilmungen gedreht.

Der Veliki Slap ist der spektkulärste, aber nicht der einzige Wasserfall des Nationalparks Plitvicer Seen. Die 16 kaskadenförmig angeordneten Seen des 300 Quadratkilometer großen Parks werden durch zahlreiche Wasserfälle miteinander verbunden – ein echter Wasserfall-Hotspot und perfekt für eine Wanderung von Fall zu Fall.

Der Veliki Slap ist der größte Wasserfall in Kroatien.

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2. Wasserfälle in der Zrmanja-Schlucht

Der Karstfluss Zrmanja ist ein Paddel-Paradies! Umgeben von mächtigen, bis zu 200 Meter hohen Felsen fließt sein smaragdgrünes Wasser vorbei an historischen Festungen, Mühlen, Feldern, durch enge Schluchten und in ruhigere Seitenarme. Und immer wieder donnern Abermillionen Liter Wasser in die Tiefe, denn die Flusslandschaft hat gleich mehrere Wasserfälle zu bieten.

Unterhalb des Stausees auf der Zrmanja befindet sich der 13 Meter hohe Visoki Buk, der größte Wasserfall der Gegend und Höhepunkt vieler Kanutouren. Aber auch der Ogarov-Wasserfall kann sich sehen lassen: Er liegt an einer der vielleicht spektakulärsten Schluchten des Flusses.

3. Gubavica an der Cetina-Schlucht bei Vrlika

Der 40 Meter hohe Gubavica-Wasserfall am Fluss Cetina liegt etwas versteckt, aber mithilfe unserer Karte solltest du ihn finden. Du kannst ihn von einem Aussichtspunkt im Ort Zvadvarje aus sehen oder bei einer Canyoning-Tour erkunden – wenn du dich traust, die enge Schlucht hinabzusteigen. Dann aber kannst du dort auch unterirdische Tunnel und natürliche Becken mit kristallklarem Wasser entdecken.

Falls du auf Action stehst, bist du an der Cetina in jedem Fall richtig. Denn der 101 Kilometer lange Fluss (einer der längsten in der Region Dalmatien) hat mehrere Stromschnellen auf Lager – perfekt für ein Rafting-Abenteuer!

4. Skradinski Buk, Nationalpark Krka

Zeit für eine Badeparade an der Kaskade: Der Skradinski Buk ist einer der wenigen Wasserfälle in Kroatien, an denen schwimmen erlaubt ist. Über 17 Stufen und eine Länge von 800 Metern fließt das Wasser aus einer Gesamthöhe von knapp 46 Metern hinab. Kein Wunder, dass sich angesichts dieser wundervollen Kulisse viele Menschen begeistert in die Fluten stürzen. Beachte jedoch, dass das Baden nur in ausgewisenen Bereichen erlaubt ist.

Außerdem ist der Eintritt in den Nationalpark Krka kostenpflichtig. Dafür erwarten dich dort neben dem Skradinski Buk noch sechs weitere große sowie mehrere kleine Wasserfälle. 

Am Skradinski Buk ist schwimmen und baden erlaubt.

5. Die Wasserfälle von Rastoke

Rastoke ist so nah am Wasser gebaut, dass bisweilen nur wenige Meter neben einem Haus ein Wasserfall hinabrauscht. In dem Bergdorf 33 Kilometer nördlich der Plitvicer Seen treffen die Flüsse Slunjčica und Korana aufeinander. Dadurch entstehen Stromschnellen und Wasserfälle. 

Das Wasser wussten die Menschen vor Ort bereits im 17. Jahrhundert für sich zu nutzen. Die Wassermühlen aus dieser Zeit kannst du noch heute bewundern. Auch zahlreiche kleine Häuser haben die Jahrhunderte überdauert. Deshalb ist das malerische Dorf mit seinen schmalen Gassen auch sehr beliebt bei Reisenden.

Die Häuser im Bergdorf Rastoke sind nah am Wasserfall gebaut.

6. Kotli-Wasserfall in Istrien

Die Wasserfälle und die türkisfarbenen Becken des Flusses Mirna ziehen regelmäßig zahlreiche Besucher nach Kotli. Das Dorf selbst aber ist weitesgehend verlassen – ein weiterer Grund, weshalb der Ort im nördlichen Teil Istriens so viele Menschen in seinen Bann zieht. 

Wasserfall und Wassermühle am Fluss Mirna in Kotli.

In den Gassen läufst du vorbei an vielen leer stehenden Häusern, die allmählich verfallen. Früher bauten die Menschen hier Mühlen, die mit der Kraft des Wassers angetrieben wurden. Doch mit Aufkommen der Elektrizität wurden sie buchstäblich überflüssig, sodass in den 1960er-Jahren viele Familien den Ort verließen. Bis heute gilt die alte Wassermühle im Mirnatal als Wahrzeichen von Kotli. Und so strömt im Frühjahr und im Herbst besonders viel Wasser nicht nur den Wasserfall hinab, sondern fließt auch über die hölzernen Rutschen der Mühle – und haucht dem „Geisterdorf“ Leben ein.