Die Ostseeküste ist mit das beliebteste Reiseziel in Deutschland – und früher als geplant geht es wieder los: In drei Schritten öffnet Mecklenburg-Vorpommern nach dem Corona-Lockdown. Am 28. Mai können Ferienwohnungsbesitzer wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen, Hotels, Pensionen und Campingplätze dürfen für Einwohnerinnen und Einwohner des Landes öffnen. Vom 4. Juni an dürfen alle Übernachtungsurlauber aus Deutschland kommen und vom 11. Juni an auch Tagestouristen.

Mecklenburg-Vorpommern öffnet ab dem 28. Mai

Jetzt ist also genau die richtige Zeit, um deinen Sommerurlaub zu buchen! Aber was hat das Bundesland, aus dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Alt-Bundespräsident Joachim Gauck kommen, eigentlich zu bieten? Die Inseln Usedom und Rügen oder die Mecklenburgische Seenplatte kennst du bestimmt schon – aber die Ostsee hat noch einiges mehr zu bieten. Wir haben sieben Geheimtipps für dich, mit denen dein Urlaub besonders schön wird.

1. Klein Schmölen – durch die Binnendünen wandern

Im Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern erwartet dich eine vielfältige, wunderschöne Tier- und Pflanzenwelt. Besonders schön sind hier die Binnendünen bei Klein Schmölen in der Nähe der Stadt Dömitz.

Vor ungefähr 12.000 Jahren, mit dem Ende der letzten Eiszeit, ist diese einzigartige Landschaft entstanden. Wilde Stürme waren hier am Werk, die die von den Schmelzwässern der Gletscher transportierten Talsande zu imposanten, bis zu 40 Meter hohen Dünenzügen auftürmten.

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Wilde Pflanzen blühen mitten in der von Sandrasen durchzogenen Dünenlandschaft Klein Schmölen.

Die flachen Flugsandfelder sind heute von Moosen, Flechten oder Strandhafer bedeckt. Mitten durch das Gebiet führt ein Lehrpfad, ein Aussichtspunkt bietet einzigartige Fernblicke über das Elbtal und die seltenen Tiere und Pflanzen.

2. Halbinsel Lieper Winkel – Usedom mal anders

Auf der charmanten Halbinsel Lieper Winkel, weit im Hinterland der Insel Usedom, bekommen Besucher das Gefühl, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die acht kleinen Dörfer bezaubern mit wunderschönen reetgedeckten Fachwerkhäusern und davor üppigen Blumengärten. Ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben teilweise kleine Tische draußen aufgestellt, auf denen du einige Köstlichkeiten findest: selbst gemachte Marmeladen und Honig sind nur zwei davon.

Der Lieper Winkel liegt zwischen dem Achterwasser und dem Peenestrom auf der Insel Usedom. Er ist gekennzeichnet von ursprünglichen Fischerkaten und reetgedeckten Fachwerkhäusern.

Besonders sehenswert ist das Dorf Liepe und der Fischerhafen an der Küste Usedoms zum Peenestrom von Warthe. Wanderfreundinnen und -freunde werden auf der Halbinsel ebenfalls glücklich – eine Route dauert zum Beispiel über drei Stunden. Neben Ferienwohnungen und charmanten Hausbooten kannst du hier auch auf dem Campingplatz prima übernachten.

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Lieber nach Rügen? Das kannt du alles erleben: 

3. Ivenacker Eichen – die ältesten Bäume Deutschlands

In der Nähe der Kleinstadt Stavenhagen kannst du beeindruckende Baumriesen finden, deren Alter auf gigantische 600 bis 1200 Jahre geschätzt wird: die Ivenacker Eichen. Sie gehören zu den ältesten Bäumen Deutschlands und versprühen ein Gefühl von Ruhe und Beständigkeit.

Eine circa 1000 Jahre alte Hudeeiche im Hutewald in Mecklenburg-Vorpommern erzählt die Geschichten vergangener Tage.

Besonders nahe kommen kannst du den Giganten über einen Baumwipfelpfad, der im Sommer des Jahres 2017 eröffnet hat. Hier schlenderst du durch die Baumkronen und kannst von einem 35 Meter hohen Aussichtsturm den Ausblick über die einmaligen Eichen und den Ivenacker See genießen.

4. Güstrow – das Flair der Barlachstadt entdecken

Eindrucksvolle Bauwerke und einmalige Sehenswürdigkeiten abseits des Touristentrubels bietet die siebtgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Besonders charmant ist die Altstadt mit ihrem Fachwerk und der Backsteingotik. Beim Flanieren durch die Gassen entdeckst du außerdem malerische Hinterhöfe, kleine Restaurants und gemütliche Cafés.

Schloss Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern ist ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Weg zur Ostsee.

Highlights sind das klassizistische Rathaus, das von Renaissancebauten und Bürgerhäusern umgeben ist, und eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser des Nordens: Schloss Güstrow. Aktuell wird es saniert und soll im Jahr 2023 in neuem Glanz erstrahlen.

5. Krakower See – die magische Sieben

Im Herzen Mecklenburgs, im nördlichen Teil der Seenplatte, findest du den wunderschönen Krakower See. Hier gibt es viele kleine, geheime Buchten und Inseln sowie kleinere und größere Seen im Umfeld des Luftkurortes. Besonders schön ist die Lage zwischen zwei Naturparks – die abwechslungsreiche Pflanzen- und Tierwelt hält einige Überraschungen für dich parat.

Aus der Luft erinnert der Krakower See an die magische Zahl Sieben.

Das Besondere des Krakower Sees: Aus der Luft erinnert er an die Zahl Sieben; ein magisches und geheimnisvolles Symbol. Auf dem Jörnberg befindet sich ein Aussichtsturm, von dem aus du einen wunderschönen Panoramablick genießen kannst. Die historische Badeanstalt gibt es bereits seit dem Jahr 1900. Hier gibt es alles, was Spaß macht: Liegewiesen, Sprungbretter, Wasserrutschen, Spielplätze und eine hervorragende Wasserqualität noch obendrauf.

6. Biosphärenreservat Schaalsee – das Moor erleben

Inmitten des Unesco-Biosphärenreservats mit insgesamt 18 Naturschutzgebieten befindet sich der Schaalsee. Er erstreckt sich von Mecklenburg-Vorpommern bis Schleswig-Holstein. Hier findest du einen rund 700 Meter langen Moorerlebnispfad.

Auf einem Holzbohlensteg geht es durch ein Kalkflachmoor. Unterwegs gibt es einige spannende Lernpassagen über das Moor mit seiner Tier- und Pflanzenwelt. Wenn du länger verweilen möchtest, geht das zum Beispiel auf einem einfachen Wohnmobil-Stellplatz am Schaalsee.

7. Darß – den Weststrand erkunden

Darß ist der mittlere Teil der bekannten Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Sie befindet sich an der südlichen Ostseeküste bei Ribnitz-Damgarten. Hier ist besonders der Weststrand interessant. Er erstreckt sich wild und naturbelassen über etwa 13 Kilometer in einem Naturschutzgebiet.

Der Weststrand mit seinem Kiefernwald bis an das Ufer wird durch Herbst- und Winterstürme angegriffen.

Wer hierherkommt, sucht Erholung abseits des Massentourismus. Tatsächlich gibt es nicht mal einen Kiosk oder mietbare Strandkörbe. Erreichen kannst du die ungezähmte Schönheit ausschließlich mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Charakteristisch für das naturbelassene Panorama des Weststrandes sind die vielen entwurzelten Bäume, die du am Strand findest. Herbst- und Winterstürme sind dafür verantwortlich.